Hallo Dahon-Fans,
ich liebe mein Jetstream P8 heiß und innig. So daß ich auch gern mal längere Touren damit unternehmen möchte. Nur geht es mir bergab nicht schnell und vor allem bergauf nicht langsam genug. Will heißen acht Gänge sind für Touren zu wenig. Natürlich kenne ich die Dual-Drive-Nabe. Aber die hat aus meiner Sicht drei Nachteile:
1. Bringt sie zusätzliches Gewicht auf die Hinterachse.
2. Erzeugt sie mehr Reibung als eine reine Kettenschaltung.
3. Bleibt die Kettenlinie auf dem kleinsten und dem größten Zahnrad schief.
Ich bin auch kein Anhänger der Shimano Alfine 11-Gang-Nabe, der Rohloff Spedhub und von Tretlagergetrieben wie Schlumpf, NC-17 und FSA Metropolis. Nicht zuletzt aus Kostenüberlegungen. Mir wäre ein Dreifach-Kettenblatt vorne am liebsten. Mehr als 60 Zähne für das größte wird kaum gehen, aber wichtiger sind mir auch die Berggänge. Hat jemand schon mal ein Dahon auf dreifach umgerüstet? Paßt der Umwerfer an das dicke Rahmenrohr? Wie klappt das mit dem Falten? Vielen Dank an alle Tipgeber!
Stets leichtfüßiges Bergauffahren wünscht Euch
Stefan
Dreifach-Kettenblatt beim Jetstream P8?
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Pibach
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Dreifach-Kettenblatt beim Jetstream P8?
Ich hab an meinem Mu Ex ja 2fach vorne, 55/44 Zähne, das finde ich ganz gut passend, sollte auch für das Jetstram P8 taugen, wobei ich in Berlin ohnehin kaum Gänge nutze. Für 3-fach Umwererlösung gibt es wohl keine entsprechenden Blattgrößen, das Problem ist das große Blatt, da müsstest Du schon mindestens ein 60er wählen, für das kleinste macht kleiner als 40 kaum Sinn, das übersetzt sonst zu niedrig. Ausserdem ist für einen Long Cage Dereilleur zu wenig Platz am 20" Rad.
Dies ist der Grund, warum trotz ihrer vielen Nachteile meist die Dual Drive bei 20" Rädern verbaut wird.
Ab 451mm Durchmesser beginnt eine 3-fach Umwerferlösung sinvoll zu sein, siehe etliche Bike Friday Konfigurationen.
Es gibt spezielle Umwerferschellen für die Dahon Rohrdicke, schau mal z.B. bei thorusa.com (im Leichtbau Thread steht auch der chinesische Zulieferer gelistet).
Dies ist der Grund, warum trotz ihrer vielen Nachteile meist die Dual Drive bei 20" Rädern verbaut wird.
Ab 451mm Durchmesser beginnt eine 3-fach Umwerferlösung sinvoll zu sein, siehe etliche Bike Friday Konfigurationen.
Es gibt spezielle Umwerferschellen für die Dahon Rohrdicke, schau mal z.B. bei thorusa.com (im Leichtbau Thread steht auch der chinesische Zulieferer gelistet).
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Raffineur
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Dreifach-Kettenblatt beim Jetstream P8?
Danke für Deine Tips! An den langen Käfig der hinteren Schaltung hatte ich gar nicht gedacht. Zweifach-Kettenblatt ist auch schon nicht schlecht. Ohne Kompromisse geht es halt nicht. Thor USA scheint die einzige Quelle zu sein. Und nicht ganz billig. Was vermutlich zusammenhängt
Leider habe ich den chinesischen Zulieferer nicht gefunden? Nach "Umwerferschelle" kann ich nicht suchen, weil einen Buchstaben zu lang 
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Pibach
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Dreifach-Kettenblatt beim Jetstream P8?
Das hier ist der Leichtbau Thread: viewtopic.php?f=34&t=168
Der Chinesische Zulieferer ist PDC: http://www.pdctw.com/
Die Teile direkt von ihm sind natürlich billiger als über thorusa, der die auch da bezieht. Ggf. Sammelbestellung, da die noch etliche andere nette Tuningteile haben.
So sieht die Schelle aus für 40mm (Dahon Maße):

Passt für Rennradumwerfer.
den richtigen Kettenblätter-Satz in 56 und 42 haben die auch:

Der Chinesische Zulieferer ist PDC: http://www.pdctw.com/
Die Teile direkt von ihm sind natürlich billiger als über thorusa, der die auch da bezieht. Ggf. Sammelbestellung, da die noch etliche andere nette Tuningteile haben.
So sieht die Schelle aus für 40mm (Dahon Maße):
Passt für Rennradumwerfer.
den richtigen Kettenblätter-Satz in 56 und 42 haben die auch:

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Raffineur
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Dreifach-Kettenblatt beim Jetstream P8?
Hallo Pibach,
Du kennst Dich ja echt gut aus, vielen Dank! Ich habe den taiwanesischen Lieferanten kontaktiert, aber entweder versteht der kein Englisch, oder für eine Schelle macht er den Finger nicht krumm
Dann also der Amerikaner. Da ich hinten einen SRAM X.7-Wechsel habe, denke ich, es wird das beste sein, wenn ich für vorne ebenfalls einen solchen nehme. Jetzt habe ich gesehen, daß es den als high mount oder low mount gibt. Welcher paßt zu der Schelle, d.h. welchen brauche ich?
Das größte Problem sehe ich aber in den vorderen Kettenblättern. Zahnränze mit mehr als 53 Zähnen (was ich im Moment habe) sind schwer zu finden. Ich dachte z.B. an 56. Die einzigen, die ich finden konnte, sind von TA Spécialité und kosten um die 50 €
(Die von Dir genannten vom Taiwanesen passen nicht, weil ich einen 110er Lochkranz habe.) Wie ich von Mike's Bikes-Website erfahren habe, schafft der mittlere hintere Schaltkäfig 38 Zähne. Für meinen 11-32er-Zahnkranz sind davon schon 21 verbraucht. Bleiben noch 17 für vorne. Also bräuchte ich vorn ein 39er-Kettenblatt. Allerdings scheint mir der Sprung von 56 auf 39 ziemlich groß. Dann vielleicht doch lieber 3fach 56-48-39. Könnte das so gehen? Vielen Dank für Eure Tips!
Und allzeit frohes Pedalieren wünscht Euch
Stefan
Du kennst Dich ja echt gut aus, vielen Dank! Ich habe den taiwanesischen Lieferanten kontaktiert, aber entweder versteht der kein Englisch, oder für eine Schelle macht er den Finger nicht krumm
Das größte Problem sehe ich aber in den vorderen Kettenblättern. Zahnränze mit mehr als 53 Zähnen (was ich im Moment habe) sind schwer zu finden. Ich dachte z.B. an 56. Die einzigen, die ich finden konnte, sind von TA Spécialité und kosten um die 50 €
Und allzeit frohes Pedalieren wünscht Euch
Stefan
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Pibach
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Dreifach-Kettenblatt beim Jetstream P8?
Ja, das ist ein Großhändler, deshalb eher Sammelbestellung. Ich hab da mal wegen Laufradsätzen angefragt, die haben sofort geantwortet, das Englisch war recht ok. Für ne einzelne Schelle reagiert der natürlich nicht.Raffineur hat geschrieben:Ich habe den taiwanesischen Lieferanten kontaktiert,...
Zu dem Kettenblatt: ja das ist das Problem. Woher Du die passenden kriegst müsste ich auch länger suchen, gibt da nicht allzu viel. Das kleinste sinnvolle Kettenblatt bleibt m.E. aber 44 (ergibt 25.7 Gear Inches im kleinsten Gang) oder vielleicht 42, kleinere Übersetzung braucht man wohl nur mit Anhänger bzw. beladenen Bergetappen wo man z.T. unter Schrittgeschwindigkeit fährt. Die 17 Zähne Kapazität für vorne kriegste dann also vermutlich nicht ausgeschöpft.
Bei meinem Mu EX kommt der Umwerferzug von unten und wird da um eine extra Rolle gelenkt, genauso wie am Vitesse P16, siehe Bild unten. Das ist also nicht so einfach nachzubaun, gibt im Netz aber einige die das gemacht haben, such mal auf Folding Bikes Forum bzw. auf Dahon Forum (u.a. dieser thread) oder ThorUSA. Rennradumwerfer können wohl auch nur 2-fach bedienen, 3-fach würd ich also auch deswegen lassen.
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EmilEmil
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Dreifach-Kettenblatt beim Jetstream P8?
Hallo Raffineur,Raffineur hat geschrieben:Hallo Dahon-Fans,
ich liebe mein Jetstream P8 heiß und innig. So daß ich auch gern mal längere Touren damit unternehmen möchte. Nur geht es mir bergab nicht schnell und vor allem bergauf nicht langsam genug. Will heißen acht Gänge sind für Touren zu wenig. Natürlich kenne ich die Dual-Drive-Nabe....
Stefan
da ich mich im Moment zwecks besserem Bergauf und Bergab mit der Umrüstung meines Faltrad-Projektes auf zwei-fach Umwerfer beschäftige, einige Hinweise : Schau Dir die Einbau-Verhältnisse für den Umwerfer an Deinem Rad genau an (Ich selber fahre kein Dahon-Faltrad). Du dürftest derzeit etwa eine Entfaltung von 2,52 m bis 7,32 m besitzen. Zur Orientierung : Rennradler fahren von 2,90 m bis 10,5 m , Mountainbiker von 1,20 m bis 8,50 m (ungefähre Werte), der Trekking-Fahrer liegt dazwischen mit 1,50 m bis 9,00 m (Faltrad ist vom Gebrauch her eher ein Trekkingrad ). Ein trainierter Hobby-Fahrer ( 3000 km /pro Jahr) schafft mit Deinem Entfaltungsbereich ~ 12% Steigung und im Gefalle ~ 42 km/h (Trittfrequenz 100 x 1/Minute). Wenn Du erweitern willst, ist das verständlich.
Warscheinlich wird nur eine Dual-Drive-Lösung in Frage kommen, da sich Umwerfer wegen der Geometrie nur sehr schwer montieren lassen. Pibach hat schon auf das Beschaffungs-Problem des großen Kettenblattes hingewiesen. Es kommt aber noch etwas anderes hinzu : Für Kettenblätter über 56 Zähne gibt es kaum einen geeigneten Umwerfer. Der muß nämlich mit der Krümmung des äußeren Käfigteils noch über das große Kettenblatt gehen. Die Entfaltung des Serien-Zustands ist beim P8 für ein "mittleres" Kettenblatt mit 53 Zähnen ganz gut ausgelegt. Mit der Dual Drive (Übersetzung im dritten Gang 1,36 , zweiter 1:1, Untersetzung im ersten Gang 0,73) wären vergleichbare Kettenblätter 72 Z und 39 Z mit den zugehörigen Entfaltungen von 9,95 m und 1,84 m. Die 9,95 m kann der Rennradler brauchen, aber bei 72 Zähnen benötigt man eine teure Spezialanfertigung (Umwerfer dafür gibt es nicht oder auch eine Spezialanfertigung ?). Damit scheidet drei-fach Blatt eigentlich aus.
Aber auch ein zwei-fach Blatt bringt Probleme : Eine große Entfaltung mit wenigstens ca. 8,00 m würde auch noch ein 58-er Blatt benötigen . Umwerfer dafür auch Fehlanzeige. Rennrad-Umwerfer (zB Campagnwäre Veloce für ca 20 €) schaffen 54 Zähne und eine Kapazität von 16 Zähnen. Die Kombination 54/38 wäre prinzipiell möglich. Auch hier gibt es Probleme : Die Rennrad-Umwerfer setzen eine Position der Sitzstrebe mittig über dem Innenlager mit ca. 72 bis 74 Grad zur Fahrbahn vorraus. Da dürfte die Dahon Sitzstrebe mit der nach hinten verschobenen Position einen Spezial-Adapter erfordern ( Löten, Schweißen mit anschließender Wärmebehandlung wegen Alu-Rahmen ?) oder die chinesische Klemmversion wie von Pibach angegeben (Passen Durchmesser und Position zum P8 ?). Wie muß der Bowdenzug zum Umwerfer liegen ? Rennrad-Umwerfer werden i-A. vom Innenlager her (von unten) gezogen.(Top-Swing oder Down-Swing sowie "Tretlageranbau" gibts es bei Rennrad-Umwerfern im Grunde nicht).
Das nächste Problem liegt in der zur Hinterradnabe abfallenden Kettenstrebe. Rennräder haben eine steigende Kettenstrebe. Dies wird warscheinlich eine Vergrößerung des kleinen Blattes auf 42 Zähne bedingen, da sonst die Kette auf dem Käfig schleift ( Die Kette fällt bei Falträdern beim Zugtrumm , während sie bei Rennrädern ziemlich horizontal läuft). Hier würde man 2,00 m Entfaltung erreichen. Immerhin 54/42 gehen vielleicht, was ich aber bei lediglich vorhandenen Katalog-Daten hinsichtlich des seitlichen Platzes für den Umwerfer nicht abschließend beurteilen kann. Die an der chinesischen Adresse angegeben Kettenblätter mit 56/42 könnten gehen, falls man einen Umwerfer dafür bekommt. Ebenso ist zu klären, ob der gefederte Hinterbau bei dieser Modifikation mitspielt.
Selber modifiziere ich gerade den Käfig eines Veloce-Umwerfers, um eine zweifach Kombination 54/36 (außerhalb der Spezifikation !) fahren zu können. Die Entfaltung soll 1,66 m bis 8,50 m betragen. Hinten rotiert eine Sram i-Motion 9. Ich hätte gerne eine Sram Dual Drive verbaut, war aber mit Scheiben-Aufnahme und in 32 Loch nirgends zu bekommen (Obwohl diese Nabe gebaut wird !). Na ja, irgendwer schrieb mal über den Vertrieb von Sram etwas von "eingeschlafenen und eingefrorenen Füßen"....
MfG EmilEmil
Zuletzt geändert von EmilEmil am So Mai 15, 2011 8:21 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Pibach
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Dreifach-Kettenblatt beim Jetstream P8?
Ja, das passt. Allerdings: Das Jetstream p8 hat nach oben genug Platz, aber nach unten wohl nicht, müsste man mal genau ausmessen, was das kleinstmögliche Kettenblatt ist, dass nicht an der Hinterbaustrebe schleift. 3-fach fällt damit aber aufjeden Fall aus.EmilEmil hat geschrieben:"Raffineur hat geschrieben:...oder die chinesische Klemmversion wie von Pibach angegeben (Passen Durchmesser und Position zum P8 ?)
56er Kettenblatt würde ich wegen Umwerferkrümmung noch nicht als kritisch einschätzen, das sollte gehen. Größere sind auch wegen der sich veringernden Bodenfreiheit problematisch.
Beim Mu EX wurde ja auch extra gegenüber dem MU SL ein Dreieckshinterbau gewählt, denn beim kurvigen Hinterbau des Mu SL würden große Kettenblätter an der Hinterbaustrebe schleifen. Front Umwerfer Konfigurationen gibt es daher von Dahon nur für den Speed und den Vitesse Rahmen (kein Mu P18).
Für die Federung muss man wohl ein paar extra Zähne von der Nenn-Kapazität des Schaltwerks abziehen, damit es da noch etwas Spielraum zum mitbewegen hat.
Von Dual Drive würde ich entschieden abraten: zu schwer, zu problematische Kettenwinkel (Effizienzverlust und Kettenabspringer), zu teuer zum nachrüsten.
Capreo ist auch nicht ratsam (ggf. bei <=16" Rädern).
Ansonsten bin ich ja der Meinung, das viele Gänge völlig überbewertet werden. Hauptursache für meine Entscheidung für den Frontumwerfer (MU EX) ist das Kettenabspringproblem. An Gängen reicht mir eigentlich einer.
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EmilEmil
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Dreifach-Kettenblatt beim Jetstream P8?
Hallo Pibach, stimme Dir in einigen Punkten zu, aber nicht in allen :
Wenn Raffineur mit seinem Rad Touren fährt und nicht unbedingt "Mountainbiken" wiil, hat er mit der Bodenfreiheit von großen Kettenblättern ( > 50 und < 70 Zähnen) keine Probleme. Der Schutzring meines 54-er Blattes hat einen Radius von knapp 12 cm, bei einer Standardkurbel hat man 170 mm oder 175 Kurbellänge, sowie ca. 15 mm für das Pedalauge, so daß am Ende für ein noch größeres Blatt wenigstens 185 mm - 120 mm = 65 mm Differenz übrig bleiben. Zwei Zähne mehr sind ca. 8 mm zusätzlicher Radius....
Daß die Dual Drive so schwer sein soll, kann ich kaum glauben, wenn man die Prospekt-Angaben von Dahon vergleicht : Jetstream P8 (Sram X7) steht da mit 12,0 kg und das Jetstream EX (3x8 DualDrive X9) mit 11,7 kg zu Buche. Auch wenn ich blauäugig nicht alles glaube, was wegen der Gewichte im Prospekt steht, so meine ich , daß der "Schummel-Faktor" bei derselben Firma konstant ist. Natürlich sind einige Komponenten unterschiedlich und vielleicht auch leichter. Die Firma SRAM behauptet jedenfalls, daß ein Dual Drive Schaltsystem gegenüber einem herkömmlichen ca. 250 g leichter ist. Dichtung und Wahrheit..., schon Goethe schrieb vor 200 Jahren darüber.
Auch der Effizienz-Verlust hält sich in Grenzen (Zumindest im direkten (= zweiten) Gang ). Der Effizienzverlust durch Kettenschräglauf wird häufig überschätzt, die maximalen Reibungsverluste durch den Schräglauf liegen unter 1 % des Gesamtwirkungsgrades. Als ernsthaftes Problem sehe ich da schon das Abspringen der Kette, zumindest bei häufigem Vorkommen dürfte so etwas ziemlich nerven. Frage an Pibach "Hast Du da persönliche (schlechte) Erfahrungen ?" Ich bin neugierig, da ich ein solches Problem als langjähriger Getriebe-Naben-Fahrer nicht kenne.
Was "Eingang oder Gangvielfalt" anbetrifft : Ich brauch eigentlich auch nur einen, nämlich den mit der angemessenen Entfaltung. Meistens spielt da leider das befahrene Gelände nicht mit.
Wie aus Deinen Ausführungen zu entnehmen, bist Du als "Flachland-Tyroler" bekennender Eingang-Fan, so daß es mich wundert, daß der Landeshauptmann in Innsbruck Dir nicht das "Ehren-Tyrolertum" angetragen hat. Vielleicht ist er auch unschlüssig, da es in der Gegend um Innbruck viele Berge mit großen Steigungen und großem Gefälle hat. Es könnte ein falscher Eindruck entstehen."Ötzi" war auch ein Flachland-Tyroler. Wer sonst wäre mit Sandalen in den Gletscher gegangen ? Wer sonst würde mit einem Eingang den Großglockner hinauffahren wollen ?
MfG EmilEmil
Wenn Raffineur mit seinem Rad Touren fährt und nicht unbedingt "Mountainbiken" wiil, hat er mit der Bodenfreiheit von großen Kettenblättern ( > 50 und < 70 Zähnen) keine Probleme. Der Schutzring meines 54-er Blattes hat einen Radius von knapp 12 cm, bei einer Standardkurbel hat man 170 mm oder 175 Kurbellänge, sowie ca. 15 mm für das Pedalauge, so daß am Ende für ein noch größeres Blatt wenigstens 185 mm - 120 mm = 65 mm Differenz übrig bleiben. Zwei Zähne mehr sind ca. 8 mm zusätzlicher Radius....
Daß die Dual Drive so schwer sein soll, kann ich kaum glauben, wenn man die Prospekt-Angaben von Dahon vergleicht : Jetstream P8 (Sram X7) steht da mit 12,0 kg und das Jetstream EX (3x8 DualDrive X9) mit 11,7 kg zu Buche. Auch wenn ich blauäugig nicht alles glaube, was wegen der Gewichte im Prospekt steht, so meine ich , daß der "Schummel-Faktor" bei derselben Firma konstant ist. Natürlich sind einige Komponenten unterschiedlich und vielleicht auch leichter. Die Firma SRAM behauptet jedenfalls, daß ein Dual Drive Schaltsystem gegenüber einem herkömmlichen ca. 250 g leichter ist. Dichtung und Wahrheit..., schon Goethe schrieb vor 200 Jahren darüber.
Auch der Effizienz-Verlust hält sich in Grenzen (Zumindest im direkten (= zweiten) Gang ). Der Effizienzverlust durch Kettenschräglauf wird häufig überschätzt, die maximalen Reibungsverluste durch den Schräglauf liegen unter 1 % des Gesamtwirkungsgrades. Als ernsthaftes Problem sehe ich da schon das Abspringen der Kette, zumindest bei häufigem Vorkommen dürfte so etwas ziemlich nerven. Frage an Pibach "Hast Du da persönliche (schlechte) Erfahrungen ?" Ich bin neugierig, da ich ein solches Problem als langjähriger Getriebe-Naben-Fahrer nicht kenne.
Was "Eingang oder Gangvielfalt" anbetrifft : Ich brauch eigentlich auch nur einen, nämlich den mit der angemessenen Entfaltung. Meistens spielt da leider das befahrene Gelände nicht mit.
Wie aus Deinen Ausführungen zu entnehmen, bist Du als "Flachland-Tyroler" bekennender Eingang-Fan, so daß es mich wundert, daß der Landeshauptmann in Innsbruck Dir nicht das "Ehren-Tyrolertum" angetragen hat. Vielleicht ist er auch unschlüssig, da es in der Gegend um Innbruck viele Berge mit großen Steigungen und großem Gefälle hat. Es könnte ein falscher Eindruck entstehen."Ötzi" war auch ein Flachland-Tyroler. Wer sonst wäre mit Sandalen in den Gletscher gegangen ? Wer sonst würde mit einem Eingang den Großglockner hinauffahren wollen ?
MfG EmilEmil
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Pibach
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Das Abspringen entsteht nur bei Schräglauf plus"Welle" durch die Kette (z.B. durch Bodenunebenheiten hervorgerufen). Hatten dazu mal einen Thread. Stört etwas, kann man aber mit Fahrtechnik im Zaum halten. Bei Getriebenaben (ohne Spanner) tritt das natürlich dann nicht auf. Liegt wohl auch an den Zähnen (Steighilfe, Abflachung der Spitze).EmilEmil hat geschrieben:Als ernsthaftes Problem sehe ich da schon das Abspringen der Kette, zumindest bei häufigem Vorkommen dürfte so etwas ziemlich nerven. Frage an Pibach "Hast Du da persönliche (schlechte) Erfahrungen ?" Ich bin neugierig, da ich ein solches Problem als langjähriger Getriebe-Naben-Fahrer nicht kenne.
Und in den Bergen oder auf Touren bevorzuge ich auch üppig Gänge, obwohl es da einige Spezialisten gibt, denen auch dann Singlespeed reicht, scheint also kein prinzipielles Problem (Physik) sondern erher Fahrtechnik/Gewöhnung/Kondition zu sein.
Dual Drive Nabe wiegt 970g, also schon klar mehr als normale Nabe, Umwerfer und Kettenblatt.
Die Gewichtsangaben von Dahon sind durch die Bank falsch (ichvermute mal mit mal ohne Pedale, Gepäckträger,oder wasauchimmer) - daher lieber Einzelgewichte addieren.