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Beleuchtung: Von ersten Überlegungen bis zum Kauf und dem ersten Eindruck sowie weitere Entwicklung

Es muss nicht immer gleich die Werkstatt sein. Do-It-Yourself!
EmilEmil
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Beleuchtung: Von ersten Überlegungen bis zum Kauf und dem ersten Eindruck sowie weitere Entwicklung

Beitrag von EmilEmil » Mi 18. Nov 2015, 20:04

Zunächst mal zur Forums-Einteilung:
Da wir hier über Falträder reden: Der überwiegende Teil wird als Verkehrs- oder Transportmittel benutzt (jedenfalls nicht oder nur im Ausnahmefall als apriori Wettbewerbsrad wie Rennräder oder Mountainbikes). Wobei Mountainbikes überwiegend auch nicht als Wettbewerbsrad eingesetzt werden :roll: .
Eine StVZO-konforme Ausstattung gehört daher zur Grundausstattung der Falträder. Deswegen ist die Beleuchtung (anders als zB Kotflügel oder Gepäckträger, die als Zubehör eingeordnet werden müssen) ein Fahrradteil wie Rahmen, Gabeln ,Reifen oder die Laufräder u.a. :). Eine Gruppe "Fahrradteile" fehlt in der Forums-Einteilung bisher.
Daher ordne ich meinen Beitrag über Beleuchtung lieber in Umbau als in Zubehör ein. :D
Wer eine Fahrrad-Beleuchtung braucht, muß (welch triviale Weisheit !) gewisse Entscheidungen treffen.
Die erste Entscheidung ist, ob man zur Energieversorgung ein Kraftwerk (Dynamo) nimmt oder, ob auch ein Energie-Speicher (Akku) für diesen Zweck ausreicht. Klar dürfte sein, daß ein Radler, der täglich zweimal (Weg zur Arbeit o.ä.) auf eine Beleuchtung angewiesen ist, mit einem Nabendynamo am besten fährt. Nabendynamos sind Betriebs-sicher und haben Wirkungsgrade bis über 70% und mit einer elektrischen Leistung von 3 [Watt], genauer davon 2,4 [Watt] für die Front, kann man inzwischen auch eine ordentliche Front-Beleuchtung bauen und diese auch kaufen. Zur Orientierung nenne ich die Werte 80 [Lux] (= Auftreff-Helligkeit) und 200 [Lumen] (= Lichtstrom einer Lichtquelle). Mit 2,4 [Watt] können derzeit etwa 200 [Lumen] erreicht werden. Wieviel Entwicklungspotential die LED-Technik in Zukunft bereit stellt, möchte ich hier nicht thematisieren. Auch Angaben über "Fahrrad-Lampen" mit 2000 [Lumen], die im Internet herum geistern, können dies nur mit höherer elektrischer Leistung erbringen. Nach einfacher Rechnung braucht man dafür 24 [Watt]. Fahrrad-Dynamos für diese Leistungs-Klasse gibt es nicht, da die dann einfach zu groß und zu schwer werden. Von den Kosten gar nicht zu reden. Das geht dann nur mit Energie-Speichern (Akkus), die ebenfalls groß, schwer und Kosten-trächtig sind. Für eine 24 [Watt]-Frontlampe mit 6 [Volt] Nennspannung müßte der Akku dann ca 4 [Ampere] Stromstärke bereitstellen. Für 3 stündige Einsatz-Zeit ist man dann mit 12 Ah-Stunden bei einer Motorrad-Battery.
Ein Dynamo mit 70 % Wirkungsgrad zapft der Muskel-Leistung des Radlers für 3 [Watt] Beleuchtung etwa 4,3 [Watt] ab, was selbst für einen schwachen Einkaufs-Radler mit 60 [Watt] Dauerleistung zu verkraften ist. Die alten Seitenläufer-Dynamos mit 25 % Wirkungsgrad brauchten dafür 12 [Watt].
Auch, wer nur gelegentlich Beleuchtung benötigt, ist mit einer Dynamo-gestützten Energieversorgung ausgezeichnet bedient. Die (ständige ?) Beobachtung (Ladezustand des Akkus) der Energie-Versorgung entfällt, und das System ist Betriebs-sicher sowie jederzeit abrufbar.
Wenn die Dynamo-gestützte Energieversorgung für täglichen und seltenen Betrieb optimal ist, warum gibt es dann überhaupt Energiespeicher (Akku-Batteryen) für den gleichen Zweck ?
Die Antwort ist einfach: Weil eine Battery (Amerikanisch = Akku oder Einmal-Batterie) auch an mehreren Rädern benutzt werden kann, bzw, es gilt Ähnliches für zwei Laufradsätze.
Selbst eine hochwertige Frontleuchte aus der Battery-Ecke kann unter Verwendung zweier zB fest installierter Halter an zwei Rädern verwendet werden. Die, die gerne mit Gummiringen eine Befestigung herstellen, kann man nun nicht wirklich ernst nehmen. Höchstens für den Fall, daß sie einen mal wieder blenden.
Nun stand ich selbst seit der Vollendung meines Fitness-Rades (Ostern 2015) vor der Entscheidung, welche Beleuchtung soll es konkret sein.
In die Auswahl kam ein B&M Cyo-Premium-Scheinwerfer, 80 Lux, (ca 55 €) mit einem Sekula Rücklicht (ca 17 €) an einem Shutter Precision SD-8 ca (100 €), also Gesamtpaket ca 172 €. Dazu weiterhin neue (passende) Speichen. Das Einspeichen hätte ich selbst erledigt.
Knackpunkt war der Preis vom Nabendynamo, da ich wegen eines zweiten Laufradsatzes einen zweiten gebraucht hätte. Außerdem wollte ich für ein Rad, das als Verwertungs-Objekt von vorhandenen Teilen aufgebaut wurde, nicht schon wieder weitere Teile (Speichen und Naben) für die Kiste produzieren.
Da seit 2013 Akku- (Batterie-) Beleuchtung nach StVZO an allen Rädern gestattet ist, habe ich mich in diesem Bereich mal umgesehen. Sehr schnell war klar, daß es dann die E-BIke (= 6-42 [Volt] Gleichstrom-Version des B&M Cyo-Premium-Scheinwerfer (ca 55 €) mit einem Sekula Rücklicht (ca 17 €) werden könnte. Bei dem Akku hätte ich gern 2 18650-Zellen (je 3,7 [Volt] und 3,4 [Ah]) genommen.(Preis Netzteil inclusive 2 Zellen ca 36 €), im Gesamtpreis wäre eine Summe von 108 € (Exclusive Ausgaben für Akku-Behälter) zusammengekommen.
Da möcht ich @P.Pibach loben, der sich seit einiger Zeit für diese neuere Art (LiIon-Akku) eingesetzt hat.
Von der Energiedichte, Selbstentladung und vom Gewicht her sind diese den klassischen NiMh-Zellen deutlich überlegen. Leider hat sich das bei den Herstellern noch nicht herumgesprochen.
Für mich wäre dafür ein Ladegerät zu kaufen gewesen . Dazu war ich schon bereit. Wirklicher Knackpunkt war aber der Akku-Behälter. Am Markt zu kaufen gibt es für das Fahrrad bisher noch nichts. Also selber Bauen. Da schwebte mir eine Stabbattery mit 2 seriellen Zellen vor, die ich gern von oben in das Gabelschaftrohr hinein gehängt hätte. Mit einiger Rumfrickelei wäre das evtl auch gegangen. Die käuflichen Standard-Aufnahmen (Zellen-Behälter, viereckiger Querschnitt, abgerundete Kanten) waren leider in der Diagonalen um Millimeter zu groß und es gab sie auch nicht im seriellen 2-er-Pack.
Deshalb konzentrierte ich mich zuletzt auf die erprobte NiMh-Akku-Technik mit AA-Zellen (Mignon-Zellen). Einmal verwendbare Zellen (Obwohl das im Notfall möglich ist und hilfreich sein kann) kamen nicht in Frage genausowenig wie Standard-NiMh-Zellen. Deren Selbstentladungsrate (Nach 1 Tag nur noch 80 % Kapazität, nach 5 Wochen gar keine) ist zu groß, um nicht in den Überwachungs-Stress zu geraten. Die seit 2012 erhältlichen Eneloop-Akkus versprachen da die Lösung. Und richtig, es gibt sie seit gut einem Jahr sogar als Eneloop Pro-Version mit einer Kapazität von 2,45 [Ah] und geringer Selbstentladung (Nach einem Jahr noch 85 % Kapazität bei Nichtgebrauch). Das sind dann immer noch 2,08 [Ah]. Mit 4 Zellen in Reihe erreiche ich ca 5,0 [Volt] und benötige für 2,4 [Watt] einen Strom von ca 0,5 [Ampere]. Damit bleibt nach einem Jahr noch eine Betriebsdauer von 4,16 [h] , konservativ gerundet (abgerundet) auf 3,5 [h], möglich. Das ist im Hinblick auf meine Fahrstrecken (vorwiegend am Tag, wenige Male im Herbst bei Dunkelheit) ausreichend.
An Akku-Leuchten wurde hier im Forum die Philips Frontleuchte Safe Ride 80 [Lux] mit integriertem Battery-Behälter und Lenker-Befestigung positiv erwähnt. Leider wird diese nicht mehr hergestellt, und der offizielle Preis (nicht der Abverkaufspreis von 2014) von ca 100 € wäre mir auch zu viel gewesen.
In die engere Auswahl kam dann die B%M Ixon IQ Premium (80 [Lux]). Die hat auch einen integrierten Behälter für 4 x AA-Zellen und darüber hinaus kann eine Befestigung für die Gabelbrücke nachgerüstet werden. Diese Lampe kostet nackt 54 €, der Gabelbrücken-Halter nochmal 8 € (sehr teuer :roll: ) und ein weißes Katzenauge (mußte noch angepasst werden) auch nochmal 7 € (sehr teuer :roll: ). Passend zu den 4 x AA-Zellen wurde ein B&M Rücklicht Relite für 2 x AA-Zellen (12 €) gekauft. Natürlich wurden hier auch welche von der Eneloop-Bauart eingesetzt. Die 6 Eneloop Pro schlagen mit 24 € zu Buche.
Der Gesamtpreis ist dann 105 €. Für die Aufladung der Akkus steht in meinem Fundus ein ordentliches Ladegerät zur Verfügung (Kostete zu DM-Zeiten 130 [DM] :!: ).
Die ersten (Probe-) Fahrten sind absoviert. Leucht-Teppich und Helligkeit sind gegenüber den von mir im Gebrauch befindlichen Cyo (40 [Lux]) Scheinwerfer deutlich verbessert. Alle Kritiken zu Leuchtteppich und Helligkeit, die ich im Netzt lesen konnte, waren positiv.
Eine verbesserungswürde Festigkeit des Halters für die Gabelbrücke oder der Klemmung konnte von mir auch nicht festgestellt werden. Die geäußerte Kritik bezieht da evtl auf den Lenkerhalter.
Trotzdem muß ich sagen, daß die Anbringung der Halter-Klemmung am hinteren Ende der Lampe (und nicht mittig, gleich unter dem Schwerpunkt) schon den Eindruck "Auf-Kante-genäht" vermittelt. Irgendwann bekomme ich einen Rappel und säge das Befestigungs-Auge am Halter ab und drehe es um 180 [Grd] in die Mitte.
Ein erstes Fazit ist große Zufriedenheit. Weitere Einzelheiten aus der Praxis (ZB über die wichtige Battery-Kapazität) gibt es im nächsten Frühjahr. Anschließend einige Bilder zum Anbau, zum Battery-Wechsel und zum Rücklicht.
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MfG EmilEmil
Zuletzt geändert von EmilEmil am Mi 22. Jan 2020, 23:53, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Beleuchtung: Von ersten Überlegungen bis zum Kauf und dem ersten Eindruck

Beitrag von Motte » Mi 18. Nov 2015, 21:30

Dann bin ich mal gespannt, wie sich das im Alltag so macht. Cyo Premium hab ich (für Nabendynamo) ja auch an 2 Falträdern verbaut - das Leuchtbild ist super und die Lampe im Alltag schön schlicht und unauffällig.

Bei den dicken Batterieknubbellampen hab ich immer Bedenken, ob deren Gewicht nicht die filigrane Befestigung überfordert. Zu Zeiten der Halogenlämpchen hab ich mal 4 Akku Zellen vom Typ "Baby" in ein Rohr aus dem Sanitärbereich gepackt (Wasserzulaufrohr- WC passte haargenau), schwarz lackiert und in die Pumpenhalterung (gesichert mit Klett) gesteckt. Für das Material bekommt man nämlich passende Endhülsen und Spezialkleber. Das hat viele Jahre gehalten und wurde erst entsorgt, als die Nabendynamos brauchbar wurden. (Ist mir wieder eingefallen als ich an deinem Rad die schwarze Pumpe sah)

Gruß

Udo

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Re: Beleuchtung: Von ersten Überlegungen bis zum Kauf und dem ersten Eindruck

Beitrag von C2M » Mi 18. Nov 2015, 23:32

Für mich wäre eine Dynamo-Beleuchtung mit einem Velogical-Felgenläufer unter der Prämisse der Verwendbarkeit eines zweiten Laufradsatzes, angesichts des Gewichtes aller Bauteile und der Notwendigkeit, zum Laden die Akkus sämtlich recht umständlich entnehmen und in ein Ladegerät einlegen zu müssen, wohl die bessere Wahl. Dazu vorn ein Lumotec Eyc (50 Lux), dessen Lichtverteilung und Helligkeit ich ebenso beeindruckend wie ausreichend finde, und hinten etwas ähnlich kleines, z. B. das Sattelstützen-Rücklicht von SON.
Wenn Akku-Beleuchtung, die zur Zeit jedenfalls noch immer auf einen Kompromiss hinausläuft, dann m. E. möglichst klein und leicht, komplett abnehm- und via USB (zu Hause oder am Arbeitsplatz) aufladbar.

Gruß
Christian

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Re: Beleuchtung: Von ersten Überlegungen bis zum Kauf und dem ersten Eindruck

Beitrag von derMac » Do 19. Nov 2015, 00:05

EmilEmil hat geschrieben:Mit 2,4 [Watt] können derzeit etwa 200 [Lumen] erreicht werden. Wieviel Entwicklungspotential die LED-Technik in Zukunft bereit stellt, möchte ich hier nicht thematisieren. Auch Angaben über "Fahrrad-Lampen" mit 2000 [Lumen], die im Internet herum geistern, können dies nur mit höherer elektrischer Leistung erbringen. Nach einfacher Rechnung braucht man dafür 24 [Watt]. Fahrrad-Dynamos für diese Leistungs-Klasse gibt es nicht, da die dann einfach zu groß und zu schwer werden. Von den Kosten gar nicht zu reden. Das geht dann nur mit Energie-Speichern (Akkus), die ebenfalls groß, schwer und Kosten-trächtig sind. Für eine 24 [Watt]-Frontlampe mit 6 [Volt] Nennspannung müßte der Akku dann ca 4 [Ampere] Stromstärke bereitstellen. Für 3 stündige Einsatz-Zeit ist man dann mit 12 Ah-Stunden bei einer Motorrad-Battery.
Nich jeder der mehr als 200 Lumen haben will braucht gleich 2000. ;) Bei Lupine sieht man immer recht gut was der Aktuelle Stand in Sachen Lumen, Leuchtdauer und Gewicht ist. Leider stellen die keine StVO-konformen Lampen her. Ich würde mir ja 200-300 Lumen Abblendlicht und so knapp 1000 Lumen Aufblendlicht wünschen (für alles außer nachts auf engen Wegen durch den Wald heizen, dafür hätte man dann gern noch etwas mehr - mach ich aber nicht).

Für hinten finde ich Akkulampen übrigens in fast allen Fällen ausreichend, da sie ziemlich lange ohne Batteriewechsel leuchten.
Wenn Akku-Beleuchtung, die zur Zeit jedenfalls noch immer auf einen Kompromiss hinausläuft, dann m. E. möglichst klein und leicht, komplett abnehm- und via USB (zu Hause oder am Arbeitsplatz) aufladbar.
Momentan läuft IMO alles an Fahrradlicht noch auf einen Kompromiss hinaus. Aber der wird immer geringer und sieht natürlich bei verschiedenen Leute unterschiedlich aus.

Mac

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Re: Beleuchtung: Von ersten Überlegungen bis zum Kauf und dem ersten Eindruck

Beitrag von EmilEmil » Do 19. Nov 2015, 00:46

Sowohl Frontlampe als auch Heckleuchte sind wegen Schienenbefestigung und Fixierung mit elastischer Nase (Schnapphaken) leicht demontierbar (ZB bester Diebstahlschutz !) . Die Frontlampe hat dazu noch eine Ladebuchse für einen Koaxstecker. Es empfiehlt sich aber, bei Vorhandensein eines 4-Schacht-Ladegeräts (wie bei mir) dieses zu benutzen, da die einzelnen Zellen gleichmäßiger geladen werden.
Wünschen kann man sich so einiges. Irgendwann muß man eine Entscheidung fällen. Immer den letzten Stand der Technik abzuwarten, ist sicher suboptimal. Wenn man Pech hat, kommt der Fortschritt erst nach 50 Jahren oder im Stakkato alle 12 Monate........

MfG EmilEmil

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Re: Beleuchtung: Von ersten Überlegungen bis zum Kauf und dem ersten Eindruck

Beitrag von Motte » Do 19. Nov 2015, 08:51

Und seien wir mal ehrlich; bei vielen ist "Höher, schneller, weiter" auch nur ein modischer Selbstläufer.
(dem wir alle hin und wieder erliegen)

Auf festem Grund ist die heutige Lichttechnik schon recht gut. Ich gebe aber zu, dass mir die "weniger fleckige" (also homogenere) Ausleuchtung des Edelux II besser gefällt - leider hat der kein Tagfahrlicht. Den Fotos nach scheint der neue (noch nicht lieferbare) BuM IQ-X im Nahbereich nicht so zu überstrahlen, wie die meisten anderen Scheinwerfer. Es gäbe also auch so noch genug zu verbessern ohne großartig heller werden zu müssen.

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Re: Beleuchtung: Von ersten Überlegungen bis zum Kauf und dem ersten Eindruck

Beitrag von C2M » Do 19. Nov 2015, 09:47

Motte schrieb:
"Und seien wir mal ehrlich; bei vielen ist "Höher, schneller, weiter" auch nur ein modischer Selbstläufer."

Das stimmt wohl.

Mit dem Faltrad verschlägt es mich nachts zumindest noch nicht in mir unbekannte Wälder, für deren Durchquerung Lichtkanonen und externe Akkupacks mit halbmeterlanger Kabelage hilfreich sein mögen.

Auf meist "urbanen" Straßen und Wegen reicht (für mich) der Schein des Owleye (jetzt wohl Litecco) Hilux 30. Dessen Licht ist hinreichend weit und breit und gleichmäßig in der Fläche, auch im Nahbereich.
Die Halterung ist zwar simpel, aufgrund des geringen Gewichts verdreht sich der Scheinwerfer jedoch auch auf Rüttelstrecken nicht von selbst.
Leider wird die Akkureserve erst sehr spät (durch eine rote Diode) angezeigt; schaltet man dann nicht auf den Sparmodus um, kann das Licht unerwartet verlöschen.
Dafür verschwindet er bei Nichtgebrauch in jeder noch so kleinen Tasche, der (austauschbare) Akku ist über Micro-USB innerhalb kurzer Zeit aufladbar und das Gehäuse so unscheinbar, dass der Strahler auch mal am geparkten Rad vergessen werden kann, ohne danach gleich weg zu sein.

Gruß
Christian

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Re: Beleuchtung: Von ersten Überlegungen bis zum Kauf und dem ersten Eindruck

Beitrag von derMac » Do 19. Nov 2015, 11:35

Motte hat geschrieben:Und seien wir mal ehrlich; bei vielen ist "Höher, schneller, weiter" auch nur ein modischer Selbstläufer.
(dem wir alle hin und wieder erliegen)
Ja. Als urbanen Test kann ich bei dir in der Gegend empfehlen, mal Erzbahntrasse nachts bei Neumond und Nässe mit hoher Geschwindigkeit zu fahren. Wer dann sagt, dass er keinerlei Verbesserungswünsche an seiner Lampe hat, hat wohl die zumindest für den Einsatz auf befestigten Wegen perfekte Lampe gefunden (wir schließen dabei mal aus, dass die Lampe andere blendet).

Mac

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Re: Beleuchtung: Von ersten Überlegungen bis zum Kauf und dem ersten Eindruck

Beitrag von C2M » Do 19. Nov 2015, 16:56

Habe ein etwas schlechtes Gewissen, eventuell die Ursache für das beginnende Abgleiten dieser Diskussion in allgemeine und Grundsatzfragen gesetzt zu haben.
Das Beleuchtungskonzept von EmilEmil und seine Umsetzung finde ich gut gelungen, keine Frage. Für nur gelegentliche Dämmerungs- und Nachtfahrten braucht es keine fest installierte Dynamo-Lichtanlage.
Mir wär´s nur schon etwas "too much" aus den weiter oben dargelegten Gründen.
Gespannt bin ich aber auch, wie es sich in der Praxis bewähren wird.

Gruß
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Re: Beleuchtung: Von ersten Überlegungen bis zum Kauf und dem ersten Eindruck

Beitrag von Motte » Fr 20. Nov 2015, 09:36

Sie gleitet ja nicht ab. Es geht im Kern um die Frage - wer braucht was?
Dass nicht alle das Gleiche brauchen, dürfte klar sein. Glaube nicht, dass Emili Emil hier im Thread nur seinen eigenen Startbeitrag sehen wollte. Wenn doch, kann er es ja sagen.

Ich bin bei ähnlicher Ausgangslage zu einem anderen Schluss gelangt und habe alle meine Räder mit einer (für mich) ausreichenden Lichtanlage mit Nabendynamo ausgestattet.
Meine Gründe - die Emilemil zum Teil ja auch aufgegriffen hat:

Ich fahre regelmäßig und häufig im Alltag in der Großstadt.Ich brauche eine Lichtanlage, die ohne viel Gefummel immer betriebsbereit ist. Wenn ich mit Gästen fahre, wären eh mehrere Lichtanlagen nötig. Ich möchte mir die Überlegung bei einem kurzen Stopp, wann ich eine Akkulampe abziehen muss und wann nicht, ersparen. Auch wenn neue Akkus leichter und unkomplizierter im Umgang sind als die der früherer Jahre - ans Laden denken muss man trotzdem. Im Herbst/Winter endet eine spontane Fahrt sehr schnell im Dunkel - wenn dann der nicht geladene Akku "sein Leben aushaucht" wäre das hier im Verkehrsgetümmel weniger gut.

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