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"Bergritzel" am Dahon Speed oder Mu

Es muss nicht immer gleich die Werkstatt sein. Do-It-Yourself!
Spitz
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"Bergritzel" am Dahon Speed oder Mu

Beitrag von Spitz » Fr 7. Aug 2015, 18:18

Hallo,

meine Überlegungen zum Dash haben eine frühere Idee wieder aufleben lassen, nämlich mein Dahon Speed oder My mit einem sogenannten "Berg-" oder "Adapterritzel" mit 40 oder 42 Zähnen auszustatten: http://www.bike-magazin.de/service/schr ... 21987.html
http://fitfortrails.blogspot.de/2014/06 ... nbike.html

Damit ließe sich die Entfaltung auch bei 1 x 9 oder 1 x 10 deutlich erweitern, mit relativ geringem finanziellen und technischem (Umbau-)Aufwand. So ein Adapter-Ritzel ist schon für unter 50 € zu bekommen, geeignete Schaltwerk gibt es in jeder Preisklasse, auch günstig. Dann wird, wenn man das vordere Kettenblatt nicht gleichzeitig verkleinert, vermutlich eine längere Kette fällig (Verschleißteil). Also ca. 70-80 €.

Ich gehe davon aus, dass sich ein sogen. 10-fach Adapter-Ritzel mit 40 oder 42 Zähnen mit einem 9-fach Spacer auch innen an eine 9-fach Kassette packen lässt, wenn man ein anderes Ritzel dafür zu entfernt. Bei Randritzeln ist das ja erfahrungsgemäß kein Problem.
Selbst auf einer 7-fach-Nabe passt eine 9-fach Kassette, wenn man ein Ritzel entfernt: http://www.wikipedalia.com/index.php?ti ... auf_Sieben
Man hat dann mit dem 9-fach-Schalthebel 8 Gänge.
Nur die Abstufung wäre dann nicht so fein, wie bei 10-fach.

Zumindest bei einer Kombination von Singelspeed vorn und 11-40 hinten reicht wohl ein mittellanger Schaltarm (zum 42er Blatt habe ich spontan keine Angaben gefunden, aber eine Kapazität von 31 Zähnen ist ja nicht wirklich viel). Ließe sich demnach auch am 20-Zöller verbauen...oder?

Fragen:
1. Liege ich mit meinen Uberlegungen richtig oder wo wären Stopersteine, eventuelle technische Probleme oder habe ich sonst irgendwas übersehen?
2. Hat das schon jemand hier gemacht und wie sind die Erfahrungen damit? (Mit der Suchfunktion wurde ich im Forum spontan nicht fündig...)

Grüße
Spitz

Edit: Eine Kassette von 11-40 Zähnen bringt doch schon eine deutlich brauchbarere Entfaltung: http://www.j-berkemeier.de/Ritzelrechne ... e+rt=false
1,82 m bergauf gegenüber 2,25 m bei einer 9-fach Standard-Kassette mit 11-34 Zähnen (und vorn 50-Zähne-Zahnkranz): http://www.j-berkemeier.de/Ritzelrechne ... e+rt=false

Pibach
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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder My

Beitrag von Pibach » Sa 8. Aug 2015, 00:15

Ich hätte da Bedenken hinsichtlich Ritzelabstand, Schaltperformance, Abstufung, Gewicht im Verhältnis zum Preis. Am Faltrad macht sich auch short cage Schaltwerk besser.
Würde die jetzigen Komponenten runter fahren und dann durch 10 fach 11-36T ersetzen. Shiamano XT liegt z.B. bei 41,- EUR. Das ist soweit ich weiß derzeit der beste Komprimiss, das anderen noch sehr teuer/unausgereift.

Spitz
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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder My

Beitrag von Spitz » Di 18. Aug 2015, 00:18

Pibach hat geschrieben:Das ist soweit ich weiß derzeit der beste Komprimiss, das anderen noch sehr teuer/unausgereift.
Na ja, offensichtlich sind diese 40 und 42 Zähne-Adapterritzel schon einige Jahre auf dem Markt, inzwischen vielfach verkauft und die Berichte von Leuten, die es ausprobiert haben, erzählen davon, dass es (bei Ein- und Zweifach-Kettenblättern vorn) wohl funktioniert. Daher fand ich es naheliegend, hier nach eventuellen praktischen Erfahrungen zu fragen.

Bei der Abstufung wird man natürlich größere Sprünge hinnehmen müssen. Wenn man nicht leistungsorientiert-sportlich fahren will, ist das aber auch kein großes Problem. Ich wähle dann eher die geringere Geschwindigkeit, um in der optimalen Frequenz treten zu können.

Übrigens gab es das Konzept eines übergroßen größten Kettenblattes bzw. eines "Sprunges" dahin schon früher. Die alten sogenannten "Megarange"-Ritzelpakete hatten/haben oft Sprünge von bis zu 10 Zähnen zum nächst kleineren: https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=megarange
Es war und ist praktisch das Prinzip des "Rettungsringes" bergauf. Dann geht man vom Gas, schaltet auf den "Berggang" und kurbelt gemächlich die Steigung hoch... Die Knie werden's einem danken. ;-)
http://www.rad-forum.de/topics/412848/R ... Post412848
Wie da schon beschrieben, würde auch ich die größeren Sprünge immer auf die größeren Ritzel legen, für die Anstiege. Beim zügigen Fahren in der Ebene sind mir persönlich feinere Abstufungen weit wichtiger, als bergauf.

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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder My

Beitrag von Motte » Di 18. Aug 2015, 08:18

Beim zügigen Fahren in der Ebene sind mir persönlich feinere Abstufungen weit wichtiger, als bergauf.
So ähnlich geht es mir auch. Daher würde ich immer alles so gestalten, dass es beim Hauptanwendungszweck optimal läuft. Das läuft dann m.M. nach auf eine grobe Vorwahl via Umwerfer (oder Getriebeumschaltung) hinaus. Große Sprünge hinten an den Ritzeln stören im Alltag (und schmerzen im Ohr, wenn man unter Last schalten muss). Wenn häufiger lange/steile Anstiege anstehen, dann würde ich lieber auf ein möglichst kleines Kettenblatt schalten und weiterhin die kleinen Sprünge hinten genießen um die optimale Trittfrequenz am Berg zu finden. Wenn ich wie eine Windmühle treten muss und mich dabei unwohl fühle, weil ich keinen gescheiten Zwischengang finde - ist das für mich ausgesprochen unangenehm. Dann lieber vorne 30/50 oder ein Schlumpf mit 1:2,5 oder seine Konkurrenten (wenn man da richtig auswählt, muss man ja nicht so oft schalten) - oder die schon erwähnte Dualdrive (wenn sie hinten rein passt)

Wenn ich sage - "so, nun ist es Zeit für den kleinsten Gang" dann sind das bei mir auch regelmäßig Situationen, wo ich unter Last schalten muss. Weil die Alternative dann Absteigen heißt.

Spitz
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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder My

Beitrag von Spitz » Di 18. Aug 2015, 14:57

Motte hat geschrieben:Dann lieber vorne 30/50
Wenn sich das (20 Zähne Differenz) tatsächlich schalten lässt, wäre das schon eine interessante Entfaltung von 1,35 bis 6,95 m: http://www.j-berkemeier.de/Ritzelrechne ... e+rt=false
Allerdings habe ich noch nicht gesehen, wie sich vorn bei einem Speed oder My ein Umwerfer anbringen lässt. Ich kenne da nur Lösungen mit Dualdrive.

Spitz

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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder My

Beitrag von Pibach » Di 18. Aug 2015, 15:00

Gibt für die Rahmen spezielle Schellen, so dass Umwerfer montiert werden können:
http://www.faltradforum.de/viewtopic.php?t=2133

EmilEmil
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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder My

Beitrag von EmilEmil » Di 18. Aug 2015, 16:38

Diese nachgerüsteten "Bergritzel" funktionieren, wie man im IBC-Forum lesen kann, so leidlich für relativ viel Geld. Da Shimano jetzt mit 11-fach und 11-40, bzw 11-42 für den üblichen 8,9,10-fach Freilauf nachgezogen hat (inzwischen auch für die XT-Gruppe), ist die Notwendigkeit angesichts der sehr teuren SRAM-Preise eine Bastel-Lösung zu etablieren, eigentlich nicht mehr vorhanden. Die Bastel-Lösung erfordert auch noch das Opfern eines Ritzels.
Ein Sprung von 34 oder 36 auf 40 bzw 42 Zähne ist prinzipiell machbar, da das Schaltwerk aber darauhin nicht konstruiert (Steighilfen, Schaltgassen....) wurde, muß man mit einer verschlechterten Schaltperformance rechnen.
Zudem hängt das Schaltwerk dann im Ganzen auch tiefer, so daß bei kleinen Laufrädern die notwendige Bodenfreiheit gefährdet sein könnte (Hab keine Lust, das jetzt genau auszurechnen !).
Dann könnte schon ein Schaltwerk mit mittlerem Käfig auf Kollisionskurs mit der Fahrbahn liegen.
Diesen Punkt würde ich auf jeden Fall vorher abschecken.
Ein 11-fach Ritzelpaket habe ich auch ins Auge gefaßt. Da warte ich noch ein Jahr, bis es das zB für die SLX-Gruppe gibt.

MfG EmilEmil

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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder My

Beitrag von Motte » Di 18. Aug 2015, 17:13

Es gibt meiner Meinung nach (eventuell) noch ein Problem, das ich in Ansätzen bei meinem Verge S 27 H (mit 9 Ritzeln) schon sehe. Bei vielen Ritzeln und breiten Reifen schleift irgendwann die Kette am Gummi des Reifens. Bei meinem Rad setzt der Rahmen da selbst noch keine Grenzen aber wenn ich vom 55er BA auf einen 60er BA wechseln würde, dann müsste (vermutlich) der beste Berggang geopfert werden.
Vermutlich, weil ich das nicht auf den Millimeter vermessen habe.

derMac
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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder My

Beitrag von derMac » Di 18. Aug 2015, 17:37

EmilEmil hat geschrieben:Diese nachgerüsteten "Bergritzel" funktionieren, wie man im IBC-Forum lesen kann, so leidlich für relativ viel Geld. Da Shimano jetzt mit 11-fach und 11-40, bzw 11-42 für den üblichen 8,9,10-fach Freilauf nachgezogen hat (inzwischen auch für die XT-Gruppe), ist die Notwendigkeit angesichts der sehr teuren SRAM-Preise eine Bastel-Lösung zu etablieren, eigentlich nicht mehr vorhanden.
Das seh ich ähnlich. Ich bin ja früher mal längere Zeit eine Megarange-Kassette gefahren. Eine akzeptable, aber nicht perfekte Lösung für Kassetten bis 7fach als Notritzel, aber schon ab 8fach hat es langsam nicht mehr gelohnt und bei den heutigen 10- und 11fach-Möglichkeiten lohnt es kaum noch. Der große Sprung stört doch etwas und schaltet auch deutlich ruppiger. Außerdem sind viele Schaltwerke nicht für Ritzel über 36 Zähne ausgelegt und funktionieren nur "so halbwegs". Wenn man ein geeignetes Schaltwerk kaufen will, kann man auch gleich alles sinnvoll umstellen, da es die eh erst ab 10fach gibt.

Wobei Shimano XT immer noch nicht wirklich günstig ist und Shimano seit 10fach leider ständig Gruppen baut, die zueinander inkompatibel sind (bis 9fach konnte man da fast alle "Rennrad"- und "MTB"-Teile mischen). Bei SRAM kann man mit "exact actuation" bei 10- und 11fach wieder fast alles mischen, allerdings haben die mit "x-actuation" auch einen Ausflug ins inkompatible gemacht :roll: . Neuerdings gibt es aber exact-actuation-Schaltwerke die 10-42 Kassetten schalten können und da wird es langsam spannend, weil man sich langsam wieder die Hebel und Schaltwerke zusammensuchen kann wie man will. Und die 10-42er Kassetten sind eigentlich für kleine Laufräder ideal, da man das Problem mit den notwendigen großen Kettenblättern, die eventuell nicht passen oder für die man keinen Umwerfer findet, nicht hat. Auch bei SRAM wird es erfreulicherweise langsam billiger, indem das in die günstigeren Gruppen durchgereicht wird (momentan ist es aber immer noch ziemlich teuer). Bei SRAM stört außer dem Preis für Falträdern nur noch ein klein wenig, dass die Schaltwerke sehr weit nach außen bauen, da sind die Shimano Shadow-Schaltwerke viel günstiger.

Mac

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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder My

Beitrag von Spitz » Di 18. Aug 2015, 17:42

Pibach hat geschrieben:Gibt für die Rahmen spezielle Schellen, so dass Umwerfer montiert werden können:
http://www.faltradforum.de/viewtopic.php?t=2133
Sehr interessant - das kannte ich noch nicht! Hab gleich mal nachgesehen: Beim Speed dürfte das relativ problemlos sein, beim My ist da nicht viel Platz. Daher gibt es für beide Räder wohl auch unterschiedliche Adapter: http://www.thorusa.com/accessories/special.htm

Wie es aussieht, müsste man sowas aber im außereuropäischen Ausland bestellen? In Deutschland habe ich spontan nur eine Quelle für eine 40 mm Umwerfersschelle gefunden: http://www.sub-4.de/1841515.htm Mit 69 € ziemlich teuer...

Allerdings haben mich die beschriebenen Varianten, die Kette mit der Hand umzulegen oder mit dem Fuß zu schalten oder gar mit dem Kettenschutzrohr (http://www.velomobilforum.de/forum/inde ... rne.21436/), auf die Idee gebracht, da eine Bastellösung auszuprobieren. Also eine selbst gebastelte Schelle mit einem geeigneten Umwerfer und einem nicht indexierten Reibungsschalter (habe ich in der Bastelkiste liegen). Immer noch besser, als mit dem Fuß oder per Hand umzulegen... ;-)

E-Type-Umwerfer fand ich auch interessant, gibt es aber anscheinend leider nur bis max. 44 oder max 46 Zähne Kettenblattgröße.

Spitz
Zuletzt geändert von Spitz am Di 18. Aug 2015, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.

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