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"Bergritzel" am Dahon Speed oder Mu

Es muss nicht immer gleich die Werkstatt sein. Do-It-Yourself!
Splithub
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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder Mu

Beitrag von Splithub » Di 13. Dez 2016, 00:55

Hallo,
bei original Shimano Capreo Naben ist der Freilauf etwas nach links in die Nabe verschoben um Platz fuer die Erweiterung zu schaffen. Wenn man die Naben direkt nebeneinander haelt sieht man es. Die Freilaeufe sind nicht untereinander tauschbar, es macht aber auch wenig Sinn da das mechanisch eigentlich die 10 - 20 Euro Klasse (pro Nabe) ist. Wenn man die Capreo Kassette laenger beobachtet, sieht man dass sie durchaus auch mal fuer 30 Euro oder weniger zu haben ist. Groesseres Kettenblatt ist einfacher und guenstiger. MfG

Motte
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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder Mu

Beitrag von Motte » Di 13. Dez 2016, 15:01

Ja, das mit dem Handicap hatte ich damals gelesen – aber zwischenzeitlich auch wieder vergessen.

Ich bin ja so ein Kopfmensch – der erst einmal den Bereich der maximalen und minimalen Entfaltung festlegt und guckt, wie man das überhaupt realisieren kann und was welche Lösung kostet. Dann gibt es einen ganz praktischen Bereich der Entfaltung für den Alltag – den sollte man ohne irgendwelchen Umschalt – Firlefanz fahren können.
Bei meinem ersten Falter wollte ich genau das – und hab es damals mit einer 7 Gang Nabe und einem Schlumpf Speed Drive realisiert. (Rohloff und Dual Drive ließen sich vom Rahmen her nicht ohne gewaltige Umbauten einsetzen). Bei der Wahl der Grundübersetzung hab ich bewusst auf Überschneidungen in jenem Alltagsbereich geachtet. So dass ich in jeder Stellung des Speed Drive auch anfahren und die normale Geschwindigkeit in der Stadt fahren kann. Ähnlich wie ein schlecht zu bedienender Umwerfer ist auch die Bedienung des „Löffels“ am Kurbelarm des Schlumpf Getriebes wenig intuitiv. (im Gegensatz zum Lenkerschalter). Den will man unterwegs nicht so oft bedienen (so war es auch später in der Realität – was ich in der Planungsphase nur vermutet hab).

Dann müsste deine Ideallösung ja eigentlich ein fein gestuftes „Getriebe“ hinten und eine Umschaltmöglichkeit vorn sein. Die wenigsten Probleme dürften Lösungen mit Nabenschaltungen machen – weil dann kein Kettenschräglauf und kein langer Spannarm dazu kommen. Und man kann die Kette kapseln.
Also z.B 2 x 8 oder 2 x 11 Gang. Und vorn Schlumpf oder Kappstein Dopio. Das hat den Vorteil auch im Stand in einem Rutsch durchschalten zu können. Oder so eine Lösung mit Doppelkettenblatt (damit war in Münster mal die Polizei unterwegs)

Oder eine 27 oder 30 Gang Dual Drive – hier gibt es einen Rechner dazu: http://www.franzschneck.de/Entfaltung/E ... echner.htm

Die sollte aber eigentlich alleine reichen. Damit bekommst Du doch locker einen Bereich von 1.2 Meter bis 7 Meter abgedeckt.

Spitz
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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder Mu

Beitrag von Spitz » Mi 14. Dez 2016, 00:38

Danke für die hilfreichen Antworten.
Splithub hat geschrieben:Wenn man die Capreo Kassette laenger beobachtet, sieht man dass sie durchaus auch mal fuer 30 Euro oder weniger zu haben ist.
Danke für den Tipp. Also wenn jemand eine günstig sieht...ich freue mich über einen Tipp... :-) Ich finde irgendwie gerade keine unter 40 € plus Porto. Dazu kommt ja noch der Preis für eine "normale" Shimano 9-fach (ca. 15 €), von der man die größeren Ritzel kanibalisiert. Ist für ein Verschleißteil schon recht teuer, finde ich, zumindest ist der Unterschied zur normalen 9-fach-Kassette schon sehr groß. (Das fertige Capreo-Lauftrad kostet etwa so viel wie die Capreo-Kassette)
Groesseres Kettenblatt ist einfacher und guenstiger. MfG
Ja und nein. Was mir an Capreo gefällt, ist z.B. die Gewichtseinsparung. Und man benötigt kein so langes Schaltwerk (bei 20 Zoll ja ein Vorteil), wenn das größte Ritzel nicht übermäßig groß ist und hat trotzdem eine breite Entfaltung.
Theoretisch könnte man es ja sogar auf 9 bis 40 Zähne aufrüsten, oder? Klar, dann geht kein kurzes Schaltwerk mehr, aber die Gesamtentfaltung der Kassette allein wird interessant: http://www.j-berkemeier.de/Ritzelrechne ... e+rt=false
Nachteilig wären nur die größeren Schaltsprünge, aber das ist bei reinen Getriebenaben genauso.
Vom geringen Gesamtgewicht her wäre diese Variante interressant und man braucht nur hinten eine Schaltung, vorn kann die Singlespeed-Kurbel bleiben.
Motte hat geschrieben:Ich bin ja so ein Kopfmensch – der erst einmal den Bereich der maximalen und minimalen Entfaltung festlegt und guckt, wie man das überhaupt realisieren kann und was welche Lösung kostet.
Ja, so gehe ich schon auch ran. Andererseits schaue ich auch: Was gibt es so für Möglichkeiten und was kann man damit machen und irgendwie damit "rausholen". Mir machen auch unkonventionelle Experimente Spaß, sowohl gedanklich als auch praktisch.
Außerdem spielt es auch eine Rolle, was sich finanziell günstig bis vertretbar umsetzen lässt.

Im Moment sieht es halt so aus, dass ich sowieso neue Hinterräder für mindestens zwei, evtl. drei meiner 20-Zöller benötige (Falter und Liegen). Weil mir die Felgen zu schmal sind. Und käuflich verfügbar zu sehr günstigem Preis sind im Moment 20-Zoll Laufräder mit 22 mm breiter Felge und folgenden Naben:
1. DualDrive
2. Nexus 8-Gang
3. Capreo
Daher überlege ich jetzt, erwäge hin und her und rechne durch. ;-)
Du hast ja auch die 8-fach-Nabenschaltung angesprochen. Schlumpf oder Kappstein Dopio vorn machen das aber preislich uninteressant.
Ich übellege nun, ob die Nexus allein an bestimmten Rädern was wäre. Aber da müsste ich erst mal die Entfaltung ermitteln und durchrechnen. Reine Nabenschaltung hätte bei einem Falter oder Alltagsrad den Vorteil, dass man die Kette voll kapseln könnte. Kein Dreck mehr...
Nexus hinten und Umwerfer vorn, macht wenig Sinn. Dann eher Dualdrive. Interessant wäre höchstens eine Nexus hinten und eine Zweifachkurbel ohne Umwerfer vorn. Und bei Bedarf (z.B. langer Anstieg) Kette mit der Hand oder dem Schuh umlegen. Okay, dann könnte man die Kette vorn nicht kapseln... :roll:

Am preisgünstigsten wäre das Paket mit DualDrive. Oder eben Kettenschaltung komplett mit Umwerfer vorn, am My mit dem erwähnten Umwerferadapter aus Asien. ;-)

Grüße
Spitz

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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder Mu

Beitrag von Spitz » Mi 14. Dez 2016, 01:19

Hab mal mit dem Übersetzungsrechner gespielt: Eine Nexus 8-Gang ergibt z.B. bei einem Kettenblatt mit 48 Zähnen vorn und einem Ritzel mit 18 hinten eine Entfaltung von 2,1 bis 6,4 m. Das ist für ein Stadtrad evtl. okay, für ein Tourenrad zu wenig.

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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder Mu

Beitrag von Motte » Mi 14. Dez 2016, 08:02

Klar - alleine hatte ich die auch gar nicht gemeint. Immer nur in Verbindung mit 2 Kettenblättern (oder einem Tretlagergetriebe) Dann muss bei 2 Kettenblättern auch ein Spanner her.
Damals gab es noch keine 11 Gang Nexus. Die eröffnet natürlich (mit 2 Kettenblättern) ganz andere Möglichkeiten. Normalerweise müsste die bei 1 Meter Entfaltung überlastet werden - wenn Du die aber eher nutzt um geringe Kräfte zu kompensieren, dann sollte das am 20 Zöller noch funktionieren.

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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder Mu

Beitrag von Spitz » Mi 21. Dez 2016, 00:55

Hm, mir erschließt sich jedoch der Vorteil der Kombination einer Nabenschaltung hinten und einer Kettenschaltung vorn mit zwei Kettenblättern nicht. Ich sehe eigentlich nur Nachteile: Man benötigt sowohl einen Umwerfer als auch einen Kettenspanner. Die Kette lässt sich kaum kapseln. Höheres Gewicht, höhere Kosten... Oder habe ich etwas übersehen?

Schlumpf oder Kappstein Dopio wären zusammen mit einer Nabenschaltung sinnvoll, sprengen aber meinen finanziellen Rahmen.

Bei einer DualDrive kann man dagegen auf die komplette Schaltung vorn am Tretlager verzichten. Das hat durchaus einige Vorteile.

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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder Mu

Beitrag von Motte » Mi 21. Dez 2016, 09:33

Niemand außer Dir weiß, wie Du genau fährst (also mit welchem Stil/Kraftaufwand), was Dir wirklich wichtig ist und ob Du nur nach günstigen Lösungen aus Prinzip suchst oder ob Du darauf angewiesen bist. Und ob bei Dir die Kapselung der Kette wichtig oder „nur“ nützlich ist. Insofern kann man nur Anregungen geben über andere als die Standard Lösungen nachzudenken. Ob deren Vorteile dann die Nachteile aufwiegen – ist eine sehr persönliche Entscheidung.

Mein persönlicher Favorit (auch in Bezug auf Preis-Leistung und Handhabung) ist die 27 Gang Dual Drive, mit Trigger Hebel und einem guten Schaltwerk (bei mir X7). Die war von Hause aus an meinem Tern Verge montiert und genügt meinen Ansprüchen vollauf. Ich finde sie komfortabler als die Dual Drive (24 Gang – ebenfalls mit X7 Schaltwerk) mit Drehschaltgriffen an einem anderen Faltrad. Für dich hätte so eine Lösung – gegenüber den Nabenschaltungen – den Vorteil auch später immer noch einfach und preiswert andere Kassetten mit anderen Gangsprüngen/Übersetzungen nutzen zu können.

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Re: "Bergritzel" am Dahon Speed oder Mu

Beitrag von Spitz » Mi 11. Jan 2017, 20:28

Ja, natürlich, da stimme ich dir vollkommen zu. Danke für die Anregungen! :-)

Wenn ich hier Vor- und Nachteile für mich abwäge, so soll das nicht heißen, dass verschiedene Anregungen keinen Sinn machen. Ich denke hier einfach nur "laut" und manches ist einfach auch noch unausgegoren.

Das Problem ist einfach, dass es mehrere Anforderungen an mögliche Lösungen gibt, die sich gegenseitig z.T. widersprechen. Die da z.B. wären (nach Möglichkeit):
- umfangreiche Entfaltung
- geringes Gewicht
- geringer/akzeptabler Preis
- gute Eignung für Faltung und Transport (stoßunempfindlich, sauber)
- Wartungsarmut und Robustheit (auch gegenüber Verschmutzung)
- gute Bedienbarkeit
usw.

So habe ich eben an Steigungen definitiv "Berggänge" regelmäßig vermisst. Beim Transport des gefalteten Rades war mir das Gewicht oft zu hoch...und beim Einladen ins Auto oder die Bahn hat es mich gestört, dass ich auf Schaltwerk und Kette aufpassen musste...und dass es nirgendwo Ölflecken gab...das Konto ist auch nicht unbegrenzt, usw.
Da muss ich einfach Kompromisse eingehen und Prioritäten setzen. Einen Tod muss man sterben...

Hinzu kommt natürlich auch der "Spieltrieb". Warum nicht etwas ausprobieren oder umsetzen, einfach weil es möglich und interessant ist. ;-)

Ich denke, für mich ist ein Lösungsweg auch der, mehrere unterschiedliche Räder für unterschiedliche Zwecke auszustatten. Eine Möglichkeit wäre, beim My die Priorität auf gute Transportierbarkeit im gefalteten Zustand zu legen (möglichst leicht) und das Dash dagegen alltags- und tourentauglich ausstatten (große Entfaltung). Das werde ich für mich entscheiden müssen. Und: Alles, was ich bastele, kann ich jederzeit wieder umbasteln, wenn es mir in der Praxis nicht oder nicht mehr gefällt...das macht es auch etwas leichter. ;-)

Und ja: Eine DualDrive ist in Bezug auf Preis-Leistung, Handhabbarkeit und Flexibilität sicher sehr gut.

Viele Grüße
Spitz

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