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Fahrbericht Tern Verge S11i

Verge, Link, Eclipse, Castro, Joe
SwissBiscuit
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Fahrbericht Tern Verge S11i

Beitrag von SwissBiscuit » So 26. Feb 2017, 19:45

Hallo Forumsteilnehmende

Bevor ich zum Faltrad kam (oder «Klappvelo»; wie es bei uns heisst), habe ich hier viele Beiträge durchgelesen und konnte dadurch meine Wahl eingrenzen. Deshalb hoffe ich, dass dieser Bericht anderen Suchenden ebenfalls bei der Entscheidungsfindung hilfreich ist.

Zwischen meinem Wohn- und Arbeitsort, erreichbar in ca. 30 Minuten Pedalzeit, liegt auf dem Rückweg eine erhebliche Steigung, die mir seit jeher als Ausrede diente, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen (ohne Rad). Um mich selber zu überlisten, dachte ich deshalb vor ca. 2 Jahren über die Anschaffung eines Faltrades nach.

Es sollte ein reines Pendlervelo werden, das im hektischen morgendlichen Strassenverkehr schnell und sicher bewegt werden kann. Durch den Faltmechanismus sollte es mir die Freiheit eröffnen, es in Tram/Bus einzuladen. Tourentauglichkeit oder der Transport von Einkäufen war kein Kriterium. Ich bin für die Körpergrösse von ca. 1.80 M normalgewichtig. Mein Fahrstil würde ich als antizipierend bezeichnen, nach Möglichkeit fahre ich aber gerne etwas vorwitziger.

Auf meiner Wunschliste ganz oben stand (steht) ein BikeFriday. Leider liess sich das Rad mit vernünftigem Aufwand nicht Probe fahren. Und wenn, wäre der Preis für mein Budget möglicherweise nicht erreichbar gewesen.

Ausprobiert habe ich auf flacher Stadtstrecke ein Riese Müller (Modell «World» glaube ich) und ein Brompton mit 3-Gang Sturmey Archer Nabenschaltung.

Bei einem anderen Händler stand das Tern eines Erstkunden in Kommission. Das Ladengeschäft befand sich an einem eher steilen Stück Strasse. Nach einer kurzen Probefahrt bergauf und bergab habe ich es gekauft - und die Anschaffung bis heute nicht bereut.

Tern Verge S11i (ältere Version: V-Brake; ohne Son Nabendynamo)

Vorteile: Das Rad ist sehr wendig/agil, es lässt sich im Antritt schnell beschleunigen, die Übermittlung von Belagsinformationen ist direkt, was mir die Kontrolle über das Gefährt erleichtert. Die 11-Gang Nabenschaltung ist sehr gut auf das heimische Terrain und Fahrstil abgestimmt. Die Faltzeit ist sehr gut. Die Bremsverzögerung empfinde ich ebenfalls als sehr gut.

Nachteile: Das Gewicht beträgt ca. 12.5 od. 13.5 kg (?). Das Packmass. Die Magnete halten die Räder nicht richtig zusammen und sie stehen nicht parallel. Das Rad muss beim Verlad deshalb gehoben/getragen werden.

Anderes: Das Rad, respektive die Silber/Glanzschwarz Lackierung kann gefallen, was aber auch heisst, dass man damit Aufmerksamkeit erregt. Mir persönlich hätte eine etwas unauffälligere Farbgebung genügt.

Service (Periode zw. 01.11. 2015 und 31.11.2016): Auf Kulanz getauscht wurden die serienmässig (?) ausgelieferten MKS «Eezy» Pedalen mit Bajonettsteckverschluss. Der Verschluss löste sich durch unbeabsichtigten Fusskontakt und es konnte passieren, dass die linke oder die rechte Pedale einfach abfiel, was zu gefährlichen Momenten im Verkehr geführt hatte. Montiert wurde ein anderes Produkt, das sich mittels Druckknopf in der Pedalachse klappen lässt und fest mit der Kurbel verschraubt ist. Ein Kontrollservice (mit Zukauf anderer Bremsbeläge) und ein grosser Service inkl. Reinigung.

Merci fürs Mitlesen und Grüsse aus Zürich

Pibach
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Re: Fahrbericht Tern Verge S11i

Beitrag von Pibach » So 26. Feb 2017, 19:53

SwissBiscuit hat geschrieben:...liegt auf dem Rückweg eine erhebliche Steigung, die mir seit jeher als Ausrede diente, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen (ohne Rad).
Da bietet es sich doch an: hin per Faltrad, zurück per Öffentlichen

Motte
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Re: Fahrbericht Tern Verge S11i

Beitrag von Motte » Do 2. Mär 2017, 18:39

Moinmoin

mich würde mal interessieren, ob Du auch den Eindruck hast, dass die 11 Gang Alfine, ein eher schwammiges Gefühl beim Antritt vermittelt. (das haben hier einige im Forum so gesagt).

Falls Dir auf Dauer Faltpedale nicht gefallen (ich hab meine alle früher oder später kaputt gekriegt).
Ich hab nun seit 5000 Km die Tern Steckpedale im Ganzjahresbetrieb an meinem Verge und bin mit ihnen hochzufrieden. Die sind das: https://www.youtube.com/watch?v=MUs7ZJfBxIE
Die kann man nicht versehentlich auslösen.


Gruß

Udo

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Re: Fahrbericht Tern Verge S11i

Beitrag von SwissBiscuit » Do 2. Mär 2017, 20:02

Hey Udo
Also wenn ich das Schaltverhalten mit der Schaltgruppe an meinem letzten Fahrrad vergleichen müsste (Shimano Deore; Ritzel, Umwerfer. etc.), dann ist das Gefühl vom Antritt her sicher anders; weniger prompt und ich könnte "schwammig" schon nach vollziehen. Das Durchschalten der Gänge dauert ebenfalls länger. Für mich war es eine Umgewöhnung. Was mir an der Abstimmung der 11er Nabenschaltung gefällt, ist, dass immer irgend ein Gang dabei ist, der für das Terrain und vor allem meine altersentsprechende Fitness passt (auch wenn ich dann im 1. den "Berg" rauf keuche).

Steckpedale. Danke für den Link! Das scheint bereits eine andere und möglicherweise sichere Lösung zu sein?

Grüsse SwissBiscuit

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Re: Fahrbericht Tern Verge S11i

Beitrag von EmilEmil » Sa 4. Mär 2017, 13:58

SwissBiscuit hat geschrieben:
Do 2. Mär 2017, 20:02
......................
...... weniger prompt und ich könnte "schwammig" schon nach vollziehen. Das Durchschalten der Gänge dauert ebenfalls länger................
Steckpedale. Danke für den Link! Das scheint bereits eine andere und möglicherweise sichere Lösung......
Grüsse SwissBiscuit
Eine ordentlich gemachte Nabenschaltung schaltet, wenn ich die Dauer auf den Drehwinkel der Kurbel beziehe, deutlich schneller als eine Kettenschaltung. Beim Vergleich der schnellsten Schaltvorgänge: 5 mal so schnell (ca 20 [Grd] zu 100 [Grd]), wobei die Kettenschaltung je nach Ritzelgröße (Zahl der Steighilfen) auch Werte von über 200 [Grd] benötigen kann. Jeder, der eine DualDrive Kombination besitzt, kann das in der täglichen Praxis überprüfen :D .
Trigger-Schalthebel (Gibt es Standardmäßig für die Alfine 11, heißen bei Shimano Rapidfire) haben häufig eine Multischaltfunktion, die das Durchschalten mehrerer Gänge ermöglicht. Nach meiner Kenntnis gibts das nur beim Runterschalten, für den Ampelstart wäre das auch fürs Hochschalten sinnvoll. Bei einer Drehghriff-Schaltansteuerung ist eine Multischaltfunktion (Rauf und Runter) quasi automatisch vorhanden.
Nach Meinung von Radexperten (Testberichte ?) und auch meiner unmaßgeblichen Meinung liegt die Lahmarschigkeit der Shimano Getriebenaben (Nexus 8 ?,Alfine 8, Alfine 11) an dem verbauten Klemmrollenfreilauf. Beim Wirkungsgrad sammeln die genannten Naben auch noch Negativpunkte ! Das merkt der Radler aber nicht (Höchstens Experten, die auch das Gras wachsen hören :D ).
Pedale sind, Haus-gemacht von den Herstellern, pardon Grattlern, ein ewiges Ärgerniss. Punkt 1) ist die Einstellbarkeit der Pedal-Lager. Die ist zwar Grundsätzlich vorhanden, scheitert aber an der Unmöglichkeit, den Lager-Torus (-Konus :shock: ) mit der Kontermutter zu verspannen (Infolge der axialen Anordnung kann der Torus aus Platzgründen nicht festgehalten werden; Spezial-Werkzeuge dafür kann man nicht kaufen). Punkt 2) ist der mangelnde Schutz vor dem Eindrigen von Schmutz und Feuchtigkeit. Fehler bei der Berücksichtigung der Größe der Flächenpressung, wenn sich das Pedal nach dem Ausklappen zum Fahrbetrieb abstützen muß, kommen häufiger vor, als sich ein Maschinenbau-Student im 3. Semester das vorstellen mag und dem Radler lieb ist (Teuer ist das dann sowieso !).
Ein Lager, bei dem von Haus aus günstige Bedingungen aus der Lotterie gezogen wurden, hat bei mir 24 000 [km] gehalten und werkelt jetzt zur Zufriedenheit einer Bekannten (ich hab es nur ausgetauscht, weil ich ein Faltpedal am Radl haben wollte :D :mrgreen: :D ).
Meine 3 Zent.

MfG EmilEmil

Pibach
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Re: Fahrbericht Tern Verge S11i

Beitrag von Pibach » Sa 4. Mär 2017, 15:35

Also meine SRAM Red schaltet etwas schneller als meine Alfine 8. Kraftschluss ist auch zuverlässiger.

Motte
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Re: Fahrbericht Tern Verge S11i

Beitrag von Motte » Sa 4. Mär 2017, 21:12

Die S 11 ist für mich ein potentieller Nachrüstkandidat. (beim Tern Link). An Falträdern sieht man sie recht selten.
Mich hatte daher eine weitere, durchaus subjektive, Meinung dazu interessiert, nachdem Berlinonaut sie als „schwammig“ bezeichnet hatte. Und die Zeitschrift Trekkingbike im Herbst mal eine Einstellanleitung hatte, um ihr ein „knackiges“ Schaltverhalten. Selbst bin ich sie noch nicht gefahren. Aber dann weiß ich, worauf ich achten muss und ob mich das stört.
Die Alfine 8 kenne ich – die hatte ich mal an einem Dahon Mü.

EmilEmil
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Re: Fahrbericht Tern Verge S11i

Beitrag von EmilEmil » Mo 6. Mär 2017, 11:40

Pibach hat geschrieben:
Sa 4. Mär 2017, 15:35
Also meine SRAM Red schaltet etwas schneller als meine Alfine 8. Kraftschluss ist auch zuverlässiger.
@PeterPibach, wäre es möglich, daß Du Deine Räder mal an der Hinterachse aufbockst und Messungen (Drehwinkel) für die nicht "ordentliche" Nabenschaltung und die "gute" SRAM Red Schaltung machst und dokumentierst ?
Also Schalthebel betätigen, die Kurbel mit der Hand durchdrehen und den Winkel feststellen, wann die Kette vollständig auf dem nächsten Ritzel liegt, bzw bei der Getriebenabe der nächste Gang zum Belasten geschaltet ist.
Bei Sperrklinken ist die Kraft-Übertragung eindeutig Form-schlüssig, bei einem Klemmrollen-Freilauf ist der erste Kontakbereich Reib-schlüssig und erst nach hinreichender Verengung des Klemmrollen-Spaltes (Geometrische Überlappung von Antreiber, Klemmrolle und zB Nabenhülse) Form-schlüssig. Der Klemmrollenfreilauf erzeugt durch den monoton steigenden Krafteingriff quasi ein "sanftes" Einkuppeln des nächsten Ganges. Dadurch wird der Sportler irritiert und das Sytem ist wohl eher etwas für Rückschritt- und Holland-Radfahrer :D :mrgreen: :D
Auch andere Foristen sind eingeladen, sich an den Messungen zu beteiligen. Ich selbst hab irgendwo schon Ergebnisse abgespeichert (Müßte ich nur finden :roll: ).

MfG EmilEmil

Pibach
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Re: Fahrbericht Tern Verge S11i

Beitrag von Pibach » Mo 6. Mär 2017, 15:16

Das geht nicht so einfach aufgebockt, weil es ja auf die Zeit für den zuverlässigen Kraftschluss unter Lastbedingungen ankommt. Auch die Alfine 8 schalten sehr flott. Man muss aber immer kurz entlasten damit der neue Gang sicher sitzt und man ihn belasten kann. Während bei der Kettenschaltung ein Schalten auch unter Teillast funktioniert und der neue Gang zuverlässig belastbar ist.

Vor allem an Steigungen beim Runterschalten fällt der Unterschied auf. Teilweise schalte ich am Berg auch hoch, bevor ich in Wiegetritt wechsele. Oder auch vor Ampeln, wo man runter schaltet und dann mit Druck anfahren will. Da muss man mit Nabenschaltungen vorsichtig sein. Bei der Nexus Premium (altes Modell mit Sperrklinken) fand ich den "Tritt ins Leere" ausgesprochen störend und gefährlich. Die Alfine 8 lief bei mir problemlos, wenn man das mit der kurzen Entlastung berücksichtigt. Im Alltagsbetrieb ist das unproblematisch. Für Rennen aber unschön.

Die Alfine 11 soll diesbezüglich besser sein. Wobei es auch diverse Berichte zu Durchrutschproblematik gibt. Möglicherweise auch bedingt durch die Einstellung/ungünstige Zugverlegung.

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Re: Fahrbericht Tern Verge S11i

Beitrag von Motte » Mo 6. Mär 2017, 15:39

Hier: http://www.trekkingbike.com/direct/mein ... 18773.html

steht der Bericht über das Einstellen der Nabe, den ich erwähnt hatte. Indirekt hab ich dem entnommen, dass das System wohl penibel ein- und nachzustellen ist. Das hatte ich bei meiner Neos Trinity (also dem 3 Gang Teil) damals auch so bemerkt.

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