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Neues Birdy - 20 mal besser/Neuer Vorbau kompatibel?

Birdy, BD-1, Frog
Motte
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Re: Neues Birdy - 20 mal besser/Neuer Vorbau kompatibel?

Beitrag von Motte » Di 21. Jul 2015, 08:40

Mein Birdy ist nun 10 Jahre alt und hat die zweite Kunststoffscheibe. Die erste hab ich einmal repariert. Die war noch aus anderem Material und hat auf Dauer der UV Strahlung in Verbindung mit dem Kettenmatsch nicht stand gehalten (das Material war schlicht "mürbe") Ich glaube so vor 6 Jahren hab ich getauscht.

Kunststoff hat an der Stelle durchaus Vorteile - in Richtung Resonanzen, Kratzer und Elastizität. Ich hab auch nicht den Anspruch, dass solche (beim Falten belastete) Teile ewig leben müssen. Bislang war ich eher positiv überrascht.

diz11
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Re: Neues Birdy - 20 mal besser/Neuer Vorbau kompatibel?

Beitrag von diz11 » Mo 3. Aug 2015, 13:41

Naja, genau das sollte man doch von einem "Premiumfahrrad" erwarten können. Mechanisch belastete Teile sollten so konstruiert sein, dass sie den Belastungen dauerhaft standhalten. Für Kettenblattschutzring (und die auch die Hinterschwingenarretierung) wäre das die Gelegenheit für ein Upgrade gewesen. Die derzeitigen Lösungen finde ich suboptimal, das bekommen andere (und vielleicht profanere) Hersteller besser hin. Ist auch nur meine Meinung, da ich mich hierüber schon oft genug geärgert habe...

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Re: Neues Birdy - 20 mal besser/Neuer Vorbau kompatibel?

Beitrag von lucius-seneca » Sa 15. Aug 2015, 22:02

Habe mir jetzt mal das "Neue Birdy" von einem Händler für ein etwas größeres Taschengeld über ein verlängertes Wochenende ausgeliehen und konnte den Test gegenüber meinem bewährten Birdy etwas ausweiten.

Das erste was mir mit Packtaschen negativ auffiel, was die Tatsache, daß meine Fußfreiheit mehr beschnitten wurde.
Ein Nachschauen in der Liste "Rahmengeometrien" gab mir Aufschluß darüber, daß ganz offensichtlich die Hinterbaulänge kürzer geworden ist - und zwar um genau 1/2 Zentimeter.
Das ist zwar nicht viel - jedoch reichte es bei mir aus, das dieses kurze Stück zum Ärgernis wurde.

Ein weiterer Test, der in meinem Alter etwas mit Wagemut zu tun hat(mache ich eigentlich sonst nicht) ist ein schnelles Bergabwärtsfahren; ca. 50km/h. Ich habe hier extra den Tacho umgebaut.

Bei meinem bewährten Birdy konnte ich diesen Test sehr gut meistern - jedoch beim neuen Birdy kam ich so sehr ins Schwitzen, daß ich richtig Angst bekam - so sehr kam das neue Birdy ins Flattern.

Daraufhin habe ich mir mal noch genauer die Liste "Rahmengeometrie" angeschaut.

Was mir sofort ins Auge sprang war die Tatsache, daß die Oberrohrlänge genau 1,3 cm länger war als beim herkommlichen Birdy.
Auch der Nachlauf war mit 3mm länger - der Radstand dagegen 4mm kürzer.

Wie schon vorher aufgeführt, ist der neue Lenkkopfwinkel nun statt 71 Grad nun 72,5 Grad.

Die Oberrohrhöhe war dagegen deutlich mit 17mm nach oben hin gewachsen, während das Tretlager nur bis auf 1mm von der Erde gemessen gleich geblieben ist.

Der Rahmen ist also signifikant sowohl vertikal als auch diagonal gewachsen.

A posteriori hat es mich nach dem Studium dieser Lektüre nicht gewundert, daß der neue Rahmen so ins Flattern kam.

All diese Abweichungen haben dazu beigetragen, daß die nicht so günstige Seitensteifigkeit des Rahmens dazu geführt haben, mich so in Angst zu versetzen.

Wie war das noch in der Vorstellung des neuen Birdy`s (20 mal besser) - das Fahrverhalten soll sich deutlich gebessert haben.

Die Herren in der Marketing-Abteilung sollen sich mal im Allgemeinen mit den " alten Märchenbüchern" und im Besonderen mit dem Märchen "des Kaisers neue Kleider" befassen, bevor sie den Wahrheitsgehalt von angeblichen Innovationen verbreiten.

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Re: Neues Birdy - 20 mal besser/Neuer Vorbau kompatibel?

Beitrag von Pibach » Sa 15. Aug 2015, 23:21

Also ich glaub das mit der Geo ist auch viel Gewohnheit.

Karlchen
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Re: Neues Birdy - 20 mal besser/Neuer Vorbau kompatibel?

Beitrag von Karlchen » Mo 17. Aug 2015, 08:25

Hallo,

ich denke, der Hauptgrund für die "Verbesserungen" ist der Wunsch des Herstellers, wieder etwas Aufmerksamkeit zu erhalten, nachdem zuletzt nach meinem Empfinden nicht mehr viel aus Darmstadt zu hören war. Die Faltradkonkurrenz wächst, und die eigene Exklusivität schwindet - nicht zuletzt bedingt durch die Tatsache, daß man sich aus dem Markt der nicht elektrounterstützten Fahrräder weitgehend zurückgezogen hat.

Die ganzen "Verbesserungen" sind im Grunde nichts anderes als dezente Modellpflege, aber kein wirklicher Fortschritt. Der Grund für die leicht geänderte Rahmengeometrie dürfte m.E. eher in dem dadurch bedingten etwas kleineren Faltmaß zu suchen sein - jenes nämlich war bisher der Hauptkritikpunkt am Birdy im Vergleich zu anderen Falträdern.

Ich hätte mir jedoch eher eine Verbesserung der Materialqualität gewünscht! Jüngst habe ich durch Zufall erneut einen Riß an einer Schweißnaht festgestellt - diesmal am kürzlich ausgetauschten Lenkervorbau. Da hört für mich der Spaß endgültig auf! Aber solche Verbesserungen lassen sich halt nicht publikumswirksam vermarkten...

Grüße, Karlchen

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Re: Neues Birdy - 20 mal besser/Neuer Vorbau kompatibel?

Beitrag von Motte » Mo 17. Aug 2015, 08:58

Sie haben ja nun auch den Vorbau in einer geschmiedeten Version und das Lenkermaß (nebst Vorbauklemme) im Durchmesser drastisch erhöht.

Natürlich ist das nur Modellpflege - finde ich auch gut. Gibt genug Firmen, die einfach den Namen des Produktes wechseln und die Schwachpunkte beibehalten. Da sind mir kontinuierliche Verbesserungen über Jahre hinweg lieber. Und selbstverständlich posaunt die Marketingabteilung das groß raus - das ist ihr Job. Ein Radhersteller ist meist kein Mitglied im paritätischen Wohlfahrtsverband. Der will Geld verdienen.

Da ich früher Rennrad gefahren bin, stehe ich subjektiven Aussagen über Rahmenflattern sehr misstrauisch gegenüber. Und vertraue in dieser Hinsicht lieber objektiven Testverfahren.

Optisch find ich die "neuen" Räder gelungen. Das sieht - "durchkonstruiert" und sauber aus. Häufig ist das ja so, dass die Anbauteile so aussehen als habe man sie erst in letzter Sekunde dran gebastelt. Von der Optik her hat mir auch der damals neue Vorbau/Steuerrohrbereich beim Dahon mit dem "versenkten" Steuersatz sehr gut gefallen. Und wenn ich auf die Ausfallenden des aktuellen Birdy gucke, dann sieht das ähnlich sauber aus. einschließlich der Integration des Ständers. (ist bei meinem leider noch nicht so).

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Re: Neues Birdy - 20 mal besser/Neuer Vorbau kompatibel?

Beitrag von lucius-seneca » Mi 19. Aug 2015, 13:32

Natürlich soll der Hersteller Geld verdienen - jedoch muß alles im Rahmen der Seriösität geschehen - wir können ja mal persönlich miteinander darüber reden; schließlich ist Dortmund von Essen nicht "so weit" entfernt.

Nach einer Frage per Telefon und auch via Mail hat mit ein Mitarbeiter dieser Firma folgendes in einer Mail geschrieben:

Zitat:
"Wir können Ihnen an dieser Stelle aber schon mit Sicherheit sagen(Auskunft unserer Entwicklungsabteilung), daß der neue Birdy-Vorbau auf Birdys ab dem Modelljahr 2006(also Birdys mit Monocoque-Rahmen) passen wird."
- Zitat Ende.

Ich habe dann eine Rückmail geschrieben, weil ich erst dann die Daten aus der neuen "Geometrie-Liste" entnommen habe - das verkürzte Gabelschaft-Rohr gab mir Aufschluß darüber, daß dies einfach so nicht sein kann.

Daraufhin habe ich eine Mail der Geschäftsleitung bekommen(einer der beiden Geschäftsführer) - seines Zeichens auch Dipl.Ing..

Hier das Zitat, welches in meinem Text eingefügt wurde:

Zitat Anfang(wortwörtlich):

"Aktuell bieten wir den neun Vorbau nicht als Ersatzteil an, und werden dies auch in den nächsten Monaten nicht anbieten.
Ob und wann dies in der Zukunft sein könnte ist aktuell nicht absehbar. Wie von Ihnen richtig angemerkt, müßte ein Vorbau der als Ersatzteil für alte Birdy angeboten würde entsprechend ein längeres Unterrohr aufweisen.

Schöne Grüße
Ihr Riese und Müller Team"
Zitat Ende.

Von einer Entschuldigung keine Spur - dies ist für mich ein Indiz der unendlichen Überheblichkeit dieser Firma.

Auch habe ich versucht, den optisch etwas anders aussehenden Ex.Gepäckträger zu bekommen.
Der gleiche Mitarbeiter hat sich erkundigt und mir am Telefon mitgeteilt, dieser neue Gepäckträger sei nun im Hause und sei bestellbar.

Daraufhin habe ich ihn mir bestellt. Da er aber nach einer Woche noch nicht verfügbar war, wollte ich mir ihn bei einem Händler kaufen.
Im Geschäft jedoch wurde bemerkt, daß es sich um einen modifizierten alten Gepäckträger handelt, der mit Rollen versehen wurde.
Angeblich haben alle Händler diesen Träger bekommen, weil wohl der Neue noch nicht verfügbar war.

Der Verkäufer hat dann eine Mitarbeiterin von R&M angerufen und um Klärung gebeten.
Die Aussage dieser Frau war, daß wohl unter 14 Tagen man diesen Träger nicht versenden könne.

Ich persönlich denke, daß dieser Träger möglicherweise auch nach der Eurobike nicht verfügbar sein wird.
Ob er überhaupt verfügbar sein wird, steht meines Erachtens "in den Sternen"!

Es gibt viele Produkte und Zubehörteile, die sind "nur" im Katalog verfügbar - das kennt man aus der Autoindustrie.

Mittlerweile glaube ich persönlich nur noch sehr eingeschränkt solchen Mitteilungen - auch wenn sie in einem Heftchen abgedruckt sind, wo es heißt ".......20 mal besser"!

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Re: Neues Birdy - 20 mal besser/Neuer Vorbau kompatibel?

Beitrag von Pibach » Mi 19. Aug 2015, 16:57

lucius-seneca hat geschrieben:..."Wie von Ihnen richtig angemerkt, müßte ein Vorbau der als Ersatzteil für alte Birdy angeboten würde entsprechend ein längeres Unterrohr aufweisen."
Wieso? Der ist doch gesteckt und innengeklemmt. Länge dürfte daher von der Steuerrohrlänge unabhängig sein.

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Re: Neues Birdy - 20 mal besser/Neuer Vorbau kompatibel?

Beitrag von lucius-seneca » Mi 19. Aug 2015, 17:39

Also, in der aktuellen Tabelle "Rahmengeometrien" wird bei dem neuen Birdy in der Zeile Gabelschaftrohrlänge(mm) 132 angegeben - in der gleichen Tabelle des bisherigen Birdy`s sind es 147mm.

Das resultiert aus der Tatsache, daß beim neuen Birdy semi-integrierte Lager im Lenkrohr Verwendung finden, die fast nahezu im oben erweiterten Steuerrohr versenkt sind.

Beim bisherigen Birdy wurden konventionelle Lager mit äußeren Lagerschalen verwendet, die natürlich oben und unten weiter aufbauen, so daß ein längeres Gabelschaftrohr nötig wird.

Ich habe zuvor schon erwähnt, daß man hier mittels Klebezapfen(muß man sich drehen lassen) das Rohr verlängern kann.

Dazu darf natürlich das Rohr innen nicht konifiziert sein - auf meinen Anruf hin hat mit ein Mitarbeiter aus der Werkstatt mitgeteilt, daß das Rohr keineswegs konifiziert sei.

Ich glaube dies jedoch nicht, weil sämtliche Rohre des neuen Vorbaus nicht geschweißt sind. Also alle Teile, die sonst angeschweißt waren(Lenkeraufnahme, Faltverschluß) müssen somit durch Fließpressen, Hydroforming oder 3-D-Schmieden - egal wie man dies semantisch vermittelt - erzeugt werden.

Dies ist so, als wollte man ein Rohr - geformt aus breiiger Masse - nach oben hin durch herauspressen des Materials verändern.

Dieses neue Verfahren "schiebt" das Material. Dieses Schieben wird in den allermeisten Fällen aus der Wandung heraus gemacht, weil das Zuführen von außen meistens im Prozeß zu spät oben ankommt.

Oben angekommen wird das Material dann in eine Form-Matritze gepresst - dies alles geschieht unterhalb der Dehnungs-Streck-Grenze.

Wenn nicht, muß dazwischen der Prozeß wärmebehandelt werden.

Gleiche Wandstärken sind hier aber in den allermeisten Fällen nicht zu erzielen.
Insofern ist es schwierig, hier einen Klebezapfen einzuführen.

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Re: Neues Birdy - 20 mal besser/Neuer Vorbau kompatibel?

Beitrag von Pibach » Mi 19. Aug 2015, 20:38

Hm. Ok. Und wieso passt der innengeklemmte Lenker dann nicht mehr?

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