Updates Hier | Bilder Hier | Videos Hier

5.-25.4.18 Geschäftsreise
seit 30.7.2017 PAPA und brauche Hilfe in Form eines entspannten Moderators
3.2.2017 - Spendenbutton neu und Benutzerkarte - viel Spass damit
9.2.2017 - danke Gennaro ;) | 10.2.17 - danke cruisen ;) | 19.2.17 - danke Kringla - cool |27.2.17 - danke Ch.Bacca ...hammer | 28.2.17 danke 2halves1bike - uff - vielen Dank | 11.7.17 - voll toll Michael T. (user ?) ;-) | 5.1.18 - danke torsten

Birdy Speed Disc 2012, Unfall durch Rahmenbruch

Birdy, BD-1, Frog
superfalter
Administrator
Beiträge: 2626
Registriert: Di 4. Mai 2010, 11:52
Faltrad 1: Birdy 10th Jubi
Faltrad 2: Brompton S1LX + M2LX
Faltrad 3: Frog 12" 3 Gang
Geschlecht: m
Geburtsjahr: 1978
Status: Händler
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Birdy Speed Disc 2013, Unfall durch Rahmenbruch

Beitrag von superfalter » Mo 24. Okt 2016, 00:01

Uff ... weiterhin gute Besserung. Leider dauert es sehr lange bis ein Knie wieder den vorherigen Zustand wieder hat.
Ich würde mich auch anwaltlich beraten lassen und jedoch erstmal die freundliche Version anvisieren. Je nachdem wie RM reagiert, würde ich dann weiter vorgehen oder ggf. auch nicht.

berlinonaut
Beiträge: 1758
Registriert: So 13. Okt 2013, 23:41
Faltrad 1: Brompton M8RD
Faltrad 2: Bickerton Sterling X
Faltrad 3: Brompton SH2Lx
Geschlecht: m
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Berlin

Re: Birdy Speed Disc 2013, Unfall durch Rahmenbruch

Beitrag von berlinonaut » Mo 24. Okt 2016, 01:18

Joergi hat geschrieben: Nun, bei einem 3k-Rad, das durchschnittlich bis überdurchschnittlich gefahren ist, darf der Rahmen nicht nach 4 Jahren brechen.
Na ja - gesetzlich "darf" er das nach zwei Jahren, dann ist die gesetzliche Gewährleistung vorbei. R+M gibt glaub ich 10 Jahre auf den Rahmen für den Erstbesitzer bei Einhalten der Wartungsintervalle (http://www.faltradforum.de/viewtopic.ph ... =30#p40891) - also peilen sie wohl auch eine längere Haltbarkeit an. Laut Bedienungsanleitung gehen sie von max. 2000 km/Jahr aus, andernfalls muss die jährliche Inspektion häufiger erfolgen.
Dass es nicht wünschenswert bis inakzeptabel ist, dass der Rahmen nach vier Jahren bricht, wenn keine aussergewöhnlichen Belastungen vorliegen, darüber sind wir uns einig. Für mich muss es dazu auch kein 3000€-Rad sein, das würde ich auch von einem 300€-Rad erwarten. Sollte normalerweise auch klappen, u.a. weil die diversen verpflichtenden ISO/EN-Normen für Fahrräder Ausdauertests vorsehen.
Bei Dir ist also etwas Ungewöhnliches passiert - fragt sich nur warum und ob das ein grundsätzliches Problem ist oder nur eines Deines Rades und ob es vermeidbar war/ist durch Hersteller oder Benutzer ohne die Nutzung einzuschränken.
Es gibt aber für kaum einen Falter so akribische Nutzungs- und Wartungsvorschriften wie für's Birdy - vermutlich nicht völlig grundlos. Und eigentlich alle Falter verlangen konstruktionsbedingt nach etwas mehr Aufmerksamkeit als "normale" Räder. Wie hast Du das denn gehandhabt?

Zumindest einen Riss in der Hinterradschwinge hatte der hiesige Forist Karlchen - allerdings an einer Schweissnaht: http://www.faltradforum.de/viewtopic.ph ... 947#p42737

Meine Meinung ist da völlig unqualifiziert mangels eigener Erfahrung, aber auf Basis der Berichte hier im Forum kommt es mir langsam so vor, als ob ein Birdy nicht unbedingt dazu geeignet zu sein scheint, sorgenfrei jahrelang bei Wind und Wetter durch die Gegend zu bolzen ohne sich gross zu kümmern ausser um's nötigste - bei solchem Einsatz muss man wohl akribische Wartung, nicht unerheblichen Verschleiss und ebensolche Kosten in Kauf nehmen. Bevor ich (eher durch Zufall) beim Brommi gelandet bin wollte ich ursprünglich ein Birdy. U.a. die Garantiebedingungen, die Wartungsvorschriften und das, was man über das Serviceverhalten des Herstellers hört haben mich später davon abgehalten, noch eines zu erwerben - da passen IMHO Preis, Anspruch und Wirklichkeit nicht zusammen (wohingegen ich von Brompton da sehr angenehm überrascht bin bisher).

Joergi hat geschrieben:
berlinonaut hat geschrieben: Was ist denn überhaupt wo gebrochen? Hauptrahmen oder hintere Schwinge? Rahmen dann am Gelenk? Oder Schwinge beide Arme gleichzeitig? Und wann davor hat sich jemand die betreffende Stelle zuletzt angesehen bei Wartung oder Putzen?
An der Schwinge sind beide Arme gleichzeitig gebrochen, kurz hinter den Dreiecken (Verstrebung).
Das ist mal richtig hässlich. EmilEmil hat von sowas deutlich mehr Ahnung (und äussert sich vielleicht auch noch) aber wenn die Schwinge nicht an einer Schweissnaht gerissen ist sondern "in der Fläche" und das auch noch auf beiden Seiten riecht das ein wenig nach struktureller Überlastung irgendwann vorher. Und da Alu ja vor dem Bruch normalerweise nicht vorwarnt kann das dann aus heiterem Himmel kommen im worst case wie bei Dir. Keine Ahnung ob die Ursache auch sowas Triviales sein kann wie "beim Entladen Gefaltet aus dem Flugzeug auf den Boden gefallen" oder etwas vergleichbares (Du schriebst ja im Kaufthread damals dass Fliegen zum Einsatzspektrum gehört). Oder vielleicht reicht auch jahrelanges sehr ambitioniertes Fahren - so ein vollgefedertes Birdy verleitet dazu ja ein wenig mehr als mein Brommi (z.B. flotte Mitnahme von Bordsteinen) oder schwerer Anhängerbetrieb oder sonst was. Interessant wäre in jedem Fall die Ursache und ob die Schwinge beidseitig zugleich gebrochen ist oder die zweite Seite als Folge des Versagens der Ersten.

Laut http://www.faltradforum.de/viewtopic.ph ... 620#p43041 ist die Hinterradschwinge mit 180€ zu veranschlagen - zumindest finanziell ist das also kein Supergau.
Joergi hat geschrieben: Gute Frage, ob ich da mal drauf gesehen habe. Ich habe jedenfalls vor kurzem die Capreo-Kassette, Kette und Kettenkranz gewechselt, dazu die Schaltung neu justiert. Dabei habe ich keine Mängel am Rahmen festgestellt. Ja, ich habe also drübergesehen, aber nicht den Rahmen geröntgt, um Bruchstellen zu finden.

Putzen? Was ist das? Das Birdy ist doch selbstreinigend. :-)
Ich bin ja auch der Meinung dass ein Fahrrad ein Fahrzeug ist und kein Putzzeug, trotzdem ist gründliches Putzen sehr geeignet zur Früherkennung von hässlichen Problemen. ;)

Joergi
Beiträge: 35
Registriert: Di 26. Jun 2012, 10:58
Faltrad 1: Birdy
Geschlecht: m
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Paffrath

Re: Birdy Speed Disc 2012, Unfall durch Rahmenbruch

Beitrag von Joergi » Mo 24. Okt 2016, 02:08

'S nächste ist ja, ob ich mit dem Rad noch weiterfahren möchte, auch wenn ich da 'ne neue Schwinge dranklatsch.
Das Vertrauen ist jedenfalls nicht mehr da.

Was ich mit dem Birdy nie gemacht habe, waren Stunts. Bei Bordsteinkanten etc. war ich schon sehr vorsichtig.

Bin die letzten 2 Jahre gar nicht mehr gejettet, waren nur noch Bahnfahrten.

Motte
Beiträge: 5019
Registriert: Sa 22. Aug 2009, 19:27
Faltrad 1: Birdy Grey
Faltrad 2: Tern Verge S27H
Faltrad 3: Tern Link P24
Geschlecht: m
Geburtsjahr: 1958
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Essen - die Kulturhauptstadt

Re: Birdy Speed Disc 2012, Unfall durch Rahmenbruch

Beitrag von Motte » Mo 24. Okt 2016, 08:38

Das Vertrauen ist jedenfalls nicht mehr da.
Kann ich gut verstehen. Geht mir als Mitleser und Auchbirdyfahrer zunächst mal ja nicht viel anders. Vertrauen weg würde ich bei mir nicht sagen - aber es ist eine gewisse Unsicherheit da. Das geht mir immer so, wenn ich über einen Schaden an Rädern lese, die ich selbst auch hab.

Um so wichtiger ist es heraus zu bekommen, was genau passiert ist und warum das so passiert ist. Das geht eben nicht per Ferndiagnose über selbsternannte "Experten" im Netz. Im Utopia Forum gab es mal ganz kurz - vor ein paar Jahren - einen kleinen Diskurs, an dem auch der Hersteller beteiligt war und der einen winzigen Einblick in die Schadensbilanz (Rahmenbruch/Lenkerbruch) ermöglichte. Es gibt immer ein Restrisiko - weil es immer Fehler gibt, welche in der Qualitätskontrolle nicht auffallen (können) und teure zerstörende Prüfungsverfahren (logischerweise) sich auf Stichproben beschränken.

Aber wenn man selbst betroffen ist und z.B. im Fußballstadion als Fan den Ball genau auf die "Zwölf" bekommen hat, dann beruhigt es auch wenig, dass es noch 40.000 Andere hätte treffen können. In dem Sinne wünsche ich Dir baldige Genesung und viel Erfolg beim "Reklamieren". Es wäre natürlich schön, wenn Du uns (Birdy Fahrer) am Ende in geeigneter Weise mitteilen würdest mit welchem Risiko wir nun unterwegs sind.

Joergi
Beiträge: 35
Registriert: Di 26. Jun 2012, 10:58
Faltrad 1: Birdy
Geschlecht: m
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Paffrath

Re: Birdy Speed Disc 2012, Unfall durch Rahmenbruch

Beitrag von Joergi » Mo 24. Okt 2016, 10:42

Mein erstes Telefonat mit der R&M-Zentrale war nicht vielversprechend. Es wurde gleich mitgeteilt, dass es eher aussichtslos scheint, irgendeine "Garantie" oder Kulanz in Anspruch nehmen zu können.
Die gute Dame war auch nicht sonderlich beeindruckt, dass ich gestürzt bin etc.
Hat mir erst geraten, zu dem Händler zu gehen und mich an den Erstbesitzer zu wenden wegen der Garantie.

Ich werde später zurückgerufen.
Ich berichte weiter. Vielleicht liest R&M auch schon mit? Hallloooo.

Joergi
Beiträge: 35
Registriert: Di 26. Jun 2012, 10:58
Faltrad 1: Birdy
Geschlecht: m
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Paffrath

Re: Birdy Speed Disc 2012, Unfall durch Rahmenbruch

Beitrag von Joergi » Mo 24. Okt 2016, 10:45

Motte hat geschrieben:
Das Vertrauen ist jedenfalls nicht mehr da.

Um so wichtiger ist es heraus zu bekommen, was genau passiert ist und warum das so passiert ist. Das geht eben nicht per Ferndiagnose über selbsternannte "Experten" im Netz.
Damit habe ich grade argumentiert, dass R&M doch auch an einer Analyse interessiert sein sollte und ich nicht mal so eben zum Händler renne, um dort als 2.Besitzer abgewiesen zu werden. :?: :?: :?:

Wie erwähnt, das hat die nicht interessiert. Ich musste schon blablabla machen. Der erste Widerstand.

Motte
Beiträge: 5019
Registriert: Sa 22. Aug 2009, 19:27
Faltrad 1: Birdy Grey
Faltrad 2: Tern Verge S27H
Faltrad 3: Tern Link P24
Geschlecht: m
Geburtsjahr: 1958
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Essen - die Kulturhauptstadt

Re: Birdy Speed Disc 2012, Unfall durch Rahmenbruch

Beitrag von Motte » Mo 24. Okt 2016, 12:58

Ich denke jetzt einfach mal gnadenlos positiv.
Manche Hersteller (wie R&M - aber auch z.B. Utopia) haben ein spezielles Netz von (eigens geschulten) Fachhändlern, über die alles läuft und alles erst einmal laufen soll. Das soll den Hersteller personell entlasten, weil der Händler vor Ort in vielen Fällen das Rad in Augenschein nehmen kann und, so nötig, in Absprache mit dem Hersteller die weiteren Schritte einleiten. Auch der Versand läuft dann über bewährte Wege.
Ich hatte selbst mal mit meinem Utopia Falter ein Problem, bei dem ich von deren Werkstattleiterin auf einer Messe ebenfalls (in netter Form) an den lokalen Fachhändler verwiesen wurde. Das lief damals so, wie man das von besseren Automarken gewohnt ist, der Händler wusste schon Bescheid, das neue Teil war innerhalb weniger Tage da und wurde kostenfrei eingebaut. Ich muss aber zugeben, dass ich bislang so eine Geschichte über Birdys noch nie "im Netz" gelesen habe. Kann aber auch daran liegen, dass man "im Netz" eher schreibt, wenn was nicht zufriedenstellend läuft. Manchmal hinterlassen gerade die Choleriker auch noch den nachhaltigsten Eindruck und bestimmen die Wahrnehmung.

Ich würde also noch einmal einen Anlauf über einen solchen R&M Fachhändler in deiner Nähe probieren.

Joergi
Beiträge: 35
Registriert: Di 26. Jun 2012, 10:58
Faltrad 1: Birdy
Geschlecht: m
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Paffrath

Re: Birdy Speed Disc 2012, Unfall durch Rahmenbruch

Beitrag von Joergi » Mo 24. Okt 2016, 17:27

Ja, danke,
ich glaube, das ist vielleicht doch die beste Idee. Ich gehe bald zum Händler. RuM kann ich ja immer noch kontaktieren...(Der Rückruf kam bis dato nicht).

Jetzt habe ich das geschrottete Rad natürlich erst bei den Schwiegereltern stehen lassen, bis die uns wieder mit dem Auto besuchen. Kommt Zeit, kommt Rat.

EmilEmil
Beiträge: 1572
Registriert: So 17. Okt 2010, 10:50
Faltrad 1: 20" Falter
Faltrad 2: 24" Falter
Faltrad 3: FittiCROSSO
Geschlecht: m
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Beikonstanze

Re: Birdy Speed Disc 2013, Unfall durch Rahmenbruch

Beitrag von EmilEmil » Mo 24. Okt 2016, 18:37

Steve hat geschrieben:..........
, sondern einfach eine Frage der zivilrechtlichen Beweislast und Beweissicherung. Juristischer Alltag sozusagen.
........................
"Juristischer Alltag" genau das ist das Problem. Der Paragrafen-Reiter zieht sich auf ein bürokratisches Vorgehen zurück, statt den geschädigten Menchen in den Mittelpunkt zu rücken.
Genau aus dem Grunde werden die Amerikanischen VW-Käufer im VW-Abgas-Betrug entschädigt, und die Deutschen VW-Käufer gucken mehr oder weniger in die (Abgas-) Röhre. Den größten Schaden trägt überdies die gesamte Deutsche Volkswirtschaft, während die schuldigen Bosse ihre Tantiemen längst in Sicherheit gebracht haben.
Schöne Neue (besser: Alte) Welt !
PS: Ich schnitze mir gerade eine übergroße Keule aus grau-grünem Pockholz. :D

MfG EmilEmil

Dani.M
Beiträge: 22
Registriert: Mo 15. Aug 2016, 17:54
Geschlecht: m
Geburtsjahr: 1965
Status: Suchender
Wohnort: Traunstein

Re: Birdy Speed Disc 2012, Unfall durch Rahmenbruch

Beitrag von Dani.M » Di 25. Okt 2016, 11:30

Ich freue mich, daß Du den Unfall anscheinend körperlich so einigermaßen, seelisch und intellektuell aber ziemlich gut weggesteckt hast, weil "Meine Wertung ist, ich halte einen Rahmenbruch für inakzeptabel" das ist genau der Punkt. Rechtslage hin oder her, Ausdeuteleien unbenommen.

Nebenbei, die Stelle des Bruchs hätte ich so auch prognostiziert, aber aufgrund der üppigen Querschnitte als unwahrscheinlich eingestuft. Meine beruflichen Erfahrungen mit dem Prüf- und Gutachterwesen sagen mir, dass keine sensationellen Ergebnisse zu erwarten sind. Falls jemand auf die Idee kommt, die Bruchkanten zu untersuchen (Mikrorisse, Korrosion, whatever), dann möglichst zeitnah, was ich für schwierig halte.

Antworten