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Radfahren in Berlin

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EmilEmil
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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von EmilEmil » Sa 9. Feb 2019, 16:38

Ein neuer Berlin-Slogan:
Schwarz-Rot-Grün, die irren Politiker von Berlin !

MfG EmilEmil

Pibach
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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Pibach » Sa 9. Feb 2019, 20:12

bergauf hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 16:04
Es ändert nichts an den Tatsachen.
Ich versteh nicht so ganz, welche "Tatsachen" Du meinst. Das einzige was da als gesichert betrachtet werden kann ist doch, dass es in Niederlanden/Dänemark gut funktioniert.

Hier mal ähnliches Video zum niederländischen Kreuzungsdesign, das zeigt die wesentlichen Merkmale:




Im Geradeausverkehr ist es dagegen eher egal wie man es gestaltet, das hat auf die Sicherheit eh wenig Einfluss. Allerdings durchaus in Sachen Wohlfühlfaktor sowie Nässe/Spritzverhalten oder Schneeräumung.

EmilEmil
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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von EmilEmil » Sa 9. Feb 2019, 23:57

Pibach hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 20:12
……….
……….. Das einzige was da als gesichert betrachtet werden kann ist doch, dass es in Niederlanden/Dänemark gut funktioniert...…………..
Hier mal ähnliches Video zum niederländischen Kreuzungsdesign, das zeigt die wesentlichen Merkmale :........
Ich will mich mit den Eizelheiten nicht beschäftigen, aber in Dänemark und den Niederlanden scheint der Radl-Verkehr besser zu funktionieren. Den sollte man recherchieren und gründlich analysieren, ehe man unsinnige Maßnahmen durchführt.
Warum man es in Deutschland ausgerechnet eigensinnigen und besserwisserischen Lokalpolitikern überläßt, gewisse Radverkehrs-Experimente durch zu führen (die nur Geld verbrennen, ewig in der Planung und in Kompetenz-Streitigkeiten feststecken, und von der Effektivität nur in Schilda zu Hause sind), bleibt mir schlichtweg ein Rätsel. Und Dinge, die man (nur ?) macht, weil man übergeordnete Finanztöpfe anbohren kann, sind das Allerdümmste. Da kann man nur Bösartigkeit unterstellen. Solche Spinner dürfen gar nicht frei herumlaufen und dazu noch von der Allgemeinheit alimentiert werden. Ab in den sicheren Gewahrsam !
Und wenn der Föderalismus solche schwülen Sumpfblüten begünstigt, muß man den Föderalismus reformieren. Aber in Deutschland geschieht ja bekanntlich Nichts außer Dienst nach Vorschrift :roll: :mrgreen: :roll: . Wir wissen nicht warum, aber Alle tuen mit.....

Mfg EmilEmil

bergauf
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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von bergauf » So 10. Feb 2019, 18:18

Pibach hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 20:12
bergauf hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 16:04
Es ändert nichts an den Tatsachen.
Ich versteh nicht so ganz, welche "Tatsachen" Du meinst.
Dass "leider Kreuzungen und Abbiegesituationen durch Abseparation des Radverkehrs i.d.R. komplizierter und unübersichtlicher und damit gefährlicher werden."
Pibach hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 20:12
Das einzige was da als gesichert betrachtet werden kann ist doch, dass es in Niederlanden/Dänemark gut funktioniert.
Wie immer man "funktionieren" definieren mag - sicherer ist das Radfahren in -nl nicht:
https://radunfaelle.wordpress.com/vergleich-de-nl/

Auch in Kopenhagen ist nicht alles so toll, wie man oft hört:
http://www.vehicularcyclist.com/copenhagen2.pdf
Knackpunkt sind die Kreuzungen. Das hat die BASt 15 Jahre vorher für Deutschland auch schon rausgefunden.
Immerhin soll es in einen Verbesserungsprozeß einfließen. Was man wohl als Ursache ausmacht und welche Gegenmaßnahmen man ergreift?
Pibach hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 20:12
Hier mal ähnliches Video zum niederländischen Kreuzungsdesign, das zeigt die wesentlichen Merkmale:
? - Da findet jemand halt einen Kreuzungsumbau toll. Vorher war der Radverkehr separiert und hinterher ist er auch separiert.

bergauf

Pibach
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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Pibach » So 10. Feb 2019, 19:08

bergauf hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 18:18
Wie immer man "funktionieren" definieren mag - sicherer ist das Radfahren in -nl nicht:
https://radunfaelle.wordpress.com/vergleich-de-nl/
Wäre jetzt das erste Mal, dass sich das höre und klingt nicht schlüssig. Hast Du die Zahlen mal geprüft? Auch anhand dieser Einwände?

Ob nun separiert oder nicht, es gibt da schon ein paar klare Vorteile in dem "Dutch Design" dass sich für Kreuzungen zum Vorbild entwickelt hat.

Oder nicht?
bergauf hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 18:18
Dass "leider Kreuzungen und Abbiegesituationen durch Abseparation des Radverkehrs i.d.R. komplizierter und unübersichtlicher und damit gefährlicher werden."
Imho kommt das darauf an, wie man die Wege genau gestalltet. Das kann man sorum oder sorum verhaspeln. Separierung ist daher kein Selbtsläufer.

Aber ein Land das mit Mischverkehr zu hohem Radanteil gekommen wäre und als leuchtendes Beispiel dienen könnte gibt es nicht. Daher liegt schon Nahe, dass Separierung eine wichtige Basis liefert.

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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Motte » Mo 25. Feb 2019, 23:57

Vorhin im Netz gefunden:
https://www.aufbruch-fahrrad.de/videos/

Der Bericht aus Groningen ist interessant.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Motte für den Beitrag:
Pibach (Di 26. Feb 2019, 02:24)
Bewertung: 50%

Pibach
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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Pibach » Di 26. Feb 2019, 02:32

Die Veränderungen in New York hin zu einer Fahrradstadt finde ich auch sehr interessant. Das ist hier vielleicht weniger bekannt, dass die Amerikaner ihre Radinfrastruktur in einigen Städten so schnell entwickeln:




Währen man in Berlin an ganzen 5 Stellen 500m "geschütze Radwege" baut, die kaum was bringen, außer dass man sagen kann es würde was gemacht werden. Dann wird paar Jahre gewartet, um das Ganze erstmal noch zu "evaluieren".

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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Motte » Di 26. Feb 2019, 09:10

Hatte ich ja schon mal erwähnt, dass die Amis in solchen Dingen eine ganz andere Dynamik haben. Finde ich auch immer wieder beeindruckend.
Aber, das Groniger Beispiel ist mir näher. Denn dort haben (wie bei uns) die autofahrenden Menschen und die Geschäftsleute jedes Risiko (in Bezug auf Stadtplanung) gescheut. Das Argument; „wenn vor meinem Laden kein Parkplatz (mehr) ist, hab ich keine Kunden mehr (kauf ich halt woanders)“ hört man ja allerorten. Das beeindruckt die Lokalpolitik natürlich. Da lässt man lieber das bestehende System kollabieren bevor man sich an Neues ran traut. Und betreibt (wie bei euch in Berlin) ein wenig Kosmetik zum Beruhigen.
Die wenigen Untersuchungen zum Kaufverhalten in Bezug auf die Verkehrsmittelwahl sind – soweit mir bekannt – alle still und heimlich in der Schublade verschwunden.
Ein Kunde mit Auto hat in der Innenstadt als oberste Priorität die Minimierung der Parkkosten im Hinterkopf und hält deshalb die Wege (und die Verweildauer) kurz. Man darf daher Zweifel haben, ob er als Kunde wirklich lukrativer ist als ein Fußgänger, der einen gut funktionierenden ÖPNV nutzt. Nicht umsonst werben Einkaufszentren auf der grünen Wiese mit einem kostenfreien (oder extrem günstigem) Parken. Der parkplatzsuchende- und der Parkverkehr beansprucht riesige Flächen, die allen anderen in der Stadt verloren gehen. (Z.B für Außengastronomie oder Auslagen von Geschäften). Wie groß der Anteil der Autofahrer ist, die sich wirklich den ganzen Kofferraum mit schwerem Zeugs vollladen weiß ja keiner – will auch keiner wissen. Aber es ist hier immer das Totschlagargument einer sehr lauten Minderheit – wenn es um Einschränkung ihres Verkehrsraumes geht. Und es erspart dem Einzelhandel natürlich über Liefer- und Zwischenlagermöglichkeiten von Einkäufen nachzudenken. Ich persönlich würde „Pizza Taxen“ als unerwünschten, weil sinnlosen Verkehr bezeichnen – den Bringeservice vom Edeka (bei einer alternden Gesellschaft) aber für wichtig und richtig. Er ermöglicht die Teilhabe am Leben und erspart das Altersheim. Interessanterweise bekommst Du aber keine staatliche Unterstützung für den Bringedienst, darfst aber über Steuern und Abgaben dem Pizza Fritzen die (für ihn kostenfreie) Infrastruktur und die Abfallentsorgung bezahlen. Als Dank blockiert der dann noch deinen Gehweg, wenn Du zum Edeka schleichst. ;)

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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Pibach » Sa 2. Mär 2019, 00:16

Berliner Verkehrssenatorin
"Wir möchten, dass die Menschen ihr Auto abschaffen"
Spiegel Artikel vom 01.03.2019

Immerhin. Aber für meinen Geschmack zu wenig fahrradorientiert. Der Schwerpunkt ÖPNV vergisst auch, dass das gerade in Berlin extrem ineffizient ist und eine riesige Geldverschwendungsmaschiene. Viel eher sähe ich die Perspektive in Ride-Sharing-Diensten und Micromobilen.

De facto passiert in der Stadt aber praktisch nichts. Immer nur reine Symbolpolitik.

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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Motte » Sa 2. Mär 2019, 08:56

Den hatte ich gelesen :) - mitsamt den üblichen Kommentaren drunter. :roll:

Ihr habt aber – historisch bedingt – keine Stadt, die nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs komplett autogerecht aufgebaut wurde (wie wir im Ruhrgebiet). Da hat die Insellage geholfen. Insofern ist die Infrastruktur grundsätzlich noch vorhanden – sie muss „nur“ restauriert und ein wenig ausgebaut werden.

Aber – und da komme ich einfach noch mal auf Groningen zurück – es wird nicht funktionieren etwas zu ändern ohne jemandem weh zu tun. „Das Auto“ hat die meisten Flächen erobert. Auch rechtswidrig erobert – mindestens die muss man sich als Stadt notfalls mit Gewalt zurück holen. Die Autofahrer werden sie nicht freiwillig wieder her geben. Man muss ihnen den Verzicht aber leicht machen – und das geht nur über eine vernünftige Alternative. Nicht über so ein Schrottsystem wie eure derzeitige S-Bahn. Die Wuppertaler haben auch mittlerweile ihre historische Schwebebahn erneuert und – wie ich finde – einen guten Kompromiss zwischen futuristischen und historischen Fahrzeugen gefunden. Als Bewohner hängt man an schönen alten, aber unbequemen Dingen. Als Pendler möchte man hingegen nicht täglich in einem solchen Denkmal unterwegs sein.

Meiner Meinung nach muss sich die Politik einen Masterplan basteln sodann nach und nach Stadtteilkern um Stadtteilkern umgestalten und miteinander vernetzen. Damit zumindest im Mikrokosmos auch schnell erlebbar wird, wie sich die Änderungen auswirken. (Hat den Nebeneffekt, dass man unvermeidliche Fehler beim nächsten Schritt vermeiden kann)

Wenn man immer nur abschnittsweise „saniert“ und über Jahrzehnte alles ein Flickenteppich bleibt, sind alle unzufrieden. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger. Als Fußgänger würde ich übrigens gern im Zentrum „bummeln“ gehen. Und zwar ohne das Gefühl versehentlich in den Autoscooter oder die Rollschuhbahn gelaufen gelaufen zu sein und Angst haben zu müssen dass mich gleich irgendein Verrückter über den Haufen fährt. Daher würde ich mir eine komplett autofreie Kernzone und getrennte Lauf- und Fahrzonen wünschen. Den „Ich first“ Menschen – egal welches Verkehrsmittel sie nutzen, würde ich dabei von Anbeginn keinen Raum lassen.
Wir haben hier Städte am Niederrhein, da geht das schon stark in diese Richtung. Leider traut sich keiner so recht an den Lieferverkehr ran – und damit geht das System gleich wieder baden, weil der stark zugenommen hat und Privat – PKW dann ermuntert auch rein zu fahren „mal eben natürlich“. Es wird auch noch Bäcker geben, wenn sie nicht im Stundentakt beliefert werden können (oder nur mit Lastenrädern) – vielleicht nicht 30 auf 100 qm wie heute – aber sicher genug um nicht zu verhungern. Vielleicht dann auch wieder Restaurants mit Außengastronomie in der Innenstadt und nicht nur Lieferdienste ohne Lokal oder Spielbetriebe mit Autoposern vor dem Eingang.

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