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Radfahren in Berlin

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Pibach
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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Pibach » So 16. Apr 2017, 18:23

berlinonaut hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 15:17
Speziell letzteres kann ja Deiner Argumentation nach überhaupt nicht vorkommen...
??
(auch wenn es im Einzelfall durchaus mal sein mag, dass sich die Ordnungskräfte an alberner Stelle platzieren) ...
Das ist systematisch so, wegen falscher Anreizsysteme. Die stellen sich natürlich da hin, wo sie sehr viel Umsatz machen. Und das sind logischer Weise genau die Stellen, wo es gewisse Gründe gibt, dass da viele Radfahrer sich entsprechend verhalten.

berlinonaut
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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von berlinonaut » So 16. Apr 2017, 19:10

Pibach hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 18:04
berlinonaut hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 15:17
... angeht: In der Bergmannstrasse (https://goo.gl/maps/sSYuwakVjhN2) kann ich beim besten Willen keinen Grund erkennen, warum da irgendwer auf dem Fussweg fahren müsste oder auch nur wollte:
Macht da logischer Weise so auch niemand. Aber es wird immer wieder von der Straße auf den Gehweg eingebogen, um ein paar Meter bis zu einer Anschließmöglichkeit zu fahren. Dem wird da von Ordnungskräften gern systematisch aufgelauert.
Das halte ich aber für eine gewaltige Räuberpistole.... :lol: Abgesehen davon: Die armen geknechteten Radfahrer müssen nicht auf dem Bügersteig fahren, ja sie dürfen es gar nicht. Dem Fussgänger, dem sie über die Füsse oder in die Hacken fahren, ist es recht egal, wie weit ein Radler auf dem Bordstein fährt. Der immense Vorteil eines Fahrrades ist: Man kann es schieben. Und auf einem vollen Bürgersteig auf dem Weg zwischen Strasse und Anschliessmöglichkeit scheint das sowohl zumutbar als auch sinnvoll.

Merkst Du eigentlich, dass deine Argumentation exakt die gleiche ist, die Autofahrer verwenden, wenn sie auf dem Radweg parken oder in zweiter Reihe, "weil sie ja nur schnell was erledigen wollen und gleich wieder weg sind"?
Pibach hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 18:04
An der Stelle UBFH Halleschen Ufer gab es ne Zeit lang regelmäßig Kontrollen, ich habe 3 erlebt.
Was regelmäßig zu Überflutung der Kontollposten und Massenprotesten führte. Dort geht es nämlich gar nicht anders, als auf dem Bürgersteig zu Radeln, weil dort der einzige Überweg per Ampel über die Schnellstraße (Waterloo-Ufer) ist. Entsprechend zuckeln die Radler da auch nur im Schritttempo. Ist sehr dicht befahren, pro Stunde geraten da im Sommer >100 Radler in die Kontrollettifalle.
Man könnte Schieben, tut gar nicht weh und ist legal... Oder man könnte aussenrum radeln, Strassen gibt es ja genug. Ist ja beileibe nicht so, dass das - wie Du fälschlich schreibst- "der einzige Überweg per Ampel über die Schnellstraße (Waterloo-Ufer) ist."
Wenn Du vorsätzlich gegen Verkehrsregeln verstösst gilt in Motorradfahrerkreisen: "Du wusstest, was Du tust, also jammere nicht sondern zahle wie ein Mann." Würde Dir auch gut zu Gesicht stehen. Die Ordnungskräfte werden dafür bezahlt, dass sie die Einhaltung der demokratisch verabschiedeten Spielregeln kontrollieren. Wenn Du so willst mit anderen Worten: Antidemokraten bestrafen. :shock: Und die Spielregeln haben sie sich nicht spontan ausgedacht - die kennst Du.

Wenn Dir die Regeln nicht passen kannst Du den politischen Weg gehen und versuchen sie zu ändern - vielleicht bekommst Du ja eine Mehrheit (würde ich bei Gehwegradeln aber bezweifeln). Hast Du irgendwas derartiges getan? Einfach nur die zu beschimpfen, die zu unser aller Gemeinwohl unterwegs sind (und im Gegensatz zu Dir legal), wenn sie Dich in Deinem egoistischen Tun zu Lasten anderer stören ist lediglich primitiv und billig und abgesehen davon auch nicht besonders erfolgsversprechend...
Pibach hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 18:04
Das ist systematisch so, wegen falscher Anreizsysteme. Die stellen sich natürlich da hin, wo sie sehr viel Umsatz machen. Und das sind logischer Weise genau die Stellen, wo es gewisse Gründe gibt, dass da viele Radfahrer sich entsprechend verhalten.
Es geht doch nichts über ein gepflegtes Feindbild. :lol:

Neugierig gefragt: Gibt es denn überhaupt irgendeine eine Stelle oder Situation, wo Du den Ordungskräften zubilligen würdest Radfahrer zu kontrollieren und ggf. mit einem Bussgeld zu belegen? Können Radfahrer sich in Deiner Welt überhaupt falsch verhalten und kommt das vor?

Pibach
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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Pibach » So 16. Apr 2017, 19:20

berlinonaut hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 19:10
Man könnte Schieben, tut gar nicht weh und ist legal... Oder man könnte aussenrum radeln, Strassen gibt es ja genug. Ist ja beileibe nicht so, dass das - wie Du fälschlich schreibst- "der einzige Überweg per Ampel über die Schnellstraße (Waterloo-Ufer) ist."
Man kann natürlich immer schieben. Umfahren natürlich auch, sind hier links wie recht 400m. De facto macht das aber praktisch kein Radfahrer.

Pibach
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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Pibach » So 16. Apr 2017, 19:58

berlinonaut hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 19:10
Dem Fussgänger, dem sie über die Füsse oder in die Hacken fahren, ist es recht egal, wie weit ein Radler auf dem Bordstein fährt. Der immense Vorteil eines Fahrrades ist: Man kann es schieben. Und auf einem vollen Bürgersteig auf dem Weg zwischen Strasse und Anschliessmöglichkeit scheint das sowohl zumutbar als auch sinnvoll.
Da geht es sehr entspannt zu. Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern habe ich noch nie gesehen. Schnellradler fahren da eigentlich auch nicht lang, da man die Straße gut umfahren kann. Es wird aber oft zur Anschließmöglichkeit gerollt, bzw von da losgeradelt, paar Meter. Aber es gibt da eben öfter mal Kontrollen. Ganz einfach, weil man dann im Minutentakt Knöllchen verteilen kann.
Die Ordnungskräfte werden dafür bezahlt, dass sie die Einhaltung der demokratisch verabschiedeten Spielregeln kontrollieren.
Leider nein. Die stellen sich da hin, wo sie Umsatz machen.
Außerdem sind weder die Straßen (bzw. Radwege) noch die Regeln im Sinne der Radfahrer gestaltet.

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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von berlinonaut » So 16. Apr 2017, 21:21

Pibach hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 19:20
berlinonaut hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 19:10
Man könnte Schieben, tut gar nicht weh und ist legal... Oder man könnte aussenrum radeln, Strassen gibt es ja genug. Ist ja beileibe nicht so, dass das - wie Du fälschlich schreibst- "der einzige Überweg per Ampel über die Schnellstraße (Waterloo-Ufer) ist."
Man kann natürlich immer schieben. Umfahren natürlich auch, sind hier links wie recht 400m. De facto macht das aber praktisch kein Radfahrer.
Tja, das wird dann wohl der Grund sein, warum da ab und an das Ordnungsamt steht... Selber hab ich es da in den knapp 20 Jahren, die ich da lang fahre allerdings noch nie gesehen.

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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von berlinonaut » So 16. Apr 2017, 21:29

Pibach hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 19:58
berlinonaut hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 19:10
Dem Fussgänger, dem sie über die Füsse oder in die Hacken fahren, ist es recht egal, wie weit ein Radler auf dem Bordstein fährt. Der immense Vorteil eines Fahrrades ist: Man kann es schieben. Und auf einem vollen Bürgersteig auf dem Weg zwischen Strasse und Anschliessmöglichkeit scheint das sowohl zumutbar als auch sinnvoll.
Da geht es sehr entspannt zu. Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern habe ich noch nie gesehen. Schnellradler fahren da eigentlich auch nicht lang, da man die Straße gut umfahren kann. Es wird aber oft zur Anschließmöglichkeit gerollt, bzw von da losgeradelt, paar Meter. Aber es gibt da eben öfter mal Kontrollen. Ganz einfach, weil man dann im Minutentakt Knöllchen verteilen kann.
Tja, alle scheisse ausser Mutti. "Die paar Meter" ist genau die klassische Autofahrerentschuldigung. Aber Radfahrer sind ja was Besseres. Wäre es so entwürdigend "die paar Meter" einfach nicht zu fahren? Und hattest Du nicht einige Postings zuvor noch vollmundig behauptet, Radfahrer würden niemals nicht aus Bequemlichkeit auf dem Bürgersteig radeln sondern ausschliesslich aus Sicherheitsgründen?
Pibach hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 19:58
Die Ordnungskräfte werden dafür bezahlt, dass sie die Einhaltung der demokratisch verabschiedeten Spielregeln kontrollieren.
Leider nein.
Nicht? Wofür werden sie denn dann bezahlt?
Pibach hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 19:58
Die stellen sich da hin, wo sie Umsatz machen.
Außerdem sind weder die Straßen (bzw. Radwege) noch die Regeln im Sinne der Radfahrer gestaltet.
Dass sie sich nicht dahin stellen, wo weder einer läuft noch einer fährt kann man ihnen wohl kaum zum Vorwurf machen... Dann wär's auch wieder nicht recht wegen Verschwendung von Steuergeldern. Die Bergmannstrasse ist übrigens bereits heute in meinen Augen sogar sehr im Sinne der Radfahrer gestaltet. Und noch besser: Es soll ja nun dort eine "Begegnungszone" eingerichtet werden, nach dem (nach kollektiver und auch meiner Meinung völlig missratenen) Vorbild der Maßenstrasse.

Es gibt da einen einfachen Trick, um Ärger mit den Ordungskräften zu vermeiden: Halte Dich an die Verkehrsregeln. Ist gar nicht so schwer und senkt den Blutdruck. Die meisten Leute haben das sogar in der Grundschule gelernt.

Ich wiederhole noch mal meine Frage von oben: Gibt es denn überhaupt irgendeine eine Stelle oder Situation, wo Du den Ordungskräften zubilligen würdest Radfahrer zu kontrollieren und ggf. mit einem Bussgeld zu belegen? Können Radfahrer sich in Deiner Welt überhaupt falsch verhalten und kommt das vor?

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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Pibach » Mo 17. Apr 2017, 11:19

berlinonaut hat geschrieben:
So 16. Apr 2017, 21:29
"Die paar Meter" ist genau die klassische Autofahrerentschuldigung. Aber Radfahrer sind ja was Besseres.
Die Beweggründe und Ausreden sind natürlich ähnlich. Wieso sollten sie auch groß unterschiedlich sein? Radfahrer verbrauchen aber weniger Verkehrsressourcen. D.h. sie nehmen weniger Platz weg, gefährden weniger und verschmutzen weniger. In diesen Bereichen gibt es einen Unterschied von >Faktor 100 zu einem PKW.
Wäre es so entwürdigend "die paar Meter" einfach nicht zu fahren?
Ist schon etwas umständlicher und auch einfach unnötig.
Radfahrer würden niemals nicht aus Bequemlichkeit auf dem Bürgersteig radeln sondern ausschliesslich aus Sicherheitsgründen?
??
Radfahrer machen natürlich ganz viel aus Bequemlichkeit.
Nicht? Wofür werden sie denn dann bezahlt?
Anreiz ist für diese Stellen offenbar, möglichst viele Knöllchen zu verteilen. Nicht möglichst sinnvolle. Sicher nicht zuletzt, weil das Einnahmen generiert.
Dass sie sich nicht dahin stellen, wo weder einer läuft noch einer fährt kann man ihnen wohl kaum zum Vorwurf machen...
Also sinnvolle Kontrollen kann man sehr wohl erwarten und sollte das auch.
Ich wiederhole noch mal meine Frage von oben: Gibt es denn überhaupt irgendeine eine Stelle oder Situation, wo Du den Ordungskräften zubilligen würdest Radfahrer zu kontrollieren und ggf. mit einem Bussgeld zu belegen? Können Radfahrer sich in Deiner Welt überhaupt falsch verhalten und kommt das vor?
Vorkommen tut es natürlich. Die Frage ist, wie häufig geschieht das, wie relevant ist das im Verhältnis zu anderen Verkehrsproblemen und bringen dagegen Kontrollen etwas und was ist dann das Ergebnis, hätten Kontrollen also eine positive Bilanz? Das ist eine schwierige Frage und wahrscheinlich sind die meisten Radfahrerkontrollen nicht sinnvoll. Radfahrer gefährden eben deutlich weniger als MIV, einerseits wegen weniger Masse und Geschwindigkeit, andererseits wegen mehr Übersicht und höherem Eigenrisiko.

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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von berlinonaut » Mo 17. Apr 2017, 14:06

Pibach hat geschrieben:
Mo 17. Apr 2017, 11:19
Wäre es so entwürdigend "die paar Meter" einfach nicht zu fahren?
Ist schon etwas umständlicher und auch einfach unnötig.
Da gibt es offenbar eine Interessenskollision: Fussgänger und Gesetzgeber sehen das mit dem unnötig offenbar anders. Und da die betreffenden Radler offensichtlich ausschliesslich ihrem Egoismus fröhnen und (wie Du) weder freiwillig Rücksicht auf Fussgänger nehmen noch sich (wenn auch uneinsichtig) schweren Herzens auch ohne Strafen an die gemeinsamen Spielregeln halten hilft halt das Ordnungsamt gelegentlich nach mit Hilfe von Strafzetteln. Genau so ist das gedacht - von "Abzocke" weit und breit keine Spur.
Anreiz ist für diese Stellen offenbar, möglichst viele Knöllchen zu verteilen. Nicht möglichst sinnvolle. Sicher nicht zuletzt, weil das Einnahmen generiert.
Daraus schliesse ich: Es gibt also offenbar sinnvolle Knöllchen. Welche wären denn das?
Dass sie sich nicht dahin stellen, wo weder einer läuft noch einer fährt kann man ihnen wohl kaum zum Vorwurf machen...
Also sinnvolle Kontrollen kann man sehr wohl erwarten und sollte das auch.
Offensichtlich sind die Kontrollen sowohl nötig als auch sinnvoll als auch erfolgreich. Nur halt gegen Deine innere Einstellung und äussere Verhaltensweise. Noch mal: Halte Dich einfach an die Verkehrsregeln (was ja in diesem konkreten Fall weder schwierig noch unzumutbar noch unsinnig erscheint), schon hast Du überhaupt kein Problem mehr. Wenn Dir aber dein Egoismus so wichtig ist und Rücksichtnahme auf andere Dir gänzlich fremd dann zahl halt einfach im Erwischensfall (ohne zu meckern) - das sollte es Dir ja dann wert sein.

Es gibt ja wahrlich genug seltsame und sinnlose Gesetze und Regelungen in diesem Land, die von Dir beklagte gehört aber IMHO nicht dazu - Deine Wehklage hört sich sehr nach "mimimi" an und exakt wie das maulen von Autofahrern, die vom Behindertenparkplatz oder der Busspur abgeschleppt werden. Ändern wirst Du damit eh nix.

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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von Pibach » Mo 17. Apr 2017, 16:28

berlinonaut hat geschrieben:
Mo 17. Apr 2017, 14:06
Und da die betreffenden Radler offensichtlich ausschliesslich ihrem Egoismus fröhnen und (wie Du) weder freiwillig Rücksicht auf Fussgänger nehmen noch sich (wenn auch uneinsichtig) schweren Herzens auch ohne Strafen an die gemeinsamen Spielregeln halten...
Was schreibst Du für Unfug daher? Wie soll das jemand ernst nehmen?

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Re: Radfahren in Berlin

Beitrag von berlinonaut » Mo 17. Apr 2017, 17:50

Pibach hat geschrieben:
Mo 17. Apr 2017, 16:28
berlinonaut hat geschrieben:
Mo 17. Apr 2017, 14:06
Und da die betreffenden Radler offensichtlich ausschliesslich ihrem Egoismus fröhnen und (wie Du) weder freiwillig Rücksicht auf Fussgänger nehmen noch sich (wenn auch uneinsichtig) schweren Herzens auch ohne Strafen an die gemeinsamen Spielregeln halten...
Was schreibst Du für Unfug daher? Wie soll das jemand ernst nehmen?
Nun, wie würdest Du es denn nennen, wenn Radfahrer aus Bequemlichkeit auf dem Gehweg im Slalom zwischen den Fussgängern fahren, obwohl die zurückzulegende Strecke sie schiebenderweise wohl kaum einen nennenswerten Zeitverlust kosten würde? Soziale Dienstleistung? :lol:

Um Deine übrigen kühnen Thesen mal auf den Boden Realität prallen zu lassen:

T1: Die Polizei kontrolliert unsinnige Sachen

Realität:
Die Berliner Polizei hat ihre Kontrollen zum Schutz von Radfahrern völlig neu ausgerichtet. Gearbeitet wird jetzt nach Quote - ein Fortschritt für die Sicherheit. Seit Anfang 2016 müssen für jeden Abbiegeunfall und für jeden Vorfahrtsunfall eine bestimmte Zahl entsprechender folgenloser Verstöße geahndet werden. Die Polizei bestätigte dies auf Nachfrage. „Wir konzentrieren uns jetzt auf die Hauptunfallursachen“, sagte ein leitender Beamter - das sind vor allem abbiegende Autos. (...) Seit Januar 2016 gilt in der Zielvereinbarung der Polizei die Quote („Verfolgungsindex“) von 0,2. Das heißt: Für jeweils fünf Abbiege- oder Vorfahrtsunfälle muss ein Autofahrer gestoppt werden, der einen Radfahrer hätte gefährden können. „Fehler beim Abbiegen“ stehen mit 1534 Unfällen im ersten Quartal 2016 mit weitem Abstand an der Spitze der Unfallursachen, wenn Radfahrer zum Opfer der Verstöße anderer werden. Auf Platz 2 folgt das Aufreißen der Autotür, dies verursachte 599 Unfälle.

Die beiden Hauptunfallursachen, wenn Radfahrer den Fehler machen, sind laut Bilanz für 2015 „Benutzung der falschen Fahrbahn“ (881 Unfälle) und „Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr“ mit 686 Unfällen. Gehweg- und Rotradler müssen natürlich weiterhin damit rechnen, gestoppt zu werden. Im ersten Quartal wurden 1294 Rotlichtverstöße geahndet, heißt es in dem Bericht.

2015 gab es stadtweit 7724 Unfälle mit Radbeteiligung, bei denen 618 Radfahrer schwer und 4740 leicht verletzt wurden. Zehn Radfahrer wurden getötet, drei von ihnen durch abbiegende Autos. Bislang hatte die Zielvereinbarung die wenig freundliche Bezeichnung „Verfolgungsindex Radfahrer“. Vorgegeben war vom Präsidium der Index 7, das heißt, es mussten angesichts von etwa 7000 Unfällen mit Radbeteiligung berlinweit jährlich sieben mal so viele Verstöße (es reichte die Klingel) geahndet werden, also 49.000.
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/poliz ... 10900.html

Zur Schwerpunkt-Kontrolle, über die wir hier diskutiert haben:
Am Sonnabend überfuhr ein Sattelschlepper einen Radfahrer beim Rechtsabbiegen. Keine Unfallursache ist so häufig wie diese. Am Montag starten stadtweite Kontrollen.

Am Montag beginnt eine zehntägige stadtweite Schwerpunktaktion der Polizei, mit der der Radverkehr in Berlin sicherer werden soll. „Im gesamten Stadtgebiet wird das Fehlverhalten von abbiegenden Kraftfahrzeugführern gegenüber Radfahrenden überwacht“, teilte das Präsidium am Sonntag mit. „Fehlerhaftes Abbiegen durch Kraftfahrzeuge an Einmündungen und Kreuzungen ist mit weitem Abstand hauptursächlich für Verkehrsunfälle mit Radfahrenden, bei denen diese schwer oder tödlich verletzt werden. Durch diese stadtweit zu beobachtenden typischen Fehlverhaltensweisen von abbiegenden Kraftfahrzeugen ereigneten sich im vergangenen Jahr 928 Verkehrsunfälle, bei denen fünf Radfahrende getötet und 744 verletzt wurden.“ Etwa zwei Drittel dieser Unfälle ereignen sich mit Rechts-, ein Drittel mit Linksabbiegern.

Bei ihren bevorstehenden Schwerpunktkontrollen will die Polizei auch kontrollieren, ob Lkw- und Busfahrer ihre Sicht „durch Dekorationsartikel wie Wimpel, Bilder oder Gardinen vor den Spiegeln oder Fenstern“ zusätzlich einschränken und das Unfallrisiko noch erhöhen. Sofern nichts passiert, können solche Verstöße allerdings nur durch geringe Geldstrafen geahndet werden.
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/schwe ... 71912.html

T2: Die Ordnungskräfte kassieren nur um die Einnahmen zu erhöhen

Realität:
Hohe Verwaltungskosten in Berlin Knöllchen kosten mehr als sie einbringen

Der Zettel, der unter dem Scheibenwischer klemmt, ist nur ganz klein. Es ist die Quittung für den Autofahrer, der sein Fahrzeug falsch abgestellt hat – mit freundlichen Grüßen vom Ordnungsamt. Je nach Schwere des Verstoßes werden später für das Knöllchen zwischen 10 und 35 Euro fällig. Für das Land Berlin ein ganz gutes Geschäft.
Denn die internen Verwaltungskosten betragen bei der Bearbeitung des Knöllchens insgesamt 10,56 Euro, wovon 6,07 Euro bei der Zentralen Bußgeldstelle in der Innenverwaltung sowie 4,49 Euro beim jeweiligen Bezirk anfallen.
Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/h ... n-23338670
So kostet das Ausstellen und Bearbeiten eines Knöllchens durchschnittlich 16,30 Euro. Am günstigsten arbeitet das Ordnungsamt Steglitz-Zehlendorf (11,91 Euro), den teuersten Verwaltungsaufwand betreibt Pankow (19.96 Euro).
Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin/article ... ostet.html
Einnahmen aus Strafzetteln decken nur knapp die Kosten
Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell ... osten.html

2017:
Das Ausstellen eines Knöllchens für Falschparker kostet in Spandau 11,57 Euro, in Reinickendorf dagegen nur 9,96 Euro. Das geht aus der aktuellen Broschüre "Was kostet wo wie viel?" hervor, die die Finanzverwaltung vorgelegt hat. Demnach kostet die Bearbeitung eines Knöllchens in Berlin durchschnittlich 10,38 Euro. Die Summe setzt sich aus allgemeinen Verwaltungskosten zusammen und dem Aufwand, den ein Bezirk dafür erbringen muss. Insgesamt werden in Berlin pro Jahr rund 2,5 Millionen Knöllchen verteilt. Daraus entstanden Einnahmen für das Land in Höhe von 35,6 Millionen Euro.
Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin/article ... ahlen.html

T3: Radfahrer in Fussgängerbereichen fahren langsam und gefährden niemanden
Realität:
Die Angst der Seniorin vor dem tödlichen Sturz

Keine Bevölkerungsgruppe wächst so schnell wie die der Hochbetagten. Viele von ihnen sind fit und aktiv – wie Helga Dederichs. Doch die 90-Jährige hat Angst: Sie fürchtet sich vor dem wachsenden Radverkehr.
Wenn Helga Dederichs spazieren geht, ist das reine Taktik: Hinter der Tiergartenstraße hält sie sich auf dem Kiesweg zunächst scharf rechts, um gleich darauf nach links zu wechseln, damit sie in der leichten Rechtskurve des Weges in den Tiergarten hinein die Außenbahn hat. Doch im Ausgang dieser Kurve, hinterm Knallerbsengebüsch, mündet von links ein tückischer Trampelpfad. Schwupp! Prompt kommt eine junge Frau um die Ecke geradelt, die erst im letzten Moment zu sehen ist. Gar nicht allzu schnell, Tempo 20 vielleicht. Das Zehnfache von Helga Dederichs’ Höchstgeschwindigkeit. Also doch relativ schnell.

Helga Dederichs ist eine Vorzeigeseniorin: Sie wohnt zentral und autofrei, fährt jede Woche mit dem Bus zum Markt am Wittenbergplatz, regelmäßig mit der U-Bahn zur Amerika-Gedenkbibliothek, besucht ein Fitnessstudio, um in Bewegung zu bleiben. Und weil Helga Dederichs 90 Jahre alt ist, steht sie exemplarisch für die Zukunft der Stadt: Die Anzahl der Hochbetagten ab 80 Jahren wächst laut der Bevölkerungsprognose des Senats bis 2030 um 80 Prozent, also viel stärker als jede andere Altersgruppe.

Im August hat Helga Dederichs mal eine halbe Stunde lang gezählt: 61 Radler hätten sie überholt auf diesen gekiesten Wegen, auf denen sie laut Beschilderung auch fahren dürfen, aber Fußgänger Vorrang haben. Nach diesen 61 Schrecksekunden hat Helga Dederichs beim Tagesspiegel angerufen und gesagt, dass der zunehmende Radverkehr ihr kein Quell der Freude sei, sondern Angst mache. Angst vor dem Sturz, von dem sie sich nicht wieder erholt. Denn wo Jüngere nur stolpern, brechen sich Alte leicht die Knochen – und stehen nach der Behandlung im Krankenhaus nie wieder auf.
(...)
Donnerstag Nachmittag ereilte der Albtraum eine 83-Jährige, die auf dem Gehweg am Alexanderplatz von einem Fahrrad gerammt wurde. Während die Frau mit Schnittverletzungen und Hämatomen stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste, flüchtete der Radfahrer unerkannt.

Fälle wie dieser schaffen ein allgegenwärtiges Bedrohungsgefühl gerade bei älteren Fußgängern. Hinzu dürfte eine hohe Dunkelziffer glimpflich abgegangener oder um Haaresbreite vermiedener Zusammenstöße kommen. (...)
Beim Spaziergang durch den Tiergarten fällt auf, dass die meisten nicht aggressiv, sondern einfach flott fahren – zu flott aus Sicht einer 90-Jährigen. „Komischerweise sind Frauen unangenehmer“, sagt Helga Dederichs. „Die fahren ganz dicht vorbei, während Männer eher einen Bogen machen. Gerade Frauen zwischen 50 und 60 fahren oft richtig rabiat.“ Diese auf vielen Spaziergängen bestätigte Diagnose spricht für Gedankenlosigkeit bis hin zu Ignoranz, weniger für bösen Willen.(...)
„Es wird ja immer propagiert, alte Menschen sollen sich bewegen – aber wo sollen sie denn hin?“, fragt sie inmitten des Parks, den sie gleichermaßen liebt und fürchtet.
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/fussg ... 58596.html
Zugegeben; es war ein bisschen eng auf dem Geh- und Radweg vor dem großen Loch, aus dem am Freitag am Hauptbahnhof U-Bahnen herausgehoben und wieder in die Tiefe gelassen wurden. Zahlreiche Neugierige genossen die ungewöhnliche Aktion und freuten sich sichtlich. Bis ein Radfahrer kam. Auf der falschen Seite – also fast von hinten. Vielleicht stand der ältere Mann ja tatsächlich auf dem Radweg. Vielleicht machte er auch nur einen Schritt zurück. Jedenfalls fuhr ihn der junge Mann auf dem Rad, etwa Mitte 20, gnadenlos um. Der Radler hatte sein Tempo nicht verringert, obwohl es wirklich eng war. Auch er stürzte, rappelte sich aber schnell wieder hoch, brüllte herum – und trat gegen den noch am Boden liegenden Mann, der zum Glück nicht schwer verletzt worden war .

Von weiteren Attacken ließ der Treter ab, als mehrere Zeugen auf ihn zueilten. Der Rowdy schwang sich schnell wieder auf sein Rad und strampelte davon. Selbstverständlich weiter gegen die Fahrtrichtung.(...)

Es sind solche Typen, die Radfahrer in Verruf bringen. Dabei radeln täglich zigtausende – ganz vorbildlich – durch die Stadt. Und trotzdem landen sie oft in einem Topf mit solchen Tretern. Schade.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/berli ... 69292.html

T4: Radfahrer gefährden sich nicht, wenn sie über rote Ampeln fahren

21.03.2016:
Zwei Radfahrer missachten rote Ampeln

Ein 76-jähriger Radfahrer und ein 16-Jähriger Radfahrer liegen nun schwer verletzt in Krankenhäusern. Beide hatten rote Ampeln missachtet und wurden von Autos angefahren.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/poliz ... 46686.html

10.3.2017:
In der Nacht zum Freitag gegen 23.30 Uhr überquerte ein Radler die Turmstraße in Moabit – ebenfalls bei Rot. Ein Taxi-Fahrer (36) erfasste den jungen Mann. Dieser kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.
Quelle: http://www.bz-berlin.de/berlin/bei-rot- ... rverletzte

1.11.2016:
Eine Radfahrerin ist in Berlin-Charlottenburg bei Rot über eine Kreuzung gefahren, von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. (...)
Wie die Polizei mitteilte, wollte die 56-Jährige am Montagabend die Bismarckstraße in Höhe Kaiser-Friedrich-Straße an einem Fußgängerübergang überqueren, obwohl die Ampel dort Rot zeigte.
Quelle: http://www.bz-berlin.de/berlin/charlott ... sie-klinik

T5: Radfahrer gefährden sich niemals selbst im Strassenverkehr (u.a. deswegen dürfen sie auch rote Ampeln ignorieren)

13.08.2016
Schwer verletzt wurde am Sonnabend früh ein 31-jähriger Radfahrer. Er hatte beim Abbiegen die Vorfahrt eines Pkw missachtet.
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/poliz ... 08144.html

17.08.2016:
Heute um die Mittagszeit ereignete sich ein schlimmer Unfall auf der Karl-Liebknecht-Straße. Offenbar wurde ein Mann von der Straßenbahn angefahren. Der Verkehr auf diesen Linien ruht.
Der von der Straßenbahn Erfasste war mit dem Fahrrad unterwegs. Der Mann wurde meterweit mitgeschleift. Er kam schwer verletzt ins Krankenhaus, ist aber außer Lebensgefahr.
– Quelle: http://www.berliner-kurier.de/24603458 ©2017
11.11.2016:
Auf der Karl-Liebknecht-Straße in Mitte ist eine Radfahrerin von einer Straßenbahn erfasst worden. Wie die Polizei mitteilte, wollte die Frau zuvor mit ihrem Rad über die Gleise fahren.
Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/25079632

T6: Strafzettel bewirken kein verändertes Verhalten
Die Verschärfung der Straßenverkehrsordnung (StVO) für Parksünder zeigt in Berlin offenbar Wirkung. Statt bisher fünf Euro müssen Autofahrer seit April 2013 zehn Euro zahlen, wenn sie ohne Parkschein in einer bewirtschafteten Zone vom Ordnungsamt erwischt werden. Der Bezirk Mitte hat dazu jetzt eine erste Bilanz vorgelegt. „Die Erhöhung der Knöllchenpreise hat zu mehr Zahler-Ehrlichkeit und weniger Schwarzparken geführt“, sagt Baustadtrat Carsten Spallek (CDU).
Demnach wurden von April bis November 2013 in Mitte in den Parkzonen etwa am Potsdamer Platz, am Gendarmenmarkt und am Alexanderplatz insgesamt knapp 395 000 Anzeigen wegen Falschparkens geschrieben. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 115 000 Anzeigen mehr. Spallek betont, dass die Kontrollen mit gleicher Personalstärke und Intensität durchgeführt wurden wie zuvor. Deutlich weniger Autofahrer würden also das Risiko eingehen, beim Parken ohne Parkschein erwischt zu werden, so Spallek.
Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/3270442

T7: Pendler aus den Aussenbezirken fahren nicht mit dem Fahrrad

2013 (!)
Sie sind viele, sehr viele – aber wie viele genau? Berlin zählt seine Radfahrer jetzt elektronisch. Bislang gibt es nur Schätzungen, Hochrechnungen und im besten Fall manuelle Zählungen. Nun wurden testweise zwei so genannte Dauerzählstellen installiert, 2014 sollen in der Innenstadt zehn Geräte dauerhaft montiert werden. Dies sagte der Chef der Verkehrslenkung, Jörg Lange.

Vor einem Jahr waren am Schwedter Steg am Mauerpark und an der vor drei Jahre eröffneten Brücke über den Aalemannkanal im Norden Spandaus installiert worden. Obwohl die Montage von der Verkehrsverwaltung nicht öffentlich bekannt gegeben worden war, ist in Spandau das an einem Mast installierte Gerät bereits nach wenigen Tagen gestohlen worden. Dafür verblüffen die Daten der „Dauerzählstelle“ Schwedter Steg selbst Experten. Da die Strecke zum Fernradweg Berlin-Usedom gehört waren die Senatsplaner davon ausgegangen, dass hauptsächlich Touristen die vor 15 Jahren eröffnete Fußgängerbrücke über die Gleise am Nordkreuz nutzen.

Die Fahrradfahrer sind die Innenstadtpendler in Berlin

Tatsächlich sind es offenbar Berliner Pendler: an Werktagen mit 1500 bis 2000 pro Richtung deutlich mehr als am Wochenende (500). Die Verkehrsspitzen sind wie auf den Autostraßen am Morgen und am späten Nachmittag. Dabei ist die Verbindung für Radfahrer wegen des groben Kopfsteinpflasters im Mauerpark alles andere als optimal.
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/neue- ... 93580.html


Also: Bevor Du weiter pauschal anderen "Was schreibst Du für Unfug daher? Wie soll das jemand ernst nehmen?" vorwirfst mach doch einfach mal Deine Hausaufgaben, anstatt weiter ohne jeden Beleg mit offensichtlich falschen Glaubenssätzen und erfundenen, ebenso falschen Argumenten zu arbeiten um Dein eigenes asoziales Verhalten zu rechtfertigen....

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