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Recht haben oder Ruhe haben?

Der Smalltalk-Bereich. Alles was NICHT mit Fahr/Falträdern zu tun hat
Dööörk
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Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Dööörk » Mo 10. Jun 2013, 21:21

Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich etwa 15 km durch eine herrlich grüne Gegend zur Arbeit fahren kann. Ende letzten Jahres hat man sich die neuen Verkehrsregeln zu Herzen genommen und beispielsweise einen einseitigen Radweg zwischen zwei Dörfern zu einem sogenannten "anderen Radweg" degradiert. Also keine blauen Schilder (237, 240 oder 241) mehr. Das ist an dieser Stelle auch gut so. Der Weg ist zwar hübsch und für Radausflügler ausreichend, aber ab Tempo 25 aufwärts eine Zumutung (Rollsplitt, Wurzeln, bei Regenwetter glitschige Holzstege, unbefestigte Abschnitte).

Jetzt darf ich endlich ganz legal die relativ schmale, aber gute Straße nutzen - und mach das freilich auch. Übrigens auf dem Heimweg MUSS ich laut Gesetzgeber sogar auf der Straße fahren (siehe §2 Abs 4 StVO). Und jedes, wirklich ausnahmslos JEDES Mal hupen mich einige Autofahrer an, weil sie der Meinung sind, man könne mich damit auf den Radweg zurückscheuchen. Ich kann das zwar ne Weile aushalten, aber so langsam wachsen Gewaltfantasien in mir (harmlosere davon haben mit einem schweren Kettenschloss und Außenspiegeln zu tun :twisted: ).

Was würdet Ihr machen? Zurück auf den Radweg wechseln, um endlich wieder ohne Zähneknirschen und geschwollene Adern an den Schläfen im Büro anzukommen? Oder es weiter drauf anlegen und hoffen, dass die verwirrten Schäfchen auf vier Rädern endlich irgendwann geläutert werden? Habt Ihr einen Rat, wie man sich ein dickeres Fell zulegt?

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Motte » Mo 10. Jun 2013, 21:47

Ich glaube nicht, dass man da jemand Anderen einen Rat geben kann. Es hängt immer von der persönlichen Leidensfähigkeit, Streitlust und Empfindlichkeit an. Wenn mich Autofahrer unterwegs grüßen, winke ich in aller Regel gut gelaunt zurück. Wortgefechten mit notorischen Rechthabern gehe ich für gewöhnlich aus dem Weg. Einige wenige kann man aufklären. Dazu sollte man sich aber auch selbst gut auskennen und in der Lage sein das in diesem Augenblick ruhig zu vermitteln.

Die meisten Autofahrer haben aber ganz offensichtlich ihre Fahrerlaubnis beim Entenangeln auf der Frühjahrskirmes gezogen. Die entsprechende StVO Novelle, die zwischen nutzungspflichtigen und nicht nutzungspflichtigen Radwegen unterscheidet, war 1997!!!. Wer das bis heute noch nicht geschnallt hat, versucht vermutlich auch immer noch im Winter die Shoke zu ziehen und das Loch vorne zu finden, wo man zum Starten die Kurbel rein steckt. Wie willst Du mit denen kommunizieren?

Also mach das, was Dir persönlich gut tut. Wenn es das Fahren auf dem Radweg ist, dann eben das. Oder zanken oder einfach ignorieren.

Gruß

Udo

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Harry » Mo 10. Jun 2013, 22:23

Morgens regelmäßig zanken wäre mir viel zu anstrengend. Wenn man 15km fahren muss und einen ganzen Arbeitstag vor sich hat, würde ich gern halbwegs entspannt ankommen wollen. Wenn die Fahrbahn deutlich besser ist und Du wirklich 25km/h+ fahren kannst, ist die Straße aber sehr verlockend. Würde vll. mal Kopfhörer (so richtig große) aufsetzen (mit oder ohne Musik) :mrgreen: Die Autofahrer scheinen Dich ja sowieso für "nicht ganz richtig..." zu halten, wenn sie davon ausgehen, nicht gehört zu werden, sind sie vll. vorsichtiger und hupen zumindest nicht mehr.

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von superfalter » Mo 10. Jun 2013, 23:54

@Harry Kopfhörer ? Ohje jetzt wachsen mir gleich dicke Adern. Diese Trödelfahrer die durch ihre unreflektierte Fahrweise "den ganzen Weg" einnehmen, kann ick echt nicht leiden.

@Dööörk ick schwanke auch oft zwischen Faust und Ignoranz. Leider kann man nicht jeden erziehen. Also kann man nur sich selbst ändern und relaxen.

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Eule » Di 11. Jun 2013, 09:35

Oder ein T-Shirt oder Schild bedrucken, da könnte z. B. drauf stehen.

"auch mit noch so viel hupen wird das kein Radweg!(nach StVO!)"
oder nur : "Nein das ist KEIN Radweg!"

Ich zweifele zwar auch manchmal aber viele Autofahrer können doch lesen! :? :D
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von derMac » Di 11. Jun 2013, 17:01

Wenn an dem ehemaligen Radweg nicht Fahrräder frei steht, musst du in beide Richtungen die Fahrbahn benutzen, dann ist es nämlich kein Radweg mehr. ;)

Die Oberlehrervariante für eine T-Shirt-Aufdruck wäre: Hier radeln: korrekt, deshalb hupen: 10 €.

Ich würde es wie Motte halten und das Hupen als netten Gruß verstehen (oder Ankündigung zum Überholen) und freudlich oder erstaunt zurückwinken.

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Dööörk » Di 11. Jun 2013, 22:40

Haha, cool, einen T-Shirt-Druck hatte ich auch schon ernsthaft überlegt :D Ich glaub, das isses mir Wert.

DerMac:
§2 Abs 4 StVO (Ausschnitt): "Rechte Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen benutzt werden. Linke Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen nur benutzt werden, wenn dies durch das allein stehende Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ angezeigt ist. Wer mit dem Rad fährt, darf ferner rechte Seitenstreifen benutzen, wenn keine Radwege vorhanden sind und zu Fuß Gehende nicht behindert werden."

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von derMac » Di 11. Jun 2013, 23:33

Dööörk hat geschrieben: §2 Abs 4 StVO (Ausschnitt): "Rechte Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen benutzt werden.
Und woran genau erkennst du einen rechten Radweg ohne diese Zeichen? ;)

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Motte » Mi 12. Jun 2013, 07:17

An den gleichen Merkmalen an denen man vor 1997 jeden (dann auch nutzungspflichtigen) Radweg erkennen können musste. :mrgreen:
(also irgendwie halt) :lol:

Heute gilt dann aber: Wenn da (baulich - durch Wegetrennung/ Markierungen) nichts erkennbar ist, darfst Du dort nicht fahren. Müssen musst Du ja eh nicht mehr.

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von frankd » Mi 12. Jun 2013, 10:50

Man muss sich auch in den Autofahrer hineinversetzen, der kümmert sich meistens nicht um die Schilder für den Radfahrer, der sieht nur die schmale Straße und den Radweg daneben. Und ärgert sich weil er wieder bremsen musste weil Gegenverkehr kam.
Ich persönlich würde auch eher den Radweg benutzen, dauert vielleicht ein wenig länger ist aber stressfreier. Nicht nur das Hupen nervt, sondern noch viel mehr das Durchdrängeln von manchen Autofahrern bei Gegenverkehr, der gefühlte Sicherheitsabstand zum überholenden Auto tendiert dann gegen null. Und die Luft ist auf dem Radweg besser und man wird bei Regen nicht so eingesaut.
Dann eher mal zur nächsten Gemeindeversammlung gehen und einen besseren Radweg einfordern, da haben dann alle etwas davon.

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