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Recht haben oder Ruhe haben?

Der Smalltalk-Bereich. Alles was NICHT mit Fahr/Falträdern zu tun hat
berlinonaut
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von berlinonaut » Mo 17. Aug 2015, 14:40

Pibach hat geschrieben: Ne, "vergleiche" ich nicht (wie kommst Du darauf?).
Möglicherweise wegen des Vergleichs?

Ich wiederhole: Erkläre mir doch mal bitte, was genau Du in Deinem Zitat mit "es" meinst:
Pibach hat geschrieben:
berlinonaut hat geschrieben: Pro Euro Umsatz gehen davon 55 ct ans Taxiunternehmen, 45 ct davon an den Fahrer
Sind also 55%. Bei Uber sind es 20%.

Pibach
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Pibach » Mo 17. Aug 2015, 15:12

berlinonaut hat geschrieben: Möglicherweise wegen des Vergleichs?
Glaubst Du tatsächlich, dass ich übersehe, dass ein Taxiunternehmen ganz andere Leistungen erbringt als Vermittlungsdienste wie Uber? Doch wohl kaum. Was also treibt Dich, das so zu schreiben? Ich komme da nur auf Streitlust. Oder gibt es da noch eine andere Erklärung?

"Verglichen" hab ich das so ja nicht, das sind einfach nur die Anteile der Anbieter. Von daher ist Deine Aussage, dass Uber höhere Provision nimmt zumindest dahingehend faktisch falsch. Sollte eigentlich offensichtlich sein (aber das scheint nicht zu schnackeln).

Wenn man die Anteile weiter differenziert, kann man vielleicht sowas wie den Anteil, der auf Vermittlungsleistung entfällt vergleichen. Das ist aber komplex. Wir haben dazu nicht die Basis für eine Berechnung. U.a. ist völlig unklar, wie man die Betriebskosten der privaten PKW hier einbeziehen könnte. Von daher steht Deine Rechnung weitgehend ohne Bezug und ich sehe auch keine Schlussfolgerung.

Fakt ist aber, dass Uber sowohl für Fahrer als auch für Kunden attraktiv zu sein scheint, das sieht man an der guten Marktakzeptanz. Und auch aus der generell sehr hohen Bewertung dieses Geschäftsmodells lässt sich einiges folgern, zumindest ist das die Erwartung für die Zukunft.

Ich persönlich finde 20% nur für Vermittlung (+ Abrechnung und Bewertung) auch zu viel. Hier bezahlt man aber eigentlich die Markerschließung. Uber garantiert z.B. von Stadt zu Stadt in der Anlaufphase lukrative Stundensätze, um eine anfängliche Abdeckung zu erreichen.

Ich würde wie gesagt davon ausgehen, dass diese Provision mit zunehmender Konkurrenz stark fällt. Von daher müsste man jetzige Taxidienste mit zukünftigen Mitfahrdiensten verlgleichen, also jeweils bzgl. der etablierten Phase. Da ist eben davon auszugehen, dass da der Provisionsanteil der Mitfahrdienste erheblich unter dem auf die Vermittlungsleistung umgerechneten Vergleichswert des Taxigewerbes liegen wird. Das lässt sich aber logischer Weise derzeit noch kaum empirisch belegen, sondern eher anhand von Modellüberlegungen und Analogieschlüssen.

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Motte » Mo 17. Aug 2015, 15:51

Letztlich führt das dazu, dass ein schlecht bezahlter Scheinselbstständiger mit einem geliehen (oder seinem eigenen) Auto auf Teufel komm raus Geld verdienen muss. Kannst Du heute schon bei den Klapperkisten der Hermes Auslieferer sehen. Die fahren dann auch so. Und parken so wie es am schnellsten geht. Auch in der 2. Reihe - auf der Gegenfahrbahn und sowieso auf dem Radweg.
Alles, damit Tanta Klara ihrer Ballerinas für 13,95 Euro zum 4. mal getauscht bekommt.
Für Tante Klara ist das ein attraktives Angebot - logisch. Für den Radfahrer auf dem Radweg weniger.

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Pibach » Mo 17. Aug 2015, 15:57

Motte hat geschrieben:Letztlich führt das dazu, dass ein schlecht bezahlter Scheinselbstständiger mit einem geliehen (oder seinem eigenen) Auto auf Teufel komm raus Geld verdienen muss.
Wieso?
Ist doch genau andersrum: die haben etwas bessere Verdienstmöglichkeiten, mehr Flexibilität, mehr Stellen, das System ist effizienter, die Fahrgäste profitieren (und das sind nicht nur "Tante Klaras"), die Zahl der Autos wird reduziert, der ÖPNV gestärkt - also alles erwünschte Effekte.

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von berlinonaut » Mo 17. Aug 2015, 15:58

Pibach hat geschrieben: Glaubst Du tatsächlich, dass ich übersehe, dass ein Taxiunternehmen ganz andere Leistungen erbringt als Vermittlungsdienste wie Uber? Doch wohl kaum. Was also treibt Dich, das so zu schreiben? Ich komme da nur auf Streitlust. Oder gibt es da noch eine andere Erklärung?

"Verglichen" hab ich das so ja nicht, das sind einfach nur die Anteile der Anbieter. Von daher ist Deine Aussage, dass Uber höhere Provision nimmt zumindest dahingehend faktisch falsch. Sollte eigentlich offensichtlich sein (aber das scheint nicht zu schnackeln).
(...)
Ich fasse das mal kurz zusammen: Du hast den Vergleich, den Du gemacht hast natürlich gar nicht gemacht (weil ja offensichtlich ist, dass der unsinnig wäre). Aus diesem unsinnigen Vergleich, den Du nicht gemacht hast, kannst Du dennoch ablesen, dass die Vermittlungskosten bei Uber niedriger sind, als die, die Taxifahrer heute bezahlen (obwohl das da gar nicht drinsteht). Das kannst Du deswegen, weil die Zahlen für die Vermittlungskosten der Taxifahrer (die sehr präzise in exakten Zahlen samt Quellenverlinkung einige Postings weiter vorne aufgelistet sind und das Gegenteil beweisen) nicht zu ermitteln sind - es bleibt also nur der Weg der faktischen beweisfreien Behauptung zur Untermauerung der Argumenation und der ist bekanntlich eh präziser und schlagender als jeder andere (zumindest für Dich).

In jedem Fall "ist davon auszugehen" (warum auch immer, vielleicht hat das eine grosse Macht, die wir nicht kennen, beschlossen), dass in Zukunft die Vermittlungspreise niedriger sein werden, weil jetzt erst der Markt erschlossen werden muss. Das ist zwar das Gegenteil davon, was üblicherweise passiert in Sachen Vermittlungsprovision, aber das ignorieren wir lieber, weil es die Argumentation stören würde. Daher nehmen wir als Begründung dafür nicht näher erklärte oder ausgeführte "Modellüberlegunge und Analogieschlüsse" - die sind ein Totschlagargument und hören sich so wichtig an, dass sie auch ohne inhaltliche Erläuterung jeden überzeugen.

Eine Basis für Berechunungen von Kilometerkosten oder Vermittlungskosten gibt es nicht (trotz vorliegender Zahlen dazu und sogar umfänglichen Berechnungen einige Postings weiter vorne), es bewährt sich also erneut das Vorgehen "Beweis durch Behauptung" und da keine Zahlen vorliegen können wir munter spekulieren, was die Argumentation deutlich erleichtert.
Gewohnheitsmässig unterstellen wir zwischendurch dem Diskussionspartner immer mal wieder noch ein bisschen intellektuelle Unterbelichtetheit, das stärkt das eigene Weltbild. Schon fertig.

Womit bewiesen wäre: Pibach hat recht. Natürlich.

Wir sind also wieder mal beim Pibach-Paradoxon (http://www.faltradforum.de/viewtopic.ph ... 472#p44471) angelangt - das hat ja nicht allzu lange gedauert. Ich zitiere aus dem betreffenden Posting:
berlinonaut hat geschrieben:
Pibach hat geschrieben:
berlinonaut hat geschrieben:Das ist sehr offensichtlich falsch.
Wenn es offensichtlich falsch ist, solltest Du vielleicht selber merken, dass ich das nicht gesagt habe.
Ich vergass: Du hast ja per Definition immer recht - es ist daher also völlig ausgeschlossen, dass Du etwas Falsches gesagt haben könntest. Selbst wenn Du es gesagt hast. Diesen Effekt werde ich ab sofort das "Pibach-Paradoxon" nennen. ;)
Ganz ehrlich: Solche Diskussionen sind völlig sinnlos.

Pibach
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Pibach » Mo 17. Aug 2015, 16:19

berlinonaut hat geschrieben: Ich fasse das mal kurz zusammen: Du hast den Vergleich, den Du gemacht hast natürlich gar nicht gemacht (weil ja offensichtlich ist, dass der unsinnig wäre).
Also soweit sollten wir uns anhand der Postingtexte doch einigen können, dass ich diesen Vergleich nicht gemacht habe, sondern Du das reininterpretiert hast. Oder was glaubst Du, was rauskäme, wenn man das ein paar Unabhängigen zum gegenlesen gäbe? Dass tatsächlich jmd sich Deiner Interpretation anschlösse?
Ich finde das auch so offensichtlich, dass ich mich echt wundere, wie man so viel Energie auf so einen Nonsens verschwenden kann. Und wieso geht das hier unablässig weiter mit diesem kruden Unfug? AUFHÖREN. Bitte!
kannst Du dennoch ablesen, dass die Vermittlungskosten bei Uber niedriger sind, als die, die Taxifahrer heute bezahlen (obwohl das da gar nicht drinsteht).
Nein. Woher hast Du das? Zusammengesponnen?
Das kannst Du deswegen, weil die Zahlen für die Vermittlungskosten der Taxifahrer (die sehr präzise in exakten Zahlen samt Quellenverlinkung einige Postings weiter vorne aufgelistet sind
Nein, der Anteil, der auf Vermittlung entfällt ist eben nicht klar.
es bleibt also nur der Weg der faktischen beweisfreien Behauptung zur Untermauerung der Argumenation und der ist bekanntlich eh präziser und schlagender als jeder andere (zumindest für Dich).
Totale Verwirrung?
Das ist zwar das Gegenteil davon, was üblicherweise passiert in Sachen Vermittlungsprovision,
Nein. Im Innovationszyklus ist es typisch, dass Margen einem Grenzwert entgegengehen.
aber das ignorieren wir lieber, weil es die Argumentation stören würde. Daher nehmen wir als Begründung dafür nicht näher erklärte oder ausgeführte "Modellüberlegunge und Analogieschlüsse" - die sind ein Totschlagargument und hören sich so wichtig an, dass sie auch ohne inhaltliche Erläuterung jeden überzeugen.
Wieder nur polemischer Stuss. Einfach weglassen. Danke!
Gewohnheitsmässig unterstellen wir zwischendurch dem Diskussionspartner immer mal wieder noch ein bisschen intellektuelle Unterbelichtetheit,
Also a) bist Du derjenige, der immer damit anfängt dem Diskussionspartner Unfug zu unterstellen und b) ist ein gewisses Lese-/Verständnisproblem bei Dir nach all den Beispielen wohl kaum zu leugnen. Oder?

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von derMac » Mo 17. Aug 2015, 16:29

Pibach hat geschrieben:AUFHÖREN. Bitte!
Einfach weglassen. Danke!
Auch wenn du mich nicht direkt angesprochen hast: bitte, gern geschehen. Und ich bin absolut sicher, das berlinonaut das irgendwann auch noch schafft. ;)

Mac

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von berlinonaut » Mo 17. Aug 2015, 16:46

Pibach hat geschrieben:
berlinonaut hat geschrieben: Ich fasse das mal kurz zusammen: Du hast den Vergleich, den Du gemacht hast natürlich gar nicht gemacht (weil ja offensichtlich ist, dass der unsinnig wäre).
Also soweit sollten wir uns anhand der Postingtexte doch einigen können, dass ich diesen Vergleich nicht gemacht habe, sondern Du das reininterpretiert hast.
Spassvogel. Ist das ein Vergleich oder ist das keiner:
Pibach hat geschrieben:
berlinonaut hat geschrieben: Pro Euro Umsatz gehen davon 55 ct ans Taxiunternehmen, 45 ct davon an den Fahrer
Sind also 55%. Bei Uber sind es 20%.
Und was genau Du mit "es" gemeint hast hast Du trotz mehrfacher Nachfrage immer noch nicht erklärt.

Pibach hat geschrieben:Oder was glaubst Du, was rauskäme, wenn man das ein paar Unabhängigen zum gegenlesen gäbe? Dass tatsächlich jmd sich Deiner Interpretation anschlösse?
Ich würde vermuten, dass der Anteil derjenigen, die obigen Vergleich für einen Vergleich halten würden, wenn man sie fragte, sehr erheblich wäre, um es vornehm auszudrücken.
berlinonaut hat geschrieben:kannst Du dennoch ablesen, dass die Vermittlungskosten bei Uber niedriger sind, als die, die Taxifahrer heute bezahlen (obwohl das da gar nicht drinsteht).
Nein. Woher hast Du das? Zusammengesponnen?
Nö. Das hast Du geschrieben:
Pibach hat geschrieben: Von daher ist Deine Aussage, dass Uber höhere Provision nimmt (...) faktisch falsch
Quelle: http://www.faltradforum.de/viewtopic.php?p=44568#p44562
berlinonaut hat geschrieben:Das kannst Du deswegen, weil die Zahlen für die Vermittlungskosten der Taxifahrer (die sehr präzise in exakten Zahlen samt Quellenverlinkung einige Postings weiter vorne aufgelistet sind
Nein, der Anteil, der auf Vermittlung entfällt ist eben nicht klar.
Was bitte ist daran unklar?
berlinonaut hat geschrieben:Uber nimmt 20% vom Umsatz, teilweise auch schon 25% (in den USA).
Beim Taxi kostet Winken am Strassenrand den Fahrer gar nichts. Taxistand kostet den Fahrer gar nichts. Mitgliedschaft in einer Funkzentrale kostet hier in Berlin flat 110 Euro/Monat (http://www.wuerfelfunk.de/pricing-boxes/). My Taxi kostete früher 79ct / Fahrt, jetzt 7% (https://de.mytaxi.com/taxifahrer.html).
Quelle u.a.: http://www.faltradforum.de/viewtopic.ph ... 110#p44532

D.h. selbst wenn ein Taxifahrer seine Fahrten ausschliesslich mit MyTaxi als teuerster Vermittlungsart macht ist er sehr sehr weit unter der Provisionsquote von Uber. Und über Stammgäste, die per Handy bestellen haben wir noch gar nicht gesprochen. Die machen bei den meisten langjährigen Tagfahrern einen führlbaren Teil vom Umsatz aus.
berlinonaut hat geschrieben:Das ist zwar das Gegenteil davon, was üblicherweise passiert in Sachen Vermittlungsprovision,
Nein. Im Innovationszyklus ist es typisch, dass Margen einem Grenzwert entgegengehen.
Vielleicht sollte jemand den Uberleuten mal sagen, dass sie sich anders verhalten, als Du vorhersagst und das nicht angehen kann. http://www.uberpeople.net/threads/uberx ... ets.32128/ Auch bei ebay z.B. sinken aus rätselhaften Gründen die Provisionen seit Jahren nicht sondern gehen kontinuierlich nach oben. Wahrscheinlich haben die alle keine Ahnung von Innovation.

Du hast allerdings insofern recht, als die Vermittlungsprovision auf lange Sicht sogar ganz entfällt - nämlich dann, wenn Uber die Fahrer durch selbstfahrende Autos ersetzt. Dass sie das tun wollen wird offen kommuniziert und das erklärt auch die Finanzierung. Für das bisherige Geschäftsmodell ist Uber nämlich drastisch überfinanziert - sie haben sehr viel mehr Geld als sie dafür jemals benötigen würden. Für den Plan "weltweites Monopol auf Individualverkehr mit (selbstfahrenden) Mietfahrzeugen im Innerstädtischen Bereich" kommt die Kohle aber grade recht.... Daher kommt auch die hohe Bewertung des Unternehmens. Kann natürlich sein (und würde gut zum Geschäftsmodell passen) dass diese Autos von Uber an Subunternehmer verkauft oder verleast werden, sonst müssten sie ja eine weltweite Infrastruktur aufbauen, was nur wieder Geld kostet. Dann bleibt es doch bei der Provision, nur dass die dann vermutlich höher sein dürfte - 30% hat sich ja seit dem Apple Appstore recht flächig als Standard etabliert bei vielen Modellen. Da ja kein Fahrer mehr bezahlt werden muss können die Preise trotzdem sinken. Es bleibt also spannend.

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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Pibach » Mo 17. Aug 2015, 17:12

berlinonaut hat geschrieben: Spassvogel. Ist das ein Vergleich oder ist das keiner:
Der Vergleich kam von Dir, ich hab das lediglich hier zusammengefasst. Das sollte darauf hinweisen, dass es eben nicht vergleichbar ist. Wie der Satz danach, den Du weggelassen hast in dem Zitat, doch wohl hinreichend klar macht:
Pibach hat geschrieben:
Was in einer Vollkonstenkalkulation günstiger wegkommt ist wie gesagt komplex und nicht so einfach auszurechnen.
Anders macht das doch auch gar keinen Sinn. Nicht wahr?

berlinonaut hat geschrieben: Und was genau Du mit "es" gemeint hast hast Du trotz mehrfacher Nachfrage immer noch nicht erklärt.
Reichte das hier nicht?
berlinonaut hat geschrieben: Nö. Das hast Du geschrieben:
Pibach hat geschrieben: Von daher ist Deine Aussage, dass Uber höhere Provision nimmt (...) faktisch falsch


"Provision" enhält bei den Taxis aber nur zum Teil eine "Vermittlungsgebühr". Bitte nicht vermengen.
berlinonaut hat geschrieben: Was bitte ist daran unklar?

?
Wie sollte denn aus dem 55% Anteil eine Vermittlungsgebühr berechnet werden?
Offenbar reden wir hier aneinander vorbei.
Vielleicht sollte jemand den Uberleuten mal sagen, dass sie sich anders verhalten, als Du vorhersagst und das nicht angehen kann. http://www.uberpeople.net/threads/uberx ... ets.32128/ Auch bei ebay z.B. sinken aus rätselhaften Gründen die Provisionen seit Jahren nicht sondern gehen kontinuierlich nach oben. Wahrscheinlich haben die alle keine Ahnung von Innovation.
Wie sich der Markt der Mitfahrdienste entwickeln wird, ist derzeit ja noch nicht abzusehen.
Ebay ist etwas anders gelagert, da kam es ja (nach einer Preisschlacht) zu einer starken Anbieterkonvergenz, neben ebay ist praktisch kein anderer (ernstzunehmender) Anbieter übrig geblieben.
Sinkende Margen wird es jedenfalls nur unter Konkurrenzbedingungen geben.

Interessant fände ich als Thema, ob das bei Mitfahrdiensten auch eine Gefahr darstellt und wie man entsprechend die Rahmenstrukturen geeignet gestalten kann.

Bei ebay liegt die dominante Markstellung imho vor allem daran, dass Angebote nicht in mehreren Plattformen anbietbar sind. Ich gehe davon aus, dass das bei Mitfahrdiensten dagegen recht problemlos geht.
Du hast allerdings insofern recht, als die Vermittlungsprovision auf lange Sicht sogar ganz entfällt - nämlich dann, wenn Uber die Fahrer durch selbstfahrende Autos ersetzt. Dass sie das tun wollen wird offen kommuniziert und das erklärt auch die Finanzierung.
Ich glaube nicht, dass die Kapitalgeber auf fahrerlosen Transport setzen, das ist noch in (viel) zu ferner Zukunft.
Was genau zu der hohen Bewertung führt ist aber interessantes Thema.
Offenbar setzen die aber nicht auf fallende Margen - insofern ist das ein starker Punkt für Deine Argumentation. Wüsste aber nicht, wie diese Margen durchgesetzt werden sollten.

berlinonaut
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von berlinonaut » Mo 17. Aug 2015, 18:16

Pibach hat geschrieben:
berlinonaut hat geschrieben: Spassvogel. Ist das ein Vergleich oder ist das keiner:
Der Vergleich kam von Dir, ich hab das lediglich hier zusammengefasst. Das sollte darauf hinweisen, dass es eben nicht vergleichbar ist. Wie der Satz danach, den Du weggelassen hast in dem Zitat, doch wohl hinreichend klar macht:
Der Vergleich, den Du nicht gemacht hast, weil er unsinnig wäre, hab also ich gemacht. Und Du hast ihn lediglich zusammengefasst um zu zeigen, dass er nicht vergleichbar ist. Iss klar. :P
Pibach hat geschrieben:
Pibach hat geschrieben:
Was in einer Vollkonstenkalkulation günstiger wegkommt ist wie gesagt komplex und nicht so einfach auszurechnen.
Anders macht das doch auch gar keinen Sinn. Nicht wahr?
Macht es so oder so nicht. Denn es ist - wie bereits geschehen - sehr einfach auszurechnen und sehr klar, wer dabei schlechter wegkommt.
Pibach hat geschrieben:
berlinonaut hat geschrieben: Und was genau Du mit "es" gemeint hast hast Du trotz mehrfacher Nachfrage immer noch nicht erklärt.
Reichte das hier nicht?
Das hatte ich in der Tat überlesen - sorry. Macht den (nicht stattgefunden habenden) Vergleich aber nicht sinnvoller.
Pibach hat geschrieben: "Provision" enhält bei den Taxis aber nur zum Teil eine "Vermittlungsgebühr". Bitte nicht vermengen.


Äh, bis gerade eben war das noch mein Argument und Du warst dagegen... Mal abgesehen davon, dass Du hier als Einziger von Provision sprichst (und das fälschlicherweise) - es ist wenn, dann der Taxi-Fahrer, der eine Provision bekommt (aber dank Festgehalt heute eben auch nicht mehr). Es ist eine Kostenkalkulation auf Basis der bis letztes Jahr üblichen Provisionsmodelle. Davon abgeleitet kann man den Rest hochrechnen bis hin zur Jahreskilometerleistung, auch für heutige Kostenstrukturen.
Pibach hat geschrieben:
berlinonaut hat geschrieben: Was bitte ist daran unklar?

?
Wie sollte denn aus dem 55% Anteil eine Vermittlungsgebühr berechnet werden?


Eigentlich gar nicht. Hat auch überhaupt niemand versucht - die Vermittlungsgebühr geht ja auf Umsatz. Geht aber problemlos, wenn man das wollen würde - ist halt sozusagen Doppelprozentrechnung :P . Den finanziellen Anteil einer Vermittlungsprovision auf Uberniveau auf Basis kalkulatorischer, halbwegs realistischer monatlicher konkreter Finanzzahlen habe ich ja exemplarisch einige Postings weiter vorne berechnet. Da kam raus, dass das Taxi bei einer Provision in dieser Höhe Verluste schreiben würde. Trotz nur Mindestlohn für die Fahrer. Und auch, dass der Anteil von Uber bei 20% beim vierfachen der Marge des Taxiunternehmers liegen würde und bei 25% beim Fünffachen. Obwohl der das Risiko trägt und das Taxi finanzieren muss. Scheint irgendwie obszön.
Und dass beim Privatfahrer trotz günstigerer Kostenstrukturen nichts hängenbleibt, wenn von 35ct/Ladungs-km noch 20% Provision abgezogen wird (und ggf. noch MwSt.) ist offensichtlich. Da würde noch nicht mal ohne Provision was hängenbleiben.
Ebay ist etwas anders gelagert, da kam es ja (nach einer Preisschlacht) zu einer starken Anbieterkonvergenz, neben ebay ist praktisch kein anderer (ernstzunehmender) Anbieter übrig geblieben.
Genau das ist das Ziel von Uber. Erster sein, Schnellster sein, Aggresivster sein, alle anderen bedeutungslos machen. Genau damit sie die Bedingungen diktieren können.
Bei ebay liegt die dominante Markstellung imho vor allem daran, dass Angebote nicht in mehreren Plattformen anbietbar sind. Ich gehe davon aus, dass das bei Mitfahrdiensten dagegen recht problemlos geht.
Wo die Kunden sind ist die Macht. Das ist bei ebay so, das ist bei Facebook so, das ist bei WhatsApp so, das ist bei Amazon so. Und noch bei zahllosen anderen. Und wer zuerst da ist hat gute Chancen, die meisten Kunden abzukriegen.

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