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Beratungsgebühr im Laden

Der Smalltalk-Bereich. Alles was NICHT mit Fahr/Falträdern zu tun hat
superfalter
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Re: Beratungsgebühr im Laden

Beitrag von superfalter » Mo 11. Apr 2016, 15:37

eine feine Auswahl an sinnvollen Falträdern die besondere Qualitäten aufweisen

berlinonaut
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Re: Beratungsgebühr im Laden

Beitrag von berlinonaut » Di 12. Apr 2016, 02:19

superfalter hat geschrieben:Viele Fragen die man nicht beantworten kann, da ich nicht in den Kopf schauen kann oder den Kunden nach dem Besuch im Laden hinterherschleiche, umzusehen was machen sie dann.
Mit anderen Worten: Du weisst nicht, ob das Problem, das Du lösen willst, überhaupt existiert und wenn ja wie gross und relevant es ist. IMHO keine guten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Lösung. Viele (nicht alle) der Fragen von oben lassen sich durch reden mit Kunden, Interessenten und Kollegen sowie ein paar Strichlisten recht einfach beantworten, ganz ohne in den Kopf gucken und geheimdienstliche Tätigkeiten. Wer freundlich fragt kriegt meiner Erfahrung nach meist Antworten. Vorausgesetzt natürlich, Du findest die angesprochenen Fragen überhaupt interessant/relevant/hilfreich.
superfalter hat geschrieben:Kaiser bezog sich darauf, das es immernoch mein Laden ist und auch Kunden sich ihrer Verantwortung bewusst sind und sich auch respektvoll verhalten. Jemandem vorsätzlich mehr als 3h Zeit stehlen zählt nicht dazu.
IMHO problematische Einstellung. Wenn Du ein dreistündiges Verkaufsgespräch führst ist das IMHO per se ein Fehler, da ineffizient. Allerdings stecke ich nicht in Deinen Schuhen. Wenn der Interessent dann aber noch nicht mal was kauft hast Du es nicht geschafft, das rechtzeitig zu erkennen und aus dem Gespräch auszusteigen. Dass jemand Dir aus Bosheit vorsätzlich drei Stunden Deiner Zeit stiehlt ist schwer vorstellbar (aber man soll ja nix ausschliessen) - Du hast es trotzdem in der Hand, das nicht mit Dir machen zu lassen. Als Verkäufer "führst" Du das Verkaufsgespräch im Wortsinne, das ist Dein Job. Sprich: Die Verantwortung liegt bei Dir.
superfalter hat geschrieben:Ich bin seit über 10 Jahren in einem Zukunftsforschungsverein und bin dadurch mit echter nachhaltiger Sichtweise geprägt und die prägt somit auch mein Sortiment.
Das ist zweifellos spannend und ehrbar, zahlt aber nicht Deine Miete.

Steve
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Re: Beratungsgebühr im Laden

Beitrag von Steve » Di 12. Apr 2016, 05:24

Vielleicht ist einfach in Berlin die Dichte an Brompton/Moulton Händlern besonders hoch?
Mir fallen ohne langes Nachdenken mindestens acht Läden ein.
Und der Standort Prenzelberg ist zwar vielleicht trendig, aber die zahlungskräftige Kundschaft, die ad hoc und en passant mal eben ein britisches Faltrad kauft, shopt in anderen Stadtteilen?

bcmobil
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Re: Beratungsgebühr im Laden

Beitrag von bcmobil » Di 12. Apr 2016, 07:35

Ein Händler muss heute online und lokal präsent sein.
Und die Kanäle müssen kombiniert sein.
Die Preise gleich.
Einen Kampf gegen das Internet wird man verlieren.
Beratungsklau gab es immer schon, auch vor dem Internet.

Ein Händler muss sich die Frage stellen, warum gehen Kunden und kaufen woanders.
Ist die Beratung nicht gut?
Will der Kunde eine Marke die er nicht hat?
Ist der Preis zu hoch? Und damit meine ich nicht marktgerecht.

Preise müssen vergleichbar sein mit anderen seriösen Quellen, nicht mit dem billigsten ohne Service.

Ich bin übrigens Händler, aber in einer anderen Branche, auch Technik und voll vergleichbar.
Da muss man seinen eigenen Weg suchen. Für mich wäre eine Beratungspauschale kein Weg.
Ich glaube, man signalisiert da dem Kunden, dass da ein Haken ist.

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Re: Beratungsgebühr im Laden

Beitrag von superfalter » Di 12. Apr 2016, 07:52

Viele gute Hinweise. Danke.

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Re: Beratungsgebühr im Laden

Beitrag von C2M » Di 12. Apr 2016, 09:12

Statt "Eintrittsgeld" für Deinen Laden zu verlangen, solltest Du dem Kunden, der immerhin in Erwägung zieht, ein teures Rad zu erwerben ("premium", wie Udo schrieb, gewiss nicht) etwas bieten, was er z. B. bei Internetbestellungen nicht erhält: Kostenlosen und vor allem erstklassigen Service im Jahr nach dem Kauf, Leihrad während einer Reparatur etc.
Und wenn Du partout in Deiner "Sowas-wie-XY-verkauf-ich-nicht"-Nische bleiben willst, dann wirst Du Dich noch mehr nach der Decke strecken und Bescheidenheit üben statt Kaiserallüren pflegen müssen.
Zuletzt geändert von C2M am Di 12. Apr 2016, 21:06, insgesamt 2-mal geändert.

Steve
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Re: Beratungsgebühr im Laden

Beitrag von Steve » Di 12. Apr 2016, 09:57

Genau!
Eintrittsgeld ist der falsche Weg. Austrittsgeld ist der Trick!
Man muss den Kunden ohne Hürden in den Laden reinlassen.
Aber raus erst wieder, nachdem er was gekauft hat.

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Re: Beratungsgebühr im Laden

Beitrag von habi155 » Mo 2. Mai 2016, 22:50

Moin, ne Beratungspauschale die man beim Kauf zurück bekommt, wäre ne Möglichkeit. Allerding müsste man dann die Beratung auch vorher anpreisen und sie müsste dementsprechend gehaltvoll ausfallen.

Ansonsten einfach in den sauren Apfel beißen. Is ja überall so, man sieht sich meistens auch zwei mal im Leben ;)

Gruß

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Re: Beratungsgebühr im Laden

Beitrag von Rone » Di 3. Mai 2016, 01:38

Moin,

wenn ich den Faden genau genug überflogen/gelesen habe, hat noch keiner gefragt, wo für den Verkäufer mehr Geld zu holen ist: Beim Verkauf oder beim (wiederkehrenden) Service.

Natürlich will Patrick das Rundum-Paket anbieten. Klappt das aber nicht, gewinnt er vielleicht mit der Methode "Kauf Online aber ich mach den Service" den Kunden hintenrum und dann ggf. auch für Upgrades...

Aus eigener Erfahrung würde ich als Händler auch die Klappe halten, wenn jemand mit online bestellten Teilen ankommt. Das kommt nicht gut - vor allem dann nicht - wenn diese Situation das Ergebnis einer Beratung vor Ort war ;)

Ich wünschte mir vor Ort einen Fahrradhändler mit Herzblut und Eiern. Beides habe ich hier leider nicht in meinem Bullabü.

Just my two Cent,
Volker

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Re: Beratungsgebühr im Laden

Beitrag von berlinonaut » Di 3. Mai 2016, 09:40

Rone hat geschrieben: wenn ich den Faden genau genug genug überflogen/gelesen habe, hat noch keiner gefragt, wo für den Verkäufer mehr Geld zu holen ist: Beim Verkauf oder beim (wiederkehrenden) Service.
Ein paar Geschäftsgeheimnisse sollten wir dem Superfalter ja noch lassen. ;) Ich würde vermuten (!) beim Kauf gibt es idR im Vergleich einen etwas grösseren Batzen (noch dazu mit etwas weniger zeitlichem Invest). Ist aber sicherlich herstellerabhängig.
Hier http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... aeder.html heisst es z.B. über Bromton 2002:
Doch als er [Butler-Adams] die Zahlen sah, war er sehr beeindruckt. "40 Prozent Handelsspanne, zehn Prozent Gewinnmarge – die Firma hatte ein riesiges Potenzial."
Die Handelsspanne teilen sich Importeur und Einzelhändler. Hört sich für den Laien erst mal viel an, ist es aber nicht unbedingt und für 'nen Ferrari wird's trotzdem nicht reichen... Wie die Zahlen heute sind: kA. Ohne einen gewissen Durchsatz funktioniert das auch bei hoher Marge nicht, schon allein wegen der kapitalintensiven Ware, die Du auf Lager halten musst und der Vorführräder. Da haben Internethändler bzw. ergänzendes Versandgeschäft in jedem Fall Vorteile.

Was den Service angeht: Das ist halt umsatzmässig sehr fragmentiert und personalaufwändig und hinter jedem Umsatzeuro steht 1 zu 1 investierte Zeit. Ist also nur begrenzt skalierbar. Auf der anderen Seite haben die meisten Radläden in der Saison durchgehend eine volle Werkstatt, lohnen wird sich das also schon - aber nur wenn die Auslastung stimmt, sonst fressen Dich die Leerlaufzeiten/Personalkosten auf. Im Winter sieht es eher düster aus. Dazu brauchst Du speziell bei Faltern reichlich Spezialwissen, Spezialteile auf Vorrat und ggf. teilweise auch spezielles Werkzeug. Jahresdurchsicht beauftragen vermutlich nur wenige Leute beim Rad.

Als lokaler Fachhändler brauchst Du eh Beides, die beiden Sparten bedingen sich gegenseitig.

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