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Bernds Faltrad Neuaufbau

Zeigt her, die Falträder! (Bilder)
EmilEmil
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Re: Bernds Faltrad Neuaufbau

Beitrag von EmilEmil » Mi 28. Aug 2019, 10:40

christoph_d hat geschrieben:
So 25. Aug 2019, 18:29
……………….
IMG_20190825_172357-1024x576.jpg
………………………...
Sehe ich das richtig, das Bernds hat einen steileren Lenkachsen-Winkel als einen Sitzrohr-Winkel. Das ist bei den vorhandenen Rädern eher unüblich. Berichte bitte mal, wie sich das fährt (Lenkungsträgheit, Geradeauslauf u.a.). Natürlich erst dann, wenn das Rad fahrfertig ist und mal längere Strecken gefahren wurden.
Ich hatte mal bei einem Rad absichtlich den Lenkungssatz mit negativem Spiel eingestellt, einfacher gesagt, leicht geklemmt (Ich wollte die Auswirkung auf das Freihandfahren studieren, denn bei etwas größerer Schräglage nimmt das Frontteil (Zusammenbau Rad, Gabel, Vorbau, Lenker) der Geometrie entsprechend schlagartig einen für Freihandfahren negativen (zu großen) Lenkwinkel ein.
Für kürzere Strecken war diese "Klemmung" noch akzeptabel, auf längerer Strecke > 50 [km] geht das gar nicht, ist sogar ganz übel.
Wer es nicht weiß: Die Spiel-Einstellung überprüft man, indem bei hochgehobenem Vorderrad das Frontteil leicht nach Links oder Rechts abkippen läßt (Durch Schwerkraft verursachter Lenkeinschlag). Dabei muß die vorhandene Haftreibung leicht zu überwinden sein. Und Gleitlager, wie sie die Britische Fa. Raleigh mal oben am Lenkungssatz (Raleigh Twenty) verbaut hatte, sind absolutes NOGO.
Die Einstellung des Lagerspiels der Lenkungslager (Die Gabel soll senkrecht zur Lenkachse fest geführt sein !) ist immer ein bißchen heikel, da Setzungs-Phänomene eine Rolle spielen. In der Regel muß mindestens eine Iteration durchgeführt werden.
Das gilt besonders bei den lange Zeit verbauten Schrägkugellagern mit einstellbaren Konussen. Stand der Technik sind gekapselte (gedichtete) Schrägkugellager aus Industrie-Fertigung, die die Konus-Lager an Genauigkeit bei weitem übertreffen und das Problem von Partikeln und Wasser (Stichwort: Lagerzerstörung, d.h. die bekannten Ratter-Näpfchen in den Wälzlager-Laufbahnen) aus der Welt schaffen. Die gekapselten Lager sind überdies auch noch "dauerhaft" geschmiert. Es gibt aber noch andere Lösungen für die Lenkungs-Lagerung (z B unten Kegelrollenlager/oben Rillenkugellager u.a.).
Für die Konus-Lager bekommt man derzeit immer noch Ersatz (ca. 8 €). Die Gekapselten sind im Vergleich 3-mal teurer. Aus Erfahrung sage ich, daß der höhere Preis sein "Geld" wert ist. Wer jetzt mal sein Baumarkt-Qualitätsrad daraufhin überprüft, für den wären Tränen nicht ungewöhnlich. Lieber nicht nachschauen !
Den Lenkungssatz des Bernds würde ich auf jeden Fall auf Sauberkeit und Verschleiß überprüfen. Den Verschleiß bilden diese durch die geringen Lenkwinkel verursachten Ratter-Näpfchen. Wenn es ihn gibt, hilft nur eine Neuausstattung (Das "Schwerer"-Werden der Lenkung fällt kaum auf, da der Prozeß schleichend vor sich geht).
Ich habe das vor einigen Monaten am gelben 24" Falter selbst erfahren. Beim Einbau einer neuen Gabel (Wegen Vau-Bremse) war ein neuer Lenkungssatz nach 18 000 [km] fällig. Rost gab es nicht (Fahrrad steht nie im Regen und wartet auf mich :D ), aber diese Ratter-Näpfchen. Schmierung war noch vorhanden, total mit Abrieb kontaminiert (Keine Säuberung oder Wartung in den letzten 8 Jahren; Asche auf mein Haupt :shock: . Bin eben ein Wartungs-Muffel, der sich nicht gern an buchhalterisch festgelegte Termine hält und diese abarbeitet).

MfG EmilEmil

Motte
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Re: Bernds Faltrad Neuaufbau

Beitrag von Motte » Mi 28. Aug 2019, 19:24

Mein Birdy (Kauf 2005) und mein Utopia Timor (Kauf 2007) haben beide so einen mehrfach gedichteten "Rollen -Edelsteuersatz" drinne. (beim Birdy von Cane Creek - beim Timor sogar "abschmierbar")
Ich gehe mal davon aus, dass das bei einem Bernds aus dieser Zeit genau so ist. So dass man sich da keine großen Gedanken machen muss, sofern der Vorbesitzer da nicht ohne Sachkenntnis dran "rumgehebelt" hat.

Ansonsten ist das ein Vorteil der Lenkrohrhalterung bei Timor, Bernds, Dahon, Tern, Brompton - wenn da eine Tasche sitzt, dann bekommt sie den ganzen Schmodder ab, der sonst den Steuersatz trifft. :)

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Re: Bernds Faltrad Neuaufbau

Beitrag von christoph_d » Mi 28. Aug 2019, 21:06

Hallo,

Alte klapprige Steuersätze kenne ich zur Genüge. Der vom Bernds ist zwar alt, macht aber einen soliden Eindruck.

Vom Fahrgefühl werde ich berichten, aber da bin ich eher unsensensibel und durch meine Liegeräder ( Flevo Racer mit Knicklenkung und BikeE Tandem mit senkrechtem Steuerrohr und inverser Gabel) seltsames gewöhnt.

Viele Grüße

Christoph

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Re: Bernds Faltrad Neuaufbau

Beitrag von christoph_d » Sa 31. Aug 2019, 22:44

Hallo,

Endlich ist das Bernds fahrbereit (wenn auch noch nicht fertig). Ich habe heute von Riemenantrieb auf Kettenschaltung umgebaut, weil ich gerne mehr Standardkomponenten und eine größere Spreizung der Entfaltung haben wollte.

Nachdem ich alles demontiert und vorbereitet hatte, fand ich endlich das Probleme des Kettentriebs. Das Schwingenlager hatte Spiel und daher konnten Tretlager und Rad nie sauber fluchten. Das Spiel fiel aber erst auf, nachdem der Riemen ab war und das Lager nicht mehr verspannte. Nach dem Austausch der Buchsen war das Spiel dann auch weg.

Ansonsten standen zahlreiche Kleinarbeitennan:
- Schutzbleche und Gepäckträger fest montieren,
- Schalthebel und -zug anbauen
- Bremsen betriebsbereit machen
- Lampen anbauen (da ich das falsche Vorderrad bestellt habe, hat die Beleuchtung noch keinen Strom)

Ob der Lenker so bleibt, gekürzt wird oder durch einen Rennlenker ersetzt wird, muss ich mir noch überlegen.
IMG_20190831_171958-1000x563.jpg
Da es ein paar Fragen und Diskussionen zum Fahr- und Bremsverhalten gab: Es fährt sich sehr agil, aber nicht zu nervös und sogar ein zwei Kurbelumdrehungen sind freihändig drin. Die Bremsen sind natürlich nicht so gut wie moderne, mit Koolstop Belägen ist die Bremskraft aber durchaus i.O..

Viele Grüße

Christoph

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Re: Bernds Faltrad Neuaufbau

Beitrag von EmilEmil » So 1. Sep 2019, 09:53

Ja, super, es sieht schon fast gebrauchstüchtig aus. Danke über die Mitteilung bzgl. Fahrverhalten.
Die Anbringung der Kotflügel kann wahrscheinlich gegenüber dem Radumfang gleichmäßiger gestaltet werden. Evtl. sind die vorhandenen Kotflügelstreben zu diesem Zweck zu unflexibel. Die aus alten Zeiten stammenden Überlaufstreben (Sind aber noch am Markt erhältlich) in Bügelform erlauben eine Längeneinstellung des Radius an der Nabe und eine seitliche Einstellung über die zugehörigen 3 Klemmkloben. Auch Kürzen der Bügel (Länge am Ausfallende) ist möglich. Vgl. Bild vom Folding*Star (Brücke über den Mittellandkanal in Preußisch Oldendorf).

Bild

MfG EmilEmil

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Re: Bernds Faltrad Neuaufbau

Beitrag von christoph_d » Mi 11. Sep 2019, 19:36

Hallo,

am Wochenende noch ein bisschen gebastelt.
IMG_20190911_171154-1000x750.jpg
IMG_20190911_172812-1000x750.jpg
viele Grüße

Christoph

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Re: Bernds Faltrad Neuaufbau

Beitrag von Motte » Mi 11. Sep 2019, 20:56

Schick geworden. :)

Ich würde ihm noch so was in der Art vorn gönnen https://www.bike-discount.de/de/kaufen/ ... ang-136345

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Re: Bernds Faltrad Neuaufbau

Beitrag von Ch.Bacca » Mi 11. Sep 2019, 21:11

(offtopic)
EmilEmil hat geschrieben:
So 1. Sep 2019, 09:53
... Vgl. Bild vom Folding*Star (Brücke über den Mittellandkanal in Preußisch Oldendorf). ...
Sattelrohr und Sattelstütze fluchten nicht. Das sieht irgendwie ungesund aus. Das Bild ist nach der Reparatur der Klemmung entstanden, oder?
(/offtopic)

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Re: Bernds Faltrad Neuaufbau

Beitrag von EmilEmil » Do 12. Sep 2019, 11:32

Ja, nach der Reparatur der Klemmung. Nach der Preußisch Oldendorf-Exkursion ist mir das auch aufgefallen. Im Bild des Folding*Star vor dem Motorschiff im Hafen fällt es noch stärker ins Auge.
viewtopic.php?f=19&t=5246&p=58079&hilit ... orf#p58079
Die Sattelstütze hat einen Knick bekommen zwischen dem freien Teil und dem "eingespannten" Teil. Das sind etwa 4 [Grd]. Für die nächste Zeit ist keine neue Sattelstütze geplant. Ursache war vermutlich die Fahrt mit der sehr bald gebrochenen Doppel-Klemmung der Fa. KCNC. Zwar rutschte die Stütze (Gottseidank !) nicht ins Sitzrohr, aber von einer Biegement-Fixierung durch die nun zwei-geteilte Klemmung konnte keine Rede mehr sein. Die Abstützung war nach dem Bruch nur ambulant entsprechend dem Freigang zwischen Sattelstütze und Sitzrohr. Meine Genugtuung war ziemlich groß, weil es nicht auf unsaubere Arbeit meinerseits zurückzuführen war.
Wenn es zu keinem Bruch kommt, bleibt es so. Eine waagrechte Sattelfläche kann man (Und habe ich schon eigestellt) ja einrichten.
Sorry für OT.
Beim Bernds geht es ja vorwärts. Daumen hoch !

MfG EmilEmil

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Re: Bernds Faltrad Neuaufbau

Beitrag von Zauberfaltrad » Do 12. Sep 2019, 14:25

Ziemlich mutig mit so einem Lenker. :D
Fährt sich bestimmt sehr sportlich. 8-)

Viel Spaß damit!

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