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GoCycle vs Vello Bike+

Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
hyla
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GoCycle vs Vello Bike+

Beitrag von hyla » Fr 10. Nov 2017, 18:30

Moin,

nach ein paar Jahren Edelweiß R3 - Falträdern, mit denen wir erstaunlich gut zurecht kamen steht jetzt die Überlegung an, Falträder mit Unterstützung zu kaufen. Ich werde 58, habe zwei Knieprothesen und könnte mir jetzt doch vorstellen bei Bedarf Unterstützung zu haben. Meine Frau und ich haben im Internet nach leichten Rädern gesucht, da die Zuladung im Wohnmobil nicht grenzenlos ist. Somit haben wir zuerst GoCycle G2 ~ 16kg und gestern das Vello Bike+ ~ 12 kg aus Österreich in die engere Wahl genommen. Wir nutzen die Räder für Einkaufs- und kleine bis mittlere Erkundungstouren zwischen 10-30 km auf befestigten Rad-,Wald- und Feldwegen mit leichtem bis mittleren Streckenprofil.

Beide Räder sind wir noch nicht gefahren und finden diese beiden Modelle zunächst anhand der Infos recht interessant.

Gibt es hier für das G2 Erfahrungen aus der Praxis? Ist hier schon jemand mit einem Vello unterwegs und kann etwas über diese Räder sagen? Da das Vello Bike+ noch nicht verfügbar ist geht es mir zunächst um die Modelle ohne Antrieb ( Urbano, Rocky , Speedster ) . Das Vello Bike+ wird, wenn ich es richtig gesehen habe den gleichen Rahmen haben, nur das es dann einen E-Antrieb in der Hinterachse verbaut hat.

Das GoCycle G2 kann man gebraucht in den Kleinanzeigen finden. Das Vello Bike+ kann man mit einer Pre-Order zum Aktionspreis bestellen.

Wir würden uns über Meinungen , Hinweise und Tipps zu diesen Rädern sehr freuen, die uns dann vielleicht helfen eine gute Entscheidung zu treffen.

Schönes Wochenende wünscht

Thomas

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Re: GoCycle vs Vello Bike+

Beitrag von alterfalter2 » Fr 10. Nov 2017, 22:53

@ hyla

Das gocycle G1 hatte ich einmal in Verwendung für 1-2 Jahre - gebraucht aus London gekauft.
Die Idee die hinter diesem Fahrzeug begeistert mich noch heute. Es ist in erster Linie ein schickes und leichtes Fahrrad, bei dem man nach Bedarf den winzigen Motor zuschaltet, keinesfalls aber länger als 5 Min. im Dauerbetrieb. Für die Fahrt durch große Städte ist das ideal, weil dauernd Stop&Go, da kann der Motor zwischendurch abkühlen.
Ich habe es letztendlich wieder verkauft, weil ich eher Unterstützung auf Langstrecke brauchte, das ging mit dem Airnimal Joey Move deutlich besser.
Das gocycle ist schnell, leicht und gut gefedert, macht richtig Spaß und es ist schnell und einfach zu einigen.
Über das Vello Bike kann ich Dir nichts sagen, habe mich damit noch nicht befasst.

Gruß TIL

hyla
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Re: GoCycle vs Vello Bike+

Beitrag von hyla » Sa 11. Nov 2017, 08:38

Moin nach Hamburg,

vielen Dank für Deine Antwort!

Interessant ist für mich das Du das G1 selbst gefahren und scheinbar nachhaltig von dem Rad begeistert bist.
Das aktuelle G3 scheidet für uns aus da uns der Preis einfach zu hoch ist. Da wir die Räder im Wohnmobil belassen wollen , werden diese nur genutzt wenn wir unterwegs sind. Da reichen dann auch gebrauchte Räder. In den Kleinanzeigen gibt es ein paar Anzeigen mit G2 aber auch mit G1. Die G1 werden bei einem Anbieter mit 1.000 €/ Stück angeboten. Mit einem anderen Anbieter habe ich gesprochen der für das G2 2.000 €/ Stück haben möchte.
Bei dem G1 wird der Motor ja nur auf Knopfdruck zugeschaltet, während man bei dem G2 ja schon mit einer App unterschiedliche Modi einstellen kann. Das sind jedoch Überlegungen die momentan noch nachrangig sind.
Zunächst sind die grundsätzlichen Fahreigenschaften des GoCycle für mich interessant und ob die verbaute Technik robust oder eher anfällig ist. Grundsätzlich wollen wir mit eigener Kraft pedalieren. Es gibt jedoch Situationen wo eine Unterstützung zwischendurch hilfreich sein würde.Ich bin einfach gerne radelnd unterwegs, habe aber doch manchmal, je nach Tagesform, Probleme mit meinen Knieen, was dann den Genuss ein wenig schmälert.

Wir brauchen auch keinen Schnellfalter, da wir nicht, wie z.B. ein Pendler, ständig das Rad falten und wieder entfalten müssen.

Von dem Vello Bike+ bin ich momentan wieder abgerückt. Eine Preorder ist mir doch zu unsicher, auch wenn man einiges sparen würde.

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Re: GoCycle vs Vello Bike+

Beitrag von alterfalter2 » Sa 11. Nov 2017, 13:44

@ hyla

Moin Thomas,
wenn das so ist, dann bist Du mit einem gebrauchten gocycle G1 vlt gut bedient. Meines fährt noch in Bergedorf, hat eine Designerin gekauft, die auch begeistert von der Idee war. Wichtig ist, daß Du es als "normales" Fahrrad nutzen möchtest und den Motor nicht im Dauereinsatz hast. Solltest Du eines mit müdem Akku bekommen, kannst Du hier --> https://www.akkuman.de den Akku mit frischen Zellen versehen lassen, dann ist der wie neu.
Ich hatte das bei einem Airnimal Joey Move machen lassen, Ersparnis € 370 gegenüber neuem Akku.
Das gocycle G1 hat noch eine einfache, jederzeit zu ändernde Umstellung der Unterstützung: entweder bis 25km/h für D oder bis ca. 30km/h (USA /Kanada Modus). Ich bin gerne mit der "schnellen" Version gefahren, machte einfach mehr Freude.
In Hamburg gibt es den ebikestore --> https://www.ebikestore.de/gocycle/, freundlicher Laden in der Nähe des HBF, dort könntest Du zumindest die neuesten Modelle des gocycle Probe fahren um einen Eindruck zu bekommen. Kaufen kannst Du dann ein gebrauchtes G1. Meines war damals neu, aber aus 2. Hand und hat mich etwa € 1300 gekostet, kam aus London. Heute sollte ein gut erhaltenes nicht mehr als € 1000 kosten, eher deutlich weniger, vor allem, wenn der Akku nicht mehr OK ist.
Ich würde mich mal beim Hersteller wg. Ersatzteilen schlau machen, bevor ich ein G1 kaufe..

Gruß und viel Erfolg!
TIL

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Re: GoCycle vs Vello Bike+

Beitrag von hyla » Sa 11. Nov 2017, 17:01

Hallo TIL,

vielen Dank für die tollen Informationen. Über defekte Akkus hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht. Super Tipp mit dem Akkuman.

Die Frage ist, ob das G1 völlig ausreicht und man hin - und wieder per Booster die Unterstützung zuschaltet oder man sich nachher ärgert, das man nicht doch gleich das G2 genommen hat um dann mehr Modi zur Verfügung zu haben. Mir fallen da Fahrten bei permanenten Gegenwind ein.

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Re: GoCycle vs Vello Bike+

Beitrag von alterfalter2 » Sa 11. Nov 2017, 17:54

@ hyla
"Mir fallen da Fahrten bei permanenten Gegenwind ein."

Moin Thomas,

das könnte ein Argument sein, wobei mir nicht klar ist, daß G2 und G3 nicht die gleichen Vorgaben haben wie G1, denn deren Motor ist auch da nicht größer als eine Kinderfaust. D.h., wenn die neuen Modelle auch nicht dauerfest sind im Sinne von von Motoreinsatz über wenigstens ein halbe Stunde, dann kannst Du Dir die Mehrausgabe für die teuren Modelle sparen und statt app die manuelle Umstellung benutzen.
Ein Unterschied dürfte die Leistungsabgabe nach Pedaleinsatz sein. Beim G1 drückst Du auf einen roten Knopf und die Unterstützung kommt sofort bis zur Höchstgeschwindigkeit - auch ohne Mittreten. Für manche ist das sogar sehr bequem..
Es geht also nichts über ausprobieren und weiter Erkundigungen einziehen.

Gruß und viel Erfolg
TIL

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Re: GoCycle vs Vello Bike+

Beitrag von superfalter » Sa 11. Nov 2017, 22:39

Hi,
es gibt seit Ende Oktober das Gocycle GS für 2799 € neu mit Garantie (haben wir lagernd)
http://boxbike.de/gocycle-g3-test-gs-preorder-ebike/
http://boxbike.de/shop/gocycle-gs/

Und das VelloBike+ haben wir als Prototyp (den einzigen in DE) vor Ort. Das Konzept ist prima auch das man den Zehus Motor recht schnell (bei defekt oder Umbau auf ohne E) rausnehmen kann. Leider haben wir noch kein Serienmodell gesehen. Das Gocycle ist über bis jetzt 3 Generationen gereift und das Vello noch brandneu. Hat beides Vor und Nachteile.

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Re: GoCycle vs Vello Bike+

Beitrag von hyla » So 12. Nov 2017, 11:10

Hallo Superfalter,

ich habe versucht mich über das Vello Bike+ im Internet schlau zu machen. Da findet man u.a. die folgende Textpassage:

" Durch das integrierte System zur regenerativen Energierückgewinnung lädt sich der Akku während des Fahrens selbst auf. Fahre unbegrenzt bis zu 25 km/h im „Selbstaufladungsmodus“
oder circa 50 km (30 Meilen) im „Turbo Modus“. Sobald du aufhörst, in die Pedale zu treten,
stoppt die Motorleistung automatisch. "

Distanz : Unbeschränkt oder bis zu ca. 50 km (31 Meilen) im Turbo-Modus

Das wäre natürlich der große Wurf wenn man durch Rekuperation mit dem Bike nicht mehr an die Steckdose müßte, es sei denn, dass man im Turbo-Modus unterwegs ist.

Das Gewicht und das Faltkonzept sind interessant. Das Video, in dem das Urbano, Rocky und Speedster vorgestellt werden vermitteln auch, dass das Vello auch ein bißchen härter rangenommen werden kann.

Berlin ist von uns aus 300 km entfernt und somit nicht gleich um die Ecke um bei Euch das Vello zu testen.

Wahrscheinlich werden wir uns ersteinmal gebrauchte GoCycle zulegen und dann beobachten wie sich das Vello Bike + in den nächsten Jahren nach Einführung so macht. Laut Vello sollen ja die ersten Vello Bike+ im Frühjahr an die Vorbesteller ausgeliefert werden.

Gruß

Thomas

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Re: GoCycle vs Vello Bike+

Beitrag von berlinonaut » So 12. Nov 2017, 16:01

hyla hat geschrieben:
So 12. Nov 2017, 11:10
ich habe versucht mich über das Vello Bike+ im Internet schlau zu machen. Da findet man u.a. die folgende Textpassage:

" Durch das integrierte System zur regenerativen Energierückgewinnung lädt sich der Akku während des Fahrens selbst auf. Fahre unbegrenzt bis zu 25 km/h im „Selbstaufladungsmodus“
oder circa 50 km (30 Meilen) im „Turbo Modus“. Sobald du aufhörst, in die Pedale zu treten,
stoppt die Motorleistung automatisch. "

Distanz : Unbeschränkt oder bis zu ca. 50 km (31 Meilen) im Turbo-Modus

Das wäre natürlich der große Wurf wenn man durch Rekuperation mit dem Bike nicht mehr an die Steckdose müßte, es sei denn, dass man im Turbo-Modus unterwegs ist.
Ich würde behaupten dass das totaler Blödsinn ist. Weder die Österreicher noch die Italiener haben das perpetuum Mobile erfunden... Bisher galt als grobe Faustregel für Rekuperation in der Ebene oder Stadtverkehr mit Glück und gutem Willen bis 10% Reichweitenverlängerung und im bergigen Geläuf wenn man mit wenig Unterstützung hoch-, aber mit maximaler Rekuperation die gleiche Steigung wieder runterfährt ist ~30% bis zu 50% der beim Aufstieg eingesetzten Energie hinterher wieder im Akku (Erfahrungswert vom BionX).

Vielleicht mag das beim Vello etwas besser sein - aber die Physik hat Grenzen: Sowohl bei der Wandlung von Batteriestrom in Vortrieb hast Du Verluste als auch umgekehrt bei der Ladung - kein System ist 100% effizient. Und dann gibt es noch so lustige Energiefresser wie Roll-
und Luftwiderstand und mechanische Reibung, die auch beim Rekuperieren auftreten. Vergiss das perpetuum mobile also ganz schnell wieder. In der Praxis bin ich auf der Fahrradschau in diesem Jahr das Vello gefahren gegen Tagesende. Der Akku war ratzekahl leer. Dürfte ja gar nicht sein. Im Lademodus zu pedalieren in der Ebene ist nichts, was man möchte, das habe ich sehr schnell gelernt. Das ist wie in der Ebene bergauf fahren.

Das Vello ist trotzdem ein interessantes Rad und der Zehus ein sehr interessanter Motor - ich bin gespannt auf das finale Produkt. Der Prototyp des elektrischen Modells hat mir sehr viel besser gefallen als das nicht motorisierte ohne Faltgabel im Jahr davor. Die Bedienung ausschliesslich via Handy finde ich allerdings klar fragwürdig.

hyla
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Re: GoCycle vs Vello Bike+

Beitrag von hyla » So 12. Nov 2017, 18:47

@berlinonaut

Danke für Deinen Beitrag.

Die Werbeaussage von Vello hat mich eben auch sehr stark an ein PM erinnert und habe mich schon gefreut, das es doch noch jemanden zu meinen Lebzeiten gelungen ist die Naturgesetze zu überlisten. :D

Das mit dem großen Wurf war ironisch gemeint!

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