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Radfahren In Niedersachsen: Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

allgemein zum Thema Fahrräder
Motte
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Re: Radfahren In Niedersachsen: Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

Beitrag von Motte » So 10. Feb 2019, 19:20

Dafür muss man die Helm Diskussion gar nicht groß aufleben lassen. Bei der Teilnahme an Veranstaltungen bestimmt der Veranstalter die Regeln. Ob die Schule, die Schulbehörde oder das Ministerium das vorschreiben ist letztlich egal. Sofern es die Schule oder Lehrer im Einzelfall entscheidet, kann man in der Elternschaft noch eine Freiwilligkeit des Helmtragens erreichen.

Zur Übersicht:
http://www.radschlag-info.de/fileadmin/ ... taeten.pdf


Eltern sollten ihre Kinder nicht einsetzen um ihre eigenen Schlachten zu schlagen - weder für noch gegen einen Helm. (aber das ist wohl ein frommer Wunsch)

Karsten
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Re: Radfahren In Niedersachsen: Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

Beitrag von Karsten » So 10. Feb 2019, 19:35

Motte hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 19:20
Dafür muss man die Helm Diskussion gar nicht groß aufleben lassen. Bei der Teilnahme an Veranstaltungen bestimmt der Veranstalter die Regeln. Ob die Schule, die Schulbehörde oder das Ministerium das vorschreiben ist letztlich egal. Sofern es die Schule oder Lehrer im Einzelfall entscheidet, kann man in der Elternschaft noch eine Freiwilligkeit des Helmtragens erreichen.

Zur Übersicht:
http://www.radschlag-info.de/fileadmin/ ... taeten.pdf


Eltern sollten ihre Kinder nicht einsetzen um ihre eigenen Schlachten zu schlagen - weder für noch gegen einen Helm. (aber das ist wohl ein frommer Wunsch)
Moin,
Glücklicherweise sind meine Gör'n lange aus der Schule.
Ich sehe es so, dass Menschen mit Irrationalen Vorstellungen hier Kinder mißbrauchen um ihre Vorstellungen durchzusetzen.
Über Irrationale Vorstellungen sollte aber immer und überall aufgeklärt werden.
Da sehe die Fahrrad"Helme" in der gleichen Klasse, wie "Globuli"-Zuckerkügelchen, Bachblüten oder religiöse Rituale.
Gehört alles nicht in die Schule.

Gruß Karsten

flock
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Re: Radfahren In Niedersachsen: Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

Beitrag von flock » So 10. Feb 2019, 20:05

Oder konsequent sein und auch Autofahren, Duschen und Gemüseschneiden nur noch mit Helm erlauben.

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Re: Radfahren In Niedersachsen: Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

Beitrag von Karsten » So 10. Feb 2019, 20:17

flock hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 20:05
Oder konsequent sein und auch Autofahren, Duschen und Gemüseschneiden nur noch mit Helm erlauben.
...Nutzung jeder Art von Treppen in Schulgebäuden nur noch mit Treppenhelm.
Barren-, Reck-, Schwebebalken natürlich auch nur noch mit Sporthelmen.

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Re: Radfahren In Niedersachsen: Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

Beitrag von Radla » Mo 11. Feb 2019, 02:29

Genau, wenn Helmpflicht dann bitte auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer, nicht nur Radfahrer haben Kopfverletzungen. Aber eigentlich möchte ich auch nicht dafür werben, wie gefährlich das radfahren doch ist, sondern meine Freiheit auf dem Zweirad genießen.
Wer sich damit sicherer fühlt, sollte sich damit kleiden aber bitte nicht andere missionieren!

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Re: Radfahren In Niedersachsen: Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

Beitrag von Motte » Mo 11. Feb 2019, 08:38

Einmal kurz innehalten.....

Es geht in diesem Fall nicht um den privaten Bereich. Es geht um Veranstaltungen, bei denen jemand anderer die Verantwortung tragen muss und auch das Haftungsrisiko hat. Und zwar unabhängig von deiner Entscheidung ihn tatsächlich haftbar zu machen.
Wenn Du auf einer geführten Wanderung, auf der festes Schuhwerk vorgeschrieben ist, mit Badeschlappen anrückst, kommst Du nicht mit. Weil der "Tourguide" die Verantwortung hat und bei einem Unfall von der Versicherung (oder der Bergrettung) in Regress genommen würde.
Ob Du selbst schadlos seit Jahren erfolgreich 4000er in Badeschlappen erklimmst und das für gesünder hältst, spielt dabei keine Rolle.

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Re: Radfahren In Niedersachsen: Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

Beitrag von flock » Mo 11. Feb 2019, 09:39

Und was spricht dagegen, die Eltern bei der Teilnahmegenehmigung (habe gehört, Schulen wollen so was mitunter haben) auch eine Haftung unterschreiben zu lassen?

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Re: Radfahren In Niedersachsen: Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

Beitrag von Karsten » Mo 11. Feb 2019, 11:19

Motte hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 08:38
Einmal kurz innehalten.....

Es geht in diesem Fall nicht um den privaten Bereich. Es geht um Veranstaltungen, bei denen jemand anderer die Verantwortung tragen muss und auch das Haftungsrisiko hat. Und zwar unabhängig von deiner Entscheidung ihn tatsächlich haftbar zu machen.
Wenn Du auf einer geführten Wanderung, auf der festes Schuhwerk vorgeschrieben ist, mit Badeschlappen anrückst, kommst Du nicht mit. Weil der "Tourguide" die Verantwortung hat und bei einem Unfall von der Versicherung (oder der Bergrettung) in Regress genommen würde.
Ob Du selbst schadlos seit Jahren erfolgreich 4000er in Badeschlappen erklimmst und das für gesünder hältst, spielt dabei keine Rolle.
Moin,
Du vergleichst hier ein unnötiges und zum Radfahren weitgehend ungeeignetes Kleidungsstück mit sinnvoller und für den Zweck besonders geeigneter Bekleidung.
Eine "Argumentation", wie sie die Anhänger (Gläubige) von Homöopathie und anderen "Komplementär-Medizinen" auch immer wieder vortragen, wenn sie Globuli-Zuckerkügelchen ohne allergeringsten Gehalt von Wirkstoff mit Arzneien vergleichen, deren Wirkungen (und Nebenwirkungen) in mehrfach überprüften Tests nachgewiesen wurde.
Die Rechtsprechung zur Haftung gibt übrigens auch absolut nix für eine Fahrrad-"Helm"pflicht in Schulen her.
Der entsprechende Erlass ist daher willkürlich und meiner Meinung nach rechtswidrig.

Gruß Karsten

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Re: Radfahren In Niedersachsen: Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

Beitrag von Karsten » Mo 11. Feb 2019, 11:34

flock hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 09:39
Und was spricht dagegen, die Eltern bei der Teilnahmegenehmigung (habe gehört, Schulen wollen so was mitunter haben) auch eine Haftung unterschreiben zu lassen?
Moin Flock,
Du meinst sicher einen sog. Haftungsauschluß, bzw vorsorglichen Haftungsverzicht durch die Eltern.
Das ist bei sachlich begründeten Sicherheitsvorschriften meiner Meinung nach weder sinnvoll noch überhaupt rechtswirksam.

Nein, die Schule hat grundsätzlich sachlich begründete Anordnungen zu treffen und diese sollten dann auch durchgesetzt werden. (Stichwort z.b . Schwimmuntericht)

Gerade bei den Schulen kann man aber die völlige Wirkungslosigkeit von Fahrradhelmen sehr schön nachweisen.
Die Helm-Tragequote liegt dort ja schon bei weit über 90%.
Dies hatte aber keinen Einfluß auf die Zahl und Schwere der Kopfverletzungen bei Schulkindern.
Gruß Karsten

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Re: Radfahren In Niedersachsen: Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

Beitrag von Motte » Mo 11. Feb 2019, 16:23

Es gibt keine Rechtsverordnung zum Tragen von Wanderschuhen in bestimmten Bereichen. Nützlich, zweckmäßig oder unnütz, gefährlich – das sind allenfalls eigene Wahrnehmungen und Wertungen (was den Schuh betrifft). Von daher finde ich das Beispiel ganz passend.

Wenn die Schulordnung oder eine Weisung/Verordnung des Landes zum Thema „Aufsichtspflicht des Lehrpersonals“ entgegen stehen, dann heißt die Alternative zum Helmtragen – kein Radausflug der Klasse oder Verzicht der Teilnahme für einzelne Schüler. (Mit allen Folgen für die Klassengemeinschaft – d.h. die Eltern müssen abwägen ob die Ablehnung des Helmzwangs wichtiger ist als das gemeinsame Erlebnis – daher auch mein Hinweis – die Eltern sollten ihre Schlachten gefälligst selbst schlagen – jedenfalls dann, wenn dem Kind kein Schaden dadurch droht)
Wie vorher schon geschrieben kann man ja mit dem Lehrer selbst reden – wenn es ausschließlich von ihm kommt. Und es u.U. dann bei einem Appell belassen. Wer selbst das nicht erträgt und einen Zwang zum „Nichthelmtragen für alle“ durchsetzen möchte, wäre für mich nicht mehr demokratiefähig.

Die Anfechtung von (für die Lehrer) rechtsverbindlichen Vorgaben braucht Zeit. Welche die Schüler üblicherweise nicht haben. Selbst wenn Du später in der Sache Recht bekommen solltest – es gibt auch rechtswidrige aber wirksame Verwaltungsakte. Die gelten dann bis zur ihrer Aufhebung.

Das Ganze erinnert mich an die Frage an Radio Eriwan „Wird es Frieden geben“ - „Ja wird es – aber es es wird einen solchen Kampf um den Frieden geben, dass kein Stein auf dem anderen bleibt und niemand überlebt“ ;)

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