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Millionenschaden durch Fahraddiebstahl

allgemein zum Thema Fahrräder
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bikeingold
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Millionenschaden durch Fahraddiebstahl

Beitrag von bikeingold » Sa 9. Jun 2012, 23:01

Gerade bei WDR gefunden:
http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/n ... t7014.html

Demnach wurden in 2011 fast 90.000 Fahrräder gestohlen. Der Trend ginge zum Diebstahl "hochwertiger" Fahrräder - der Wert läge bei durchschnittlich mehr als 400€ ( :roll: )

Ich finde ja, dass man Fahrraddiebe im Erwischensfall behandeln sollte wie Pferdediebe im "Wilden Westen" - teeren, federn und aus der Stadt jagen ;)

Grüße
bikeingold

hahahaben
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Re: Millionenschaden durch Fahraddiebstahl

Beitrag von hahahaben » Di 24. Jul 2012, 22:01

Hallo!
Und wie viele wurden davon wirklich gestohlen? Versicherung zahlt besser als wenn ich es verkaufen würde, was bietet sich also besseres an als kurz mal ein wenig zu schummeln!
m.f.g.

Rone
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Re: Millionenschaden durch Fahraddiebstahl

Beitrag von Rone » Di 24. Jul 2012, 22:21

Deine kriminelle Phantasie möchte ich nicht haben :lol:

Weinbergschnecke
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Re: Millionenschaden durch Fahraddiebstahl

Beitrag von Weinbergschnecke » Do 20. Jun 2013, 11:06

Man muß da wohl zwischen gewerbsmäßigen Diebstahl und Gelegenheitsdieben unterscheiden. Die Profis verschieben ganze Wagenladungen von hochwertigen Rädern Richtung Osten: So steht es häufig in den Pressemeldungen der Polizei.
Gelegenheitsdiebe gab und gibt es schon immer. Die haben es oft auch ganz leicht: ich sehe immer wieder Fahräder an Bahnhöfen ohne Schlösser oder mit den dünnen Spiralschlössern, die man leicht knacken kann. Viele geklaute Fahräder landen dann bei den Fundbüros und letztlich auch bei Fundsachenversteigerungen. An den Aufklebern der Händler kann man dann oft sehen, wo sie mal gekauft worden sind. Stimmen Fundort und Ort der "Vermißtenanzeige" nicht überein, hat der Geschädigte das Nachsehen. Ich habe sogar schon erlebt, dass ein Geschädigter bei einer Fundsachenversteigerung sein eigenes Fahrrad entdeckt hat.
Abhilfe würde eine bundesweite Kartei schaffen, wo gestohlene und gefundene Fahrräder archiviert werden. Wenn die Polizei und die Ämter darauf Zugriff hätten, würde es fast reichen.
Um welche Dimensionen es bei den Fundrädern geht, mal als Beispiele (Nur Räder, wo der Finder keinen Eigentumsanspruch geltent gemacht hat). Kleinstadt ca. 8500 Einwohner an Hauptbahnstrecke: 40 Fundräder von einem Jahr. Mittelstadt ca. 50.000 Einwohner an Hauptbahnstrecke: 75 Fundräder aus 6 Monaten.
Rechnet man alleine diese Zahlen um, gäbe das bestimmt eine sechsstellige Anzahl von Rädern, die mit einer Datei die Chance hätten, den Geschädigten zugeordnet zu werden.
Die tatsächliche Anzahl der geklauten Räder in Deutschland ist sicher sehr viel höher, als die offiziellen Zahlen. Dies deckt sich mit dem, was ich im Bekanntenkreis gehört habe: die Mehrzahl der Geschädigten gibt keine Anzeige auf. Solche Leute klauen sich dann ihrerseits manchmal wieder ein Fahrrad: die Gesetze der Großstadt.
Was den Versicherungsbetrug betrifft, ist der sicher nicht typisch für das Objekt Fahrrad, sondern für bestimmte Zeitgenossen. Meist werden Gegenstände angegeben, die man gar nicht (mehr) besitzt, mit Quittung vom Bekannten usw.
Nicht illegal ist es, sein Fahrrad mit leichtem Schloß an Stellen zu parken, wo viel geklaut wird. Das ist dann die nicht strafbare Methode, der Versicherung sein Fahrrad zu verkaufen. Aber wenn man genug Geduld hat, bekommt man ein Fahrrad fast immer zu dem erhofften Preis verkauft. 10 bis 15 % "Rabatt" muß man vorher natürlich aufschlagen...

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Re: Millionenschaden durch Fahraddiebstahl

Beitrag von Motte » Do 20. Jun 2013, 13:41

Provokativ gefragt. Was willste denn noch groß machen als gewöhnlicher Krimineller, der schnell Geld braucht. BMW Navis will keiner mehr, weil es bei Medion bessere gibt. Autos haben Wegfahrsperren, Geschäfte haben immer öfter Sicherheitsdienste und RFID Sicherungen.
Bleiben noch Fahrräder und deren Teile. Die werden netterweise wertvoller und zahlreicher. Und 50 km weiter kannst Du alles ohne Risiko verkaufen.

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Re: Millionenschaden durch Fahraddiebstahl

Beitrag von Weinbergschnecke » Do 20. Jun 2013, 15:26

Gegenfrage: Niemand muss gewöhnlicher Krimineller werden, es sei denn der Dealer und die Schnapstankstelle räumen ständig die Geldbörse leer. Wenn die Kohle knapp ist, kann man auch Leergut sammeln o.ä.
Der ganze Internethandel über die bekannte Auktionsplattform und deren Kleinanzeigen sind die ideale Plattform, um Räder und Fahrradteile zu verkaufen. Ich staune immer wieder, was manche User alles "privat" verkaufen. Da gibt es 10 oder gar 17 Räder gleichzeitig im Angebot oder die zigste Schaltung im Laufrad, die angeblich wegen "Umrüstung" des eigenen Rades über ist. Fast Zustände, wie auf polnischen Märkten.
Die überflüssigen Teile werden diskret beim Schrotthändler entsorgt: der stellt keine Fragen. Das Räder schlachten gibt es selbst auf Sylt, da fanden wir mal zwei hochwertige Rahmen in den Dünen, ohne irgendwas dran. Da fehlte wohl der Schrotthändler oder neuwertige Rahmen machen sich da nicht so gut.
Weil das hier mit der eigenen Versicherung erwähnt wurde, habe ich bei uns mal nachgeschaut: Das Rad darf drei Wochen nach Verschwinden nicht wieder auftauchen, das Schloss wird auch ersetzt.

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Re: Millionenschaden durch Fahraddiebstahl

Beitrag von Motte » Do 20. Jun 2013, 18:57

Hihi, das war auch kein Plädoyer für Diebstahl, sondern nur mein persönlicher Erklärungsversuch, warum sich jene Gruppen, die früher andere Dinge geklaut haben nun den Fahrrädern (und Wohnungseinbrüchen) zuwenden. Gibt ja einige, die quasi auf die schnelle einfache Beschaffungskriminalität "angewiesen" sind.

Wobei man zu deinem Beitrag noch anmerken muss, dass zu einem Anbieter auch immer noch ein skrupelloser Käufer gehört, der genau weiß, dass dieser neuwertige Gegenstand nie und nimmer legal für so einen niedrigen Preis über die Flohmarkttheke gehen kann.

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Re: Millionenschaden durch Fahraddiebstahl

Beitrag von Weinbergschnecke » Do 20. Jun 2013, 21:41

Bei ebay wird versteigert, die Preise sind dann durchaus im realistischen Bereich. Als Käufer kann ich nicht beurteilen, ob es geklaute Ware ist. Wenn jemand privat laufend Fahrradteile versteigert, werde ich allerdings stutzig. Kann aber durchaus sein, dass er nur den Fiskus umgeht. Das ist eine Grauzone.

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Re: Millionenschaden durch Fahraddiebstahl

Beitrag von alterfalter2 » Fr 21. Jun 2013, 00:23

@ Weinbergschnecke
"Als Käufer kann ich nicht beurteilen, ob es geklaute Ware ist."

..Du kannst aber einen Kaufvertrag mit dem Verkäufer machen, aus dem hervorgeht, daß die ersteigerte Ware sein Eigentum ist/war. Vordrucke kannst Du über den ADFC beziehen.

Gruß TIL

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Re: Millionenschaden durch Fahraddiebstahl

Beitrag von habi155 » Sa 22. Jun 2013, 14:02

alterfalter2 hat geschrieben:@ Weinbergschnecke
"Als Käufer kann ich nicht beurteilen, ob es geklaute Ware ist."

..Du kannst aber einen Kaufvertrag mit dem Verkäufer machen, aus dem hervorgeht, daß die ersteigerte Ware sein Eigentum ist/war. Vordrucke kannst Du über den ADFC beziehen.

Gruß TIL
Ohne das es dem Verkäufer gehört kann man sowieso kein Eigentum daran erwerben. Demnach müsste es egal sein ob im Kaufvertrag extra daraufhingewiesen wird, da er ungültig ist.
Das Einzige was man tun könnte ist die Rahmennummer vor dem Kauf zu überprüfen.

Gruß

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