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ADAC fährt 413kmFahrrad - und nennt das "Test"

allgemein zum Thema Fahrräder
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Karsten
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ADAC fährt 413kmFahrrad - und nennt das "Test"

Beitrag von Karsten » Do 28. Aug 2014, 09:38

Moin,

Wunderbares Beispiel von Realsatire:

http://www.adac.de/infotestrat/tests/st ... tabid=tab4

Nota bene: INSGESAMT 413km, verteilt auf 12 Großstädte.

Schöner kann sich weder dieser "Verein" noch diejenigen "Journalisten" entlarfen, die über solche Farce "seriös" "berichten".

Gruß Karsten

PeterHeinz
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Re: ADAC fährt 413kmFahrrad - und nennt das "Test"

Beitrag von PeterHeinz » Do 28. Aug 2014, 23:08

Die "Tester" sind in jeder Stadt etwa 30-35km Wegstrecke gefahren. Und haben damit die neuralgischen Strecken/Punkte durchlebt. Was ist daran so schlecht? Besser so als gar nicht... ;)

berlinonaut
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Re: ADAC fährt 413kmFahrrad - und nennt das "Test"

Beitrag von berlinonaut » Do 28. Aug 2014, 23:53

Ich zitiere der Einfachheit halber einen Kommentar zum Artikel über den Test aus dem Tagesspiegel:
von Raubritter28.08.2014 13:54 Uhr
Interessante Studie
Allein Länge und Auswahl der gefahrenen Strecken sprechen für die Qualität der Untersuchung.
Route A: innenstadtnahes Wohngebiet – Arbeitgeber in zwei bis drei Kilometern Entfernung
Route B: Wohngebiet – Arbeitgeber in vier bis sieben Kilometern Entfernung
Route C: innenstadtnahes Wohngebiet – Ausbildungsstätte in zwei Kilometern Entfernung
Route D: Wohngebiet – innerstädtisches Einkaufszentrum in ein bis drei Kilometern Entfernung
Route E: Hauptbahnhof – zentraler Bereich einer Universität oder Fachhochschule


Lauter Kurzstrecken, ein bis vier km. Das ist Autofahrers Wochenendperspektive, nicht ein Fahrradtest. Die längste Strecke, sieben km, läuft durch Wohngebiete. Da hat es und braucht es doch gar keine besondere Infrastruktur für Fahrräder? Drei km Innenstadt, da findet sich doch selbst in Münster alles von top bis grauenhaft? Route E ist abhängig von der Standortwahl der Universität in Bezug zum Hauptbahnhof. Als würde man nicht am Zoo aussteigen, wenn man zur TU will?
(http://www.tagesspiegel.de/berlin/fahrr ... 20408.html)

Die Kritik halte ich für nachvollziehbar - bei der Streckenwahl kannst Du jede Stadt hoch- oder runterrechnen einfach nur durch Wahl einer anderen Strasse. Das ist weder repräsentativ für die Stadt noch für das Radfahrszenario.

Noch zwei weitere Kommentare von gleicher Stelle, weil es so schön ist:
von vlado1328.08.2014 16:58 Uhr
Durchschnitt
Vielleicht erklärt uns der ADAC ja noch, wie man "durchschnittliche" und "unterdurchschnittliche" Einstufungen hinbekommt, ohne dass es eine einzige "überdurchschnittliche" Stadt gibt. Aber vielleicht hat sich ja die Bedeutung des Wortes "durchschnittlich" geändert, und ich habe es nur nicht mitbekommen.

Aber eine Untersuchung, die Berlin, Hamburg und Stuttgart in Sachen Fahrradfreundlichkeit auf den gleichen Rang stellt, ist selbst, äh, unterdurchschnittlich aussagekräftig.
von prokrastes28.08.2014 12:11 Uhr
Der ADAC verfügt
... als Fachverein für mobile Geriatrie überhaupt nicht über die Qualifikation, die Sicherheit/Qualiät von Fahrradverkehr zu beurteilen.
Im Ernst: Es mutet schon ein wenig merkwürdig an wenn ausgerechnet die Vereinigung, die seit Äonen erbittert für veraltete Verkehrskonzepte kämpft und damit Mitverursacher der autozentrierten Infrastruktur ist sich auf einmal zum Auskenner in Sachen Pedalismus aufschwingt und zum Befürworter des Radfahrens. Gar nicht davon zu reden als wie zuverlässig und seriös deren Tests und Rankings sich in den vergangenen Jahren erwiesen haben. Die haben schlicht erkannt, dass sie ein sterbendes Pferd reiten, das ist alles.

Pibach
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Re: ADAC fährt 413kmFahrrad - und nennt das "Test"

Beitrag von Pibach » Fr 29. Aug 2014, 11:28

Ich finde das durchaus legitim, wenn der Test sich in den km begrenzen muss, das ist einfach nicht mit vertretbarem Aufwand wirklich umfassender zu machen. Die Analysen leiten die ja dann auch nicht aus den Teststrecken ab, sondern aus den amtlichen Statistiken. Die Fahrten hätte man sich also auch sparen können. Dass der ADAC vordringlich die Autofahrer-Interessen (auf Kosten der Radfahrer) vertritt, finde ich auch nur erwartungsgerecht. Die Eigenbeschreibung klingt dabei wie eine Verhöhnung: "Mit zahlreichen Aktionen und Publikationen trägt Europas größter Automobilclub dazu bei, die Sicherheit für Fahrradfahrer zu erhöhen und ein positives Radfahr-Klima zu schaffen." Vielmehr lenkt der ADAC die Wahrnehmung ständig dahin, dass Radfahren besonders gefährlich sei und verwirrt dabei mit den unsinnigsten Statistiken und Forderungen, die in erster Line dem Autoverkehr ungestörte Fahrt ermöglichen sollen. Mit dem Unterton, doch besser das Auto zu benutzen. Dabei wird systematisch verschleiert, dass es ja vor allem der Autoverkehr ist, der Radfahrer gefährdet - zum Glück ist der Gefährdungsgrad aber gar nicht allzu hoch.

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Re: ADAC fährt 413kmFahrrad - und nennt das "Test"

Beitrag von Motte » Mo 1. Sep 2014, 19:20

Letztlich bestimmt die Politik, was die Verwaltung (in Richtung Verkehrsplanung) machen soll. Daher ist es mir recht, wenn möglichst viele Verbände/Gruppierungen diese zum Handeln und Umdenken auffordern. Auch wenn der Ruf möglicherweise aus der falschen Ecke kommt und die Untersuchung nicht wissenschaftlich perfekt sein sollte.

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Re: ADAC fährt 413kmFahrrad - und nennt das "Test"

Beitrag von remy » Do 4. Sep 2014, 11:39

In der Schweiz wurde gar nicht gefahren, sondern eine Online- und Telefonbefragung durchgeführt. Die Resultate gibt es hier:http://www.velostaedte.ch/download/.

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