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Wild Eagle, Kleines Chinarad auch für Große

GoCycle, Mando Footloose, Hercules E-Versa, Birdy Hybrid
Karsten
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Wild Eagle, Kleines Chinarad auch für Große

Beitrag von Karsten » Di 30. Jul 2013, 14:50

Moin,
Mir ist vor einigen Wochen ein Faltpedelec namens "Wild Eagle" zugelaufen.
Bild
Infos finden sich z.b. HIer: http://www.elektrobike-online.com/pedel ... 410636.htm
Wie die auf AsVIVA kommen, ist mir Rätselhaft. Auf der AsVIVA Site wird kein Wild Eagle erwähnt, auf dem Rad fehlt jeder Hinweis, auf der Gebrauchsanleitung steht die Fa. Trendmaxx GmbH als Importeur und eine Agentur Reimer für den Service.
Informativ auch die Kundenzensionen bei Amazon: http://www.amazon.de/dp/B0077E40IU/ref= ... nkCode=asn
(Hinweis: Amazon hat das Rad wohl nicht mehr im Angebot)
Das Rad wird z.Zt bei mehreren Discounter-Onlineshps und be Yachtausrüstern angeboten.
Meins ist die Version mi Schimano-Dreigangnabe/Rücktrittbremse und Radnabenmotor vorne.
Auf den ersten und auch zweiten Blick fielen mir auf, dass alles an dem Rad sehr sauber gefertigt ist (Rahmen, Schweißnähte einfach alle Komponenten)
Die Bowdenzüge und alle Kabel sind geradezu liebevoll verlegt. Teilweise in Schlauchgeflechten geschützt/zusammengefasst, deren Enden z.b. jeweils mit einem stück Schrumpfschlauch gefinished" wurde. Sorgfalt bis ins Detail.
Lichtanlage hat es auch: Seitendynamo 6v, 3W hinten, veralteten aber StVO gemäßen Halogen-Scheinwerfer und (gutes) Batterie-LED Rücklicht.
Nachdem der Billigscheinwerfer beim Falten abgebrochen war, und weil die Kabel so liebevoll verlegt nu' mal da sind, hab ich einen LED-Scheinwerfer der oberen Mittelklasse nachgerüstet.


Bei meinem "Wildadler" war auch alles mit grosser Sorgfalt und ohne jeden Tadel ebenso sauber montiert.
Die solide Konstrukion des Rades basiert unverkennbar auf Dahon-entwicklungen und es faltet auch genau analog zu meiner Dahon Vitesse.

Der Radstand ist mit ca 109cm für ein 20 Zoll-Faltrad ganz ungewöhnlich lang und verhilft so zu angenehmen Fahreigenchaften.

Die Sattelstütze (31,8 x 500mm) kann ich problemlos auf meine Wunschhöhe einstellen. (91cm Pedalabstand bis zur Warnmarke, 93cm scheinen mir auch noch verantwortbar) Sie wirkt dabei in keiner Weise wackelig.
Gleiches gilt für die problemlos höhenverstellbare Lenksäule.
In max Höhe kann ich bei Bedarf trotz meiner 1.90 auch in aufrechter "Opa-Touren Haltung" fahren.
An den soliden Gepäckträger aus Alurohr, kann ich die grossen Ortliebtaschen gerade noch so einhängen, ohne mit den Hacken beim radeln anzustossen. (Schuhgr: 46)
Alle Klemmen und Faltgelenke lassen sich leichtgängig bedienen, und halten absolut zuverlässig.
Die Sicherungen der Hauptfaltgelenke sind in Ausführung und Funktion entweder Plagiate oder Lizenzprodukte von Dahon.
Auffallend ist auch die Dahon-typische nach vorn gneigte Lenksäule.

Im ersten Eindruck würde ich das Rad wie ein etwas schwer geratenes, ansonsten gutes, zeitgemäßes Faltrad bezeichnen.
Bischen wie eine Kreuzung der Dahon Vitesse mit einem der 17kg Einrohrrahmen-Klapper aus den 60ern des letzten Jahrtausends.
Also die Leichtigkeit, zeitgemäßer Antrieb , angenehme Sitz/Fahrgeometrie, die typische bewährte Dahon-Faltung gemischt mit dem damaligen Gewicht aber auch der soliden Steifigkeit der damaligen Faltrosse. 17 kg wiegt es denn auch mit vollgeladenem Akku.
Die Schimano Nexus Dreigang mit Klickbox an der Achse, schaltet sich über den grifigen Revoschalter auch unter Last traumhaft leicht und weich.
Die Rücktrittbremse setzt weich ein und kann bis zum blockieren sauber dosiert werden.
Der Kettenschutz ist aus solidem Alublech.

Die beiden V-Breaks von Tektro funktionieren zuverlässig und lassen sich ausreichend präzise dosieren.
Die beiden angenehm zu fassenen breiten Handgriffe stehen in deutlichem Kontrast zu dem recht schmalen Besenstiel-Lenker der wirklich entspannte Handhaltungen nicht zulässt.
Das Rad hat einen einfachen aber zeitgemäßen bürstenlosen 24Volt 250Watt Gleichstrommotor im Vorderrad.
Die Alu-Gabel ist passend zum Motorantrieb deutlich stärker dimensioniert als übliche Faltradgabeln. (Stärkstes Mass ca 40mm unter dem lenkkopflager)
Die Antriebsenergie liefert ein Lithium Polymer Softpack Akku mit 24Volt und einer Kapazität von 5AH, der ebenso wie das Ladegerät von der Fa. Schenzhen in China gefertigt wird.
Der Akku hat die ungewöhnlichen Maße ca 360x50x30mm in einem Schrumpfschlauch der wiederum in einem dazu passendem Alu-Rechteckrohr montiert ist.
Ersatz dürfte in einigen Jahren schwer bis gar nicht zu beschaffen sein.
Das Ganze passt dann genau in den dazu dimensioniertenk Fahrradrahmen, wo es festgeschraubt ist.
Das Fahrad hat also keinen Wechsel- sondern einen im Rahmen fest eingebauten Akku.
Entsprechend ist die einzige Ladebuche auch fest am Rahmen montiert und der Akku kann ohne Werkzeug und zusätzlichem Basteln zum Laden oder etw. wechseln mit einem vollen zur Reichweitenerhöhung nicht aus dem Rahmen entnommen werden.
Das bedingt natürlich auch, dass man zum Laden entweder am Stellplatz des Rades einer Steckdose bedarf, oder das ganze Rad zur Steckdose tragen muss.

Ich nutze den kleinen "Wildadler" als Altagsrad bei allen täglichen Fahrten, aber auch als Zugmaschine für den Lastenanhänger hat es sich sehr gut bewährt.
Desweiteren habe ich eine mehrtägige Campingtour unternommen. Dabei störte mich (nur) der unergonomische Besenstiellenker.
Auf div. Bahnreisen zeigte sich, daß das Rad gefaltet problemlos in diese Gepäckregale im ICE paßt. Das tragen IM Zug jedoch recht mühsam ist, weil es gefaltet nicht rollbar ist.
Bei der Campingtour von Berlin nach Lüneburg durch die flache Havel- und Elbniederung hatte der kleine Akku mir völlig ausgereicht.
Da sich das Rad so wunderbar fährt, nutzte ich den Elektroantrieb nur recht selten zur Unterstützung.

Wie fährt es sich elektrisch?
Das einfache Bedienpanel ist mit der Hand am Lenker gut zu erreichen.
Ich nutze es vor allem als Fahrrad mit Hilfsmotor, schalte den Antrieb also nur bei Bedarf zu.
Als Anfahrhilfe taugt die einfache Motoransteuerung über die Kurbelkadenz sowiso nur sehr bedingt.
Dann setzt der Motor nach ca einer Sek sanft aber sehr deutlich mit einem leisen Heulton zur Unterstützung ein.
Berghoch zieht mich der Motor dann regelmäßig deutlich schneller, als ich selber im 1. der drei Gänge gekurbelt habe.
Bei steileren Anstiegen oder mit dem Anhänger beschwert sich der Frontmotor mit deutlich lauterem Jaulen, wenn er deutlich unterhalb seiner Nenndrehzahl arbeiten soll, verrichtet diese Arbeit aber zuverlässig.
Wer möchte kann auch ohne jede Kraft die Pedale leer treten, und quasi Mofa fahren.
Dann wird die Reichweite wohl kaum 15km betragen.
Ich habe denkleinen 24v 5ah Akku noch nicht ein mal leer gefahren.
Der kleine chinesische "Wildadler" ist z.zt klar zu meinem Lieblingrad mutiert.

Gruß
Karsten
Zuletzt geändert von Karsten am So 21. Sep 2014, 05:11, insgesamt 1-mal geändert.

Karsten
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Re: Wild Eagle, Kleines Chinarad auch für Große

Beitrag von Karsten » Mi 19. Feb 2014, 07:22

Moin,
Das Rad gibt es bei Amazon und anderswo gerade wieder.
Nach einem guten halben Jahr weiterer Erfahrung ergänze ich meinen obigen Erfahrungsbericht mal:

Der "Wild Eagle" ist nach wie vor mein bevorzugtes Lieblingsrad (neben meiner Dahon Vitesse und meinem altbewährten Rabeneick Reiserad, (63cm "Diamant"Rahmen und x individual-Umbauten) Da ich keinen Tacho dran habe, kann ich leider keine Angaben über gefahrene Km machen.
Ich nutze das Rad mehrmals wöchentlich auch für Einkaufstouren, wobei da dann regelmäßig echte 15-20kg in die Ortliebtaschen am hinteren Gepäckträger gepackt werden. (Ich bringe selber fast 100kg auf die Personenwaage.)
Regelmäßig ziehe ich damit auch den Lastanhänger, wobei da 100 kg Zuladung eher die Regel ist (z.b. 10x10kg an Holzbriketts oder vier bis sechs Europaletten zu je ca.20kg oder vergleichbares. Das Systemgewicht des Gespannes liegt dann bei ca 250kg.
Kein Witz: solche Fuhren gehen mit dem "kleinen"eher besser, als mit dem großen Reiserad. Und mit Hilfe des Motors befahre ich ziemlich locker Steigungen, die ich mit dem Reiserad vor dem Anhänger gar nicht mehr fahren konnte, oder nur indem ich meine vollen zwei Zentner in den Wiegetritt wuchtete. (Und damit schon zweimal die F&S/Sram 7-Gangnabe zum Zerbröseln brachte)
(wegen des kleinen Akkus im Rahmen geht das so natürlich nur wenige Kilometer)
Hier wirkt sich der Frontmotor ganz klar positiv aus, weil er den Tretantrieb entlastet (Allradantrieb)
In der Ebene läuft der "Adler" aber wirklich genauso wunderbar leicht, wie die Dahon Vitesse.
Also so, daß das Radeln ohne Motorunterstützung einfach eine Lust ist.
Ansonsten habe ich gerade im dichten Stadtverkehr das wuselige Fahrverhalten meiner Falträder lieben gelernt.
Wofür die so gar nix taugen, ist fahren auf glatten Straßen und Wegen im Winter.
Da ist der Motor dann geradezu heimtückisch, weil er durch das Pedelec-Prinzip nicht gefühlvoll und gut kontrolliert einsetzt.

Das Laufgeräusch des Motors ist mit der Zeit wesentlich leiser geworden. Im normalen Unterstützungsmodus jetzt eher ein Summen.
Ich vermute, daß das Plantengetriebe im Motor sich "eingelaufen" hat.
(Muß auf Dauer keineswegs positiv sein, sondern deutet möglicherweise auf Verschleiß hin. Echte Präzisionstechnik , Pfaff-Nähmaschinen oder Rohloff Nabe oder sowas, ist von Anfang an leise)

Unter hoher Last fängt die aus vier LEDs bestehende "Ladeanzeige" des Akkus ziemlich schnell an zu spinnen. Also dann hat man da eher eine Mini-Lichtorgel als sinnvolle Anzeige.
Ich sehe daß als allgemeine Warnanzeige, daß der Motor an seiner Leistungsgrenze ist,
Unter normalen Unterstützungsbedingungen in der Ebene zeigen die LED sofort wieder halbwegs sinnvoll den Ladezustand an.

An Ausfällen und Pannen hatte ich folgendes:

Nach einer PKW-Mitnahme des Rades, versagte plötzlich der Elektroantrieb.
Wie ich selber dann feststellte, hatte sich die Scheibe mit den Magneten des PAS an der Pedalachse verschoben, so daß der Controller kein Signal mehr erhielt. Da war wohl irgendwas anderes (Zelt?) da gegengefallen
Von Hand nach Augenmaß wieder ausgerichtet, seitem kein Prob.mit dem Antrieb mehr.

Na ja, Zwischendurch stellte ich mehrfach unerklärliche kurzzeitige Motorausetzer fest.
Dann realisierte ich irgendwann, daß ich in alter Gewohnheit die Hände an den Bremsgriffen hatte und ganz unbewußt, die Bremsen ganz leicht angezogen hatte. Damit schaltete der präzise Schalter an der Bremse eben den Motor sofort ab.

Der Kenda- Hinterreifen zeigte plötzlich eine Beule an der Flanke., so daß der Reifen am Rahmen schleifte.
-->Entweder Produktionsfehler oder Karkassenbruch durch zu geringen Luftdruck plus Überladung.
Durch Schwalbe "Marathon Plus"(Pannenschutz) ersetzt.

Der bis dahin wunderbar leichtgängige Seiten-Dynamo (NoName) machte plötzlich häßliche Geräusche und blockierte kurz danach.
-->Billigteil, offensichtlich nicht für Dauerbetrieb gedacht. Einstweilen gegen anderes Billigteil aus der Bastelkiste getauscht.

Die (im Vergleich zu Dahon) billigen Faltpedale lassen sich zunehmend schwerer klappen.
--> Werde demnächst mal mit Silikon schmieren.

Gruß Karsten

Motte
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Re: Wild Eagle, Kleines Chinarad auch für Große

Beitrag von Motte » Mi 19. Feb 2014, 09:56

Nach dem Einwand von Muc Falter in einem anderen Thread, wäre es ja interessant, wenn Du es bei passender Gelegenheit mal auf Ähnlichkeit mit dem E-Versa von Herkules abklopfen könntest. Nur mit den Abbildungen im Netz ist das immer schwierig - Du kennst ja die Details deines Rades besser.

Herkules ist - den Internet Meldungen zufolge, übrigens Ende Januar mal wieder verkauft worden und von der niederländischen Accell Group nun zur ZEG gewandert.

Gruß

Udo

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Re: Wild Eagle, Kleines Chinarad auch für Große

Beitrag von Adler28 » Do 20. Feb 2014, 15:18

Karsten hat geschrieben:Das Rad gibt es bei Amazon und anderswo gerade wieder.
Da habe ich meins gekauft - für 700 Euro.

Sehr viel bin ich noch nicht gefahren - der Ausreden gab es genug (zu viel Arbeit, zu kalt, zu nass, zu windig... :lol: )
Das gute Stück will ja auch immer vom 3. Stock auf die Straße und zurück getragen werden (Fahrstuhl kommt aber in absehbarer Zeit!)

Die ersten Eindrücke sind durchweg positiv - zum Vergleich bin ich auch gelegentlich ein normales 28er "Prophete"-Pedelec meines Freundes gefahren und da ist der "Adler" doch um einiges spritziger und wendiger. Das geringere Gewicht macht sich deutlich bemerkbar.

Der Motor hat nur 2 Unterstützungs-Stufen, was im Alltag völlig ausreicht; deine Anmerkungen zu Fahrten auf glatter Straße (oder evtl. auch auf nassem Laub im Wald) kann ich allerdings bestätigen: Dann im Zweifel lieber ohne Motor. Es fährt sich ja auch so ganz problemlos und leicht.

Ich habe einen NoName billig-Tacho angebaut - schließlich will man ja wissen wie viele km man so in der Gegend rumfährt.

Ob sich deine Befürchtungen zum Getriebeverschleiß bewahrheiten wird sich zeigen. Aber ich habe da keine all zu großen Sorgen.

Irgend wann werde ich mir noch einen zweiten Akku zulegen - durch die Sonderbauform wird der im Zweifel nicht sehr lange nachkaufbar sein, und dann hat man einen zum Tasuch, während man einen zu dem hier viewtopic.php?f=32&t=3152&p=32786 vorgestellten - oder einem ähnlichen - Service gibt.

Gruß
Jochen

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Re: Wild Eagle, Kleines Chinarad auch für Große

Beitrag von Karsten » Do 20. Feb 2014, 17:47

Adler28 hat geschrieben:
Karsten hat geschrieben:Das Rad gibt es bei Amazon und anderswo gerade wieder.
Da habe ich meins gekauft - für 700 Euro.
Jo unverschämt (niedriger) Preis für so ein feines Gefährt.
Vergleichbar sauber gefertigtes (und solides) Alu-Faltrad ist nicht unter 400€u zu haben.
(Ich habe inzwischen, neben meiner Dahon Vitesse schon diverse Markenfalter intensiv getestet.)
Dann ist die Elektrifizierung inkl. Ladegerät und Akku ein echtes Schnäppchen
Das gute Stück will ja auch immer vom 3. Stock auf die Straße und zurück getragen werden (Fahrstuhl kommt aber in absehbarer Zeit!)
Tja, das ist der Kardinalnachteil des fest eingebaute Akkus,ganzes Rad muß zur Steckdose.
Ich habe glücklicherweise im Abstell- und Bastelschuppen direkt vor der Tür meine Steckdose.
Die ersten Eindrücke sind durchweg positiv - zum Vergleich bin ich auch gelegentlich ein normales 28er "Prophete"-Pedelec meines Freundes gefahren und da ist der "Adler" doch um einiges spritziger und wendiger. Das geringere Gewicht mac ht sich deutlich bemerkbar.
Na ja, leichte Falter der "Harte Drogen- Kategorie" wie Birdy, gehen (ohne Motor) noch ganz anders los.

(...) deine Anmerkungen zu Fahrten auf glatter Straße (oder evtl. auch auf nassem Laub im Wald) kann ich allerdings bestätigen: Dann im Zweifel lieber ohne Motor. Es fährt sich ja auch so ganz problemlos und leicht.
Mich hatte es beim umfahren von so einem "Drängel-Gitter" fast geschmissen, als der Motor beim ganz langsamen treten plötzlich und unvermutet einsetzte und das Vorderrad auf dem feuchten Herbstlaub wegschmierte. Seitdem schalte ich die Elektrik bei jeder Art von zweifelhaftem Fahruntergrund auch immer ab.
Ich habe einen NoName billig-Tacho angebaut - schließlich will man ja wissen wie viele km man so in der Gegend rumfährt.
Hab' ich noch nie vermißt
Ob sich deine Befürchtungen zum Getriebeverschleiß bewahrheiten wird sich zeigen. Aber ich habe da keine all zu großen Sorgen.
Nee Sorgen mach ich mir da auch überhaupt nicht, Erstmal freue ich mich über das sehr angenehm leise Summen nach dem Einfahren.
Und auch nach fast einem Jahr Nutzung gib's da auch keinerlei Verschleißhinweise.
Zwecks der Geräuschminderung sind die allermeisten der Chinamotoren aber mit Planetengetrieben aus Kunststoff ausgerüstet. Die werden also nicht so lange halten, wie alte F&S Torpedonaben.
Irgend wann werde ich mir noch einen zweiten Akku zulegen - durch die Sonderbauform wird der im Zweifel nicht sehr lange nachkaufbar sein, und dann hat man einen zum Tasuch, während man einen zu dem hier viewtopic.php?f=32&t=3152&p=32786 vorgestellten - oder einem ähnlichen - Service gibt.
Da mach' ich mir auch noch keine Sorgen, bin mir aber ziemlich sicher, daß ein Ersatz für diese exotische Akku-Bauform DER eigentliche Haken an dem China-Adler ist. Das ist kein Cluster-Akku mit zusammengelöteten Rundzellen (wie die allermeisten Pedelec-Akkus), sondern echte Sonderbauform aus flachen Weichzellen im Inneren. Ähnlich den div. Sonderformen für Handys und so.
Nach meinen Recherchen gibt es die nur bei einem großen Chin. Produzenten. Der versendet aber erst ab 50 Stück oder so...
(oder zum halben Neupreis des Rades z.b. beim Yachtausrüster AW Niemeyer)
Dafür garantiert er nach 1000 Voll-Ladezyklen noch min. 90% Kapazität. Gerade weil das so ein seltener Exot ist, hoffe ich mal, daß der verbaute Akku auch von dieser Qualität ist. Andererseits ist genau diese Bauform auch im Verdacht, spontan aufzurauchen. (Wie der Akku im Boeing Traum-liner)
Weil das Adler-Radeln aber so unvermutet viel Freude macht, erwäge ich aber sowiso einen größeren "Extenderakku" ,10 AH oder so, zwecks Reichweitenerhöhung parallel zum Eingebauten abnehmbar anzubasteln.



Gruß Karsten

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Re: Wild Eagle, Kleines Chinarad auch für Große

Beitrag von Adler28 » Do 20. Feb 2014, 18:18

Karsten hat geschrieben:Na ja, leichte Falter der "Harte Drogen- Kategorie" wie Birdy, gehen (ohne Motor) noch ganz anders los.
Klar - aber ich brauche keine harten Drogen ;)
Weil das Adler-Radeln aber so unvermutet viel Freude macht, erwäge ich aber sowiso einen größeren "Extenderakku" ,10 AH oder so, zwecks Reichweitenerhöhung parallel zum Eingebauten abnehmbar anzubasteln.
Das klingt interessant. Postest du bei Erfolg eine Bastelanleitung?

Gruß
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Re: Wild Eagle, Kleines Chinarad auch für Große

Beitrag von Karsten » Do 20. Feb 2014, 19:01

Adler28 hat geschrieben:
Karsten hat geschrieben:Na ja, leichte Falter der "Harte Drogen- Kategorie" wie Birdy, gehen (ohne Motor) noch ganz anders los.
Klar - aber ich brauche keine harten Drogen ;)
:-) :-) (Du kannst u.a. hier im Forum verfolgen, wie teuer so' 'ne Sucht is')
Postest du bei Erfolg eine Bastelanleitung?
Klar, bin aber selber noch dabei mich schlau zu machen. (Gucken, ob der Akku eigenes BMS hat, wo ich bei dem im Rahmen gekapseltem System Kabel abgreifen kann und so. Ernsthaft vermißt hab' ich größeren Akku ja auch noch gar nicht. Ich will schließlich vor allem Radeln und der Trick beim Faltrad ist ja das problemlose multimodale Reisen.
Vorher steht wohl noch die Ablösung/Modifizierung des Besenstiel-Lenkers oder Umrüstung auf Schimano 7 oder 8Gang Getriebenabe an, (oder Roloff, wenn ich sowas mal günstig anlocken kann).

Edit. noch eine Frage: (Mein Adler kommt ja nicht von Amazon, und offensichtlich sind etwas unterschiedliche Versionen hier angelandet)
Ist auf Deinem irgend ein Hinweis auf den Produzenten des Rahmens?
Gruß
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Re: Wild Eagle, Kleines Chinarad auch für Große

Beitrag von Adler28 » Do 20. Feb 2014, 19:51

Karsten hat geschrieben:Ernsthaft vermißt hab' ich größeren Akku ja auch noch gar nicht.
Ich, ehrlich gesagt, auch nicht.
Vorher steht wohl noch die Ablösung/Modifizierung des Besenstiel-Lenkers oder Umrüstung auf Schimano 7 oder 8Gang Getriebenabe an, (oder Roloff, wenn ich sowas mal günstig anlocken kann).
Den Lenker finde ich goldrichtig, da will ich gar nix ändern.
Antrieb - ja.... mir würde vermutlich schon ein kleineres Ritzel genügen. Die Gesamtübersetzung ist etwas klein. Schaun mer mal. Ich bin nicht unbedingt der "große Optimierer", sondern will einfach das benutzen was ich habe.
Ist auf Deinem irgend ein Hinweis auf den Produzenten des Rahmens?
Nein - extra nochmal gesucht.

Gruß
Jochen

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Re: Wild Eagle, Kleines Chinarad auch für Große

Beitrag von Karsten » Fr 21. Feb 2014, 08:57

Moin,
Den Lenker finde ich goldrichtig, da will ich gar nix ändern.
Antrieb - ja.... mir würde vermutlich schon ein kleineres Ritzel genügen. Die Gesamtübersetzung ist etwas klein. Schaun mer mal. Ich bin nicht unbedingt der "große Optimierer", sondern will einfach das benutzen was ich habe.
Gut, daß Menschen so unterschiedlich sind.
Seit ich radle, ist noch keins meiner Räder lange ohne Umbau geblieben. An den Lenker hab' ich mich immer noch nicht gewöhnt.

(Ist auf Deinem irgend ein Hinweis auf den Produzenten des Rahmens?) Nein - extra nochmal gesucht.
Tja mysteriöser Adler...

Heute Nachmittag scheint scheint bei Dir die Sonne! Viel Spaß!
Gruß
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Re: Wild Eagle, Kleines Chinarad auch für Große

Beitrag von Adler28 » Do 6. Mär 2014, 20:19

Update:

Nach unbedeutenden Problemen mit dem Scheinwerfer (Kabel ca. 1 cm zu kurz - der Kabelschuh rutsche zwei mal ab) habe ich jetzt einen Batterie-LED-Scheinwerfer angebaut. Das fehlende Standlicht vorne hatte mich ohnehin gestört also war ich recht dankbar für die zusätzliche "Ausrede"

Ist ein Billigmodell mit nur unwesentlich höherer Leuchtkraft - aber zum Gesehenwerden reicht er allemal, und macht zudem einen deutlich robusteren Eindruck als das inzwischen fachgerecht (Mülltonne) entsorgte Originalteil.

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