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Gocycle G2R

GoCycle, Mando Footloose, Hercules E-Versa, Birdy Hybrid
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hyla
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Gocycle G2R

Beitrag von hyla » Di 14. Mai 2019, 18:46

Moin zusammen,
vielleicht kann mir jemand von Euch einen Tipp geben. Wir haben ein G1 und ein G2R. Beim Ladevorgang springt die LED des Ladegerätes ständig zwischen grün und rot hin- und her. In der Anzeige des Lenkers leuchten mal hier und da die Led`s auf, aber nicht wie beim normalen Ladevorgang. Das Bike läßt sich nicht einschalten. Ich habe es jetzt letzte Woche bei eBike Company in Hamburg zum checken abgegeben, nachdem ich ein paarmal mit dem Support in England Kontakt hatte. Der Verkäufer hat es sich kurz angesehen und haben dabei festgestellt das es nicht am Ladegerät liegt. Er tippt auf einen defekten Akku, fragte mich aber auch ob da schon eine neue Software drauf ist. Von einer neuen Software oder einem Upgrade weiß ich nichts. Jetzt ist bei uns die Überlegung ob wir dann über 800 € ausgeben wollen wenn der Akku wirklich den Geist aufgegeben hat. Ärgerlich ist das man mit dem G2 nicht schalten kann um die Radtour bei Ausfall des Akkus mit Muskelkraft fortzusetzen. Ich bin der Meinung hier im Forum irgendwo gelesen zu haben das man auch Gocycle - Akkus refreshen kann. Ist das richtig? Wenn ja, würde mich interessieren wo man das machen lassen kann und was es in etwa kosten würde.

Gruß Thomas

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Re: Gocycle G2R

Beitrag von alterfalter2 » Di 14. Mai 2019, 20:04

@hyla

Den Akku meines Airnimal Joey Move habe ich einmal erfolgreich mit neuen Zellen bestücken lassen. Das war preiswert und der Akku war wie neu, kostete vor etwa 10 Jahren etwa € 230 + Versand.
Fa. akkuman bei Frankfurt/M
https://www.akkuman.de/


Gruß TIL

Karsten
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Re: Gocycle G2R

Beitrag von Karsten » Di 14. Mai 2019, 21:31

hyla hat geschrieben:
Di 14. Mai 2019, 18:46

(...) über 800 € ausgeben (...) wenn der Akku wirklich den Geist aufgegeben hat.(...)
Gruß Thomas
Moin,
Auf gar keinen Fall würde ich Geld für den maßlos! überteuerten Original-Akku ausgeben.

Ein Blick auf die Hersteller-Website sagt mir, dass dort ein Akku, (genauer natürlich "Akkupack" aber das schreiben die nicht) von 22v / 13,5ah (= ca 300 Wh, oder 0,3kwh Kapazität) verbaut ist.
(22volt ist ein recht ungewöhnlicher Wert und deutet für mich auf einen gewissen Billigbau hin, dazu später noch mehr).

Richtig gute, langlebige Zellen für einen Akkupack mit vergleichbaren Werten sind heutzutage für einen Materialwert von ca 100€ oder weniger als Endverbraucher zu haben.
Diverse Firmen bieten Anschlußfertige Akkupacks, also inkl. Lade/Entlade-Elektronik für ca 170 bis 250€ an.
In beiden Fällen dürfte der neue Akkublock mit den Zeitgemäßen Zellen dabei nur etwa die Hälfte der überteurten Original-Akkus wiegen.
Bzw mit zeitgemäßen Zellen dürfte in das Gehäuse etwa die doppelte Kapazität "reinpassen".
Wobei die dazugehörigen Zellen dann auch nur um ca 200€ kosten.

Gruß Karsten

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Re: Gocycle G2R

Beitrag von superfalter » Mi 15. Mai 2019, 14:11

https://www.akkuman.de/ frag die doch mal ?

G1 und G2R sind ja nun auch schon einige Jahre alt. Und der Hersteller hat nur noch minimale Restbestände an passenden Akkus. Selber basteln in den Formfaktor des Gocycle na dann viel Spass. Es sind nicht alles lebensausgebildete Hobbyingeneure oder ?

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Re: Gocycle G2R

Beitrag von hyla » Mi 15. Mai 2019, 15:49

Hallo,
zunächst einmal vielen Dank für Eure Antworten. Ich habe noch keine Rückmeldung von der eBike Company was es für ein Problem ist. Bei der Abgabe des Bikes wurde mir gesagt das es wahrscheinlich der Akku ist. Ich kann nicht prüfen ob diese recht schnelle Aussage so richtig ist. Sollte es jedoch daraus hinauslaufen das der Akku getauscht werden soll holen wir das Bike wieder ab. Dann werde ich mich an Fa. Akkuman wenden. 800 € wollen wir auf keinen Fall ausgeben. Wenn es dann überhaupt dabei bleibt.

Gruß Thomas

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Re: Gocycle G2R

Beitrag von Karsten » Do 16. Mai 2019, 01:19

Moin,
Ganz allgemein zu den derzeitigen Verhältnissen um Akkus für Pedelecs.

Was im allgemeinen als "Akku", bezeichnet wird, ist eine Ansammlung (Cluster) von Akkuzellten in einem Gehäuse.
Weit verbreitet sind Rundzellen der Größe "18650" die etwas größer sind , als die bekannten "Mignon"-Primärbatterien. Mehrere tausend solcher Zellen sind auch als Antriebsakkus in jedem "Tesla"-Elektro-PKW verbaut.
Es haben sich einige standardisierte Gehäuse auf dem Markt durchgesetzt, wie z.b. Rahmen / Sattelrohrakku und "Gepäckträgerakku, aber sehr viele Hersteller produzieren aus mehr oder weniger sinnvollen Gründen auch sehr unterschiedliche eigenen Akkugehäuse, oder verbauen die Zellen direkt in ihren Rahmen.

Seit einigen Jahren ist bei den Lithium-Ionen Akkuzellen, also den wesentlichen Funktionsteilen der "Akkus" eine sehr dynamische Entwicklung festzustellen.
Grob gesagt:
In den letzen ca Zehn Jahren haben sich die Kapazitäten der einzelnen Akkuzellen etwa verdoppelt, die nutzbare Betriebszeit ("Lebensdauer") hat sich etwa verdoppelt und der Preis ist dabei auf 1/3 bis 1/4 gesunken.
Diese Dynamik hält derzeit noch an.
Also sind in jedem neuen Jahr die Akkuzellen billiger, besser und dauerhafter.
Da die Konstruktion, Planung, Herstellung von neuen E-bike Modellen einige Zeit braucht und Lieferverträge nicht monatlich neu geschlossen werden, sind gerade Marken-Pedelecs notwendigerweise immer mit veralteten Akkuzellen ausgerüstet, für welche die Hersteller zudem selber mal ziemlich viel gezahlt haben.
Darüberhinaus möchten sich die Hersteller, wie in der Marktwirtschaft üblich, nicht nur Dumm sondern sehr gerne Dumm und Dämlich verdienen.
Daher sind die Markenhersteller nicht besonders motiviert, ihre Kunden über die Marktentwicklung bei den Akkuzellen aufzuklären.
Stattdessen versuchen sie, durch allerlei Maßnahmen, ihre Kunden zu "motivieren" ihre jeweils veralteten und überteuerten Akku zu kaufen, wenn diese, unvermeidbar verschlissen sind.
Eine dieser Maßnahmen ist das sog. "Verdongeln", also eine -technisch nicht norwendige- elektronische Auschluss-Koppelung von Fremd-Akkus.
Das geht relativ elegant, weil die - für Lithium-Akkus unverzichtbare-Lade- und Entlade-Elektronik (das "BMS") durchaus sinnvoll mit der -ebenso unverzichtbaren Motor-Steuer-Elektronik "kommuniziert".
Ein Ergebnis dieser aktuellen Verhältnisse sehen wir hier im Thread:

Der Hersteller fordert 800€ für einen "Akku" dessen Zellen derzeit im Großeinkauf für nicht eimal 70€ zu haben sind.
Und dabei sind die Zellen im 800€-Akku zudem mit Sicherheit technisch hoffnungslos veraltet.

Darüberhinaus versuchen die Lobbyisten der Markenhersteller derzeit -vorgeblich um "Frisieren" durch Jugendliche zu unterbinden- den Gesetzgeber zu gesetzlichen Vorschriften zu motivieren, die im Ergebniss die Nutzung von jeweils zeitgemäßen und preiswerten Akkus illegal machen würden.



Gruß Karsten
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Pibach (Di 21. Mai 2019, 22:02)
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