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Dahon - just BAD Facts ! - Dauerfehler - Probleme

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Motte
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Re: Dahon - just BAD Facts ! - Dauerfehler - Probleme

Beitrag von Motte » Do 13. Aug 2015, 13:59

Es ist deshalb so schwierig hier im Thread den Überblick zu halten, weil doch viel in einen Topf geworfen wird.

Im Sinne von Peters letztem Beitrag wollte ich auch einwerfen, dass es etwas viel verlangt wäre, wenn man von einer Konstruktion erwartet, dass auch beim Gebrauchtkauf (und geringen eigenen Kenntnissen über die Funktionsweise des Produktes) sich ein Fehler stets unmittelbar erschließen muss.
(das ist beim Auto auch nicht so - wer dann nicht in die Werkstadt fährt und einen Fachmann gucken lässt, ist selber schuld)

Hier (bei Reimunds Dahon) wäre es die schräg stehende oder nicht bündig schließende V-Clamp, die einen hätte stutzen lassen sollen. Beim Brompton wäre es eine verbogene V-Clamp oder eine mit zahlreichen Kerben/Riefen. Beides kann zum Versagen des Bauteils mit ganz ähnlichen Folgen führen.
Man weiß ja nun nie genau, was der Vorbesitzer damit angestellt hat, wenn man ihn nicht gut kennt.

Gebrochene Lenker oder Gabeln bei gebraucht gekauften MTB sind ja auch nicht sooo selten.

EmilEmil
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Re: Dahon - just BAD Facts ! - Dauerfehler - Probleme

Beitrag von EmilEmil » Mo 17. Aug 2015, 13:08

C2M hat geschrieben:Life safe components müssen in der Regel auch gewartet und justiert werden.
Ob das einfach oder kompliziert ist, ist dabei unerheblich.
Sie sind nur dann über ihre vorgegebene Lebensdauer sicher, wenn beides korrekt und entsprechend den Vorgaben des Konstrukteurs/Herstellers erfolgt.
Anderenfalls sind sie u. U. nicht einmal "fail safe" (wenn dieser Begriff hier überhaupt passt).

EmilEmils Satz:

"Ausreden wie Benutzer-Fehler (Mechaniker-Fehler) oder Ähnliches sind völlig fehl am Platz"

ist m. E. sachlich falsch bzw. gälte nur, wenn solche nicht vorlägen, das Bauteil gleichwohl vorzeitig versagt hätte.

Das gleiche gilt für seine grundsätzliche Forderung, Lenkerscharniere müssten noch funktionieren, wenn der Rest des Rades längst unbrauchbar sei.
"Life safe" gilt für eine kalkulierte Lebensdauer des Bauteils, völlig unabhängig davon, ob es Verschleiß zeigt oder Schäden aufweist. Am Ende heißt es: "Weg damit". Bei den Birdies gibt es m. W. die Anweisung, die Lenkereinheit nach einigen Jahren zu tauschen. Humpert-Faltlenker haben ebenfalls Tauschintervalle.
Danach ist nicht einmal sichergestellt bzw. kann der Nutzer sich nicht darauf verlassen, dass im Falle eines Defekts ein Sturz ausgeschlossen und/oder eine Weiterfahrt möglich ist.
Beruhigend wäre natürlich, wenn es auf Lebensdauer des ganzen Rades oder darüber hinaus "life safe" Lenker gäbe.
EmilEmil, welche Lenkerkonstruktion, die an Falträdern erhältlich ist, erfüllt Deine strengen Vorgaben?

Gruß
Christian
Nun setz mal Deine Hersteller-Brille ab und versuche mal nüchtern und sachlich zu urteilen.
Punkt "Mangelhafte Wartung": Davon habe ich nicht geredet.
Technische Produkte mit Verschleißteilen erfordern immer Wartung (ZB Austausch der Bremsbeläge; Austausch einer gelängten Kette oder Schmierung einer Kette o.ä...).
FailSafe erfordert bei Teilen, die nicht SafeLife konstruiert wurden
1) Bei Versagen einer Detail-Konstruktion keine Katastrophe, die zu Verletzungen oder Tod eines betroffenen Benutzers führt (ZB Bruch einer Speiche, Bruch eines Bremsseils)
2) Detail-Versagen wird unmittelbar erkannt oder im Rahmen der Wartung bei der nächsten oder einer vorgeschriebenen Inspektion; denn es gibt Teile deren Funktion im "Verborgenen" stattfindet (ZB ein Zahnriemen zur Steuerung der Nockenwelle eines Automotors).
Bezüglich "Benutzer- oder Mechaniker-Fehler": Ich habe gar nicht bestritten, daß es so etwas nicht gibt. Mein Fokus liegt auf den Ausreden. Gut ist, daß dafür das Beispiel mit dem Lenker, der nach zwei Jahren ausgetauscht werden muß, schon eingeführt wurde.
Nimmt man für ein Rad eine Lebensdauer von 20 000 [km] an, dann braucht ein durchnittlicher Fahrer mit nur einem Fahrrad (bei 333 [km] im Jahr) dafür 60 Jahre, ein Fitness-Fahrer ala EmilEmil nur 6 Jahre, ein Radprofi nur 6-Monate. Im Hinblick auf diese unterschiedlichen Zeiträume kann die Forderung nach Austausch des Lenkers nach 2 Jahren nur als lächerlich angesehen werden. Da von Alibi-Ausrede (Produkthaftung !) zu sprechen, ist angebracht.
Darüberhinaus kann der Lenker auch aus solchem Material (Stahl, Aluminium, Titan, kein Carbon..) hergestellt werden, das nach Überschreiten der Bruchlast (max. Last) noch einen hinreichend großen Einschnür-Dehnbereich aufweist, so daß ein Sturz über den Lenker gar nicht auftritt oder glimpflich ausgeht unter Vermeidung größerer Verletzungen, da der Lenker zwar verformt, aber nicht komplett durchbricht. Da sollten sich die Hersteller aber mal sorgfältig mit dem verwendeten Material auseinandersetzen. Im Zweifel müssen mal Spanng-Dehnung-Diagramme bei einer entsprechenden Stelle (Materialprüfung, Werkstofftechnik) in Auftrag gegeben werden.
Im Hinblick auf nicht nur mögliche, sondern in der Realität selbst bei vorgesehenem Gebrauch passierende Stürze des Rades und des Radlers (1-mal auf 2000 [km] ?) lohnt es sich nämlich, auch über diese Ausnahmefälle nachzudenken und die Erkenntnisse in die Konstruktion einfließen zu lassen.
Wer nach dem Motto Wanddicke bei Stahl = 1 [mm], bei Titan = 1,5 [mm], bei Alu = 2 [mm]. bei Kunstoff = 4 [mm] konstruiert und sonst nach "det hamm wa immer schonn so jemacht" verfährt, von dem kann man nicht viel erwarten.
Welche erhältlichen Lenker (plus Vorbau-Konstrukte) kann ich empfehlen ?
Das ist sehr schwierig. Bei den statt der Gelenke alternativ verwendeten Klemmungen (gesteckte Vorbauten) können auch viele Fehler gemacht werden. Und das Verständnis (Technische Mechanik) bei den Klemmungen ist i.A. auch nicht groß, obwohl Klemmungen am Fahrrad sehr häufig eingesetzt werden (Griffe am Lenker, Lenker im Vorbau, Vorbauschaft im Gabelschaft, Sattel an der Sattelstütze, Sattelstütze im Sitzrohr, Achsen in den Ausfallenden u.a.).
Es ist kein Geheimnis, daß ich beinahe einer liederlichen Vorbau-Klemmung (24" Falter, inzwischen fast 37 Jahre alt) zum Opfer gefallen wäre (Stichworte sind: Geschlitzter Gabelschaft, Außengewinde, Außenklemmung durch Schelle): Abscheren des Gabelschaftes durch Dauerbruch und damit keine Lenkfähigkeit mehr. Irgendwie hatte ich da Glück.
Der Umbau erfolgte auf eine gesteckte Verbindung und eine Lagerung an zwei "Stellen" (wegen der Rotations-Anordnung von mir Stationen genannt). Die untere Lagerung benutzt eine gebräuchliche Zylinder-Keil-Klemmung (Zur Übertragung der Lenkmomente, von Radialkräften, sowie zur Abstützung der Achsialkraft), die obere (nach Art einer Stopfbuchse) dient vorwiegend derAufnahme der Radialkräfte, die mit den unteren Radialkräften für ein Kräftepaar sorgen, das für die Biegemomente zuständig ist. Diese Version hält inzwischen ca 24 000 [km].
Einen im Durchmesser zum Gabelschaftrohr passendes Rohr (0,2 [mm] größer) vorrausgesetzt, kann man eine solche gesteckte Verbindung selber herstellen. Das fehlende Gelenk mußte bei meinen Falträdern (20" und 24") durch die Konstruktion eines Köchers zum Verstauen nach dem Falten ergänzt werden, denn die liederliche Konzeption der Falträder hatte so etwas in den 1970-ern nicht für nötig gehalten.
So weit mir bekannt, verwendet Bike Friday von den heutigen Herstellern eine gesteckte Konstruktion. Da mir diese Hardware nicht zur Verfügung steht, kann ich keine detaillierte Beurteilung abgeben.
Eh ich's vergesse: Auch eine Gelenk-Konstruktion kann haltbar und zuverlässig dimensioniert werden.

MfG EmilEmil

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Re: Dahon - just BAD Facts ! - Dauerfehler - Probleme

Beitrag von Motte » Mo 13. Nov 2017, 21:04

Ich ahne, dass das hier keiner gerne hört. Aber diese Probleme beim Scharnier (Abreißen des Rahmens) scheint nicht nur Tern zu haben. Ist ja der gleiche Rahmentyp wie das Eclipse.
Das war mal ein IOS XL https://i.ytimg.com/vi/L_f6KqZNfCM/maxresdefault.jpg

das Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=L_f6KqZNfCM


Mir ist nur dieser eine Fall im Netz begegnet.(Hab aber auch nicht gezielt danach gesucht)
Über dessen Zustandekommen ich nix weiß. Zumindest das Schadensbild sieht dem von Tern zum Verwechseln ähnlich. Die werden aber nicht in der gleichen Firma fertigen lassen ??? So dass das mit einem Produktionsfehler in der Firma XY eher nicht die globale Erklärung sein kann. Oder etwa doch ?

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Re: Dahon - just BAD Facts ! - Dauerfehler - Probleme

Beitrag von CycoRacer » Di 14. Nov 2017, 00:30

Motte hat geschrieben:
Mo 13. Nov 2017, 21:04
Mir ist nur dieser eine Fall im Netz begegnet.(Hab aber auch nicht gezielt danach gesucht)
Hier im Forum gab es ja auch noch ein IOS P8 mit Rahmenbruch direkt vor dem Faltgelenk.
kaufberatung-f39/neuen-falter-oder-nich--t4763-s8.html

Auffällig ist, dass die Vclamp doch den Platz für die Schweißnaht erheblich einschränkt. Ich habe keine Vclamp und bei mir sieht die Schweissnaht deutlich breiter aus.

Gruß
Reimund

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