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Kaufberatung

Faltrad, Gretel
CaliCamper
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Kaufberatung

Beitrag von CaliCamper » Mo 9. Jan 2012, 13:49

Ein paar Fragen an die Experten hier im Forum.
Die Kaufentscheidung ist gefallen, es werden Ende des Monats direkt in Detmold zwei bernds-Räder bestellt - schon aus Gewichtsgründen, ich bin netto 100kg leicht.
Wir besitzen noch zwei Utopia-Rohloff-Räder für die größeren Ausfahrten und wollen die Falter nun als "Beiboote" in unserem VW-Camper für die üblichen Ausfahrten vor Ort nutzen. Dazu noch ein paar Fragen:

-Schaltung, wir sind Rohloff-verwöhnt. Ich denke aber, dass für das o.g. Einsatzprofil eine Shimano-8-Gg oder 11-Gg.-Nabe ausreichen müsste. Liege ich da falsch, zumal der Aufpreis für die Rohloffnabe bei bernds schlappe 1400,-€ beträgt? Hat vielleicht sogar schon jemand Erfahrung mit der neuen 11-Gg-Shimano?

-Beleuchtung. Nachts werden wir kaum unterwegs sein, uns somit für eine preisgünstige Ausstattung mit Seitenläuferdynamo entscheiden. Oder sollte es doch ein Nabendynamo sein, weil der Seitenläufer hinten ggfs. unpraktisch in der Handhabung ist? Kann man sogar ganz auf Beleuchtung verzichten und mit hochwertigen Akkulampen klarkommen, wie ist in diesem Fall die Rechtslage/StVo?

-Bremsen. An den "großen" Rädern haben wir die HS33 - ein "muss" auch bei den Faltern?

-Pedale: Klapp- oder Steckpedal?

- Reifen, Big Apple 50 oder 60mm? Die angebotenen Schutzbleche sind nur 53 mm breit, geht das überhaupt mit den breiten 60igern?

Für den einen oder anderen Tipp bin ich dankbar, Gruß Geert

Rone
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Re: Kaufberatung

Beitrag von Rone » Mo 9. Jan 2012, 16:52

Hallo und willkommen Geert,

zur Schaltung wird Dir niemand was konstruktives sagen können, da es schlicht von Deinem körperlichen Befinden und Deiner Fahrweise abhängt, was Du brauchst. Ein bisschen kannst Du später durch Änderung der Primärübersetzung ändern, wenn Dir die Schaltung nach oben oder unten nicht reicht. Da Shimano-Schaltungen preislich im Vergleich zur Rohloff "Wegwerfartikel" sind, würde ich derzeit rein aus Neugierde zur 11-Gang greifen. Die Entfaltung ist etwas kleiner als bei der Rohloff, dafür kostet sie auch nur einen Bruchteil.

Nach StVZO brauchst Du fest montiertes Licht, Batterielicht gilt nicht. Das haben wir hier aber zur Genüge diskutiert, da bitte einmal die Suche (z.B. nach Nabendynamo) benutzen oder gleich in die StVZO schauen: http://www.gesetze-im-internet.de/stvzo/__67.html

Bremsen: Geschmackssache. Die HS33 sind klasse, benutze ich auch an meinem Dahon. Ich würde ggf. die Bernds-Bremsen bei der Probefahrt testen. Reicht die Bremsleistung, nimm sie. Ansonsten kann man bei V-Brakes verdammt viel Verbesserung durch geeignete Bremsschuhe (z.B. Koolstop) und gute Züge erreichen.

Pedale: Wieder eine Frage des Geschmacks oder: Wohin mit den Pedalen, wenn Du unterwegs bist? Faltpedale klappst Du um und kannst sie nie liegen lassen, vergessen oder verlieren.

Zu den Reifen kann ich wenig beitragen, nur soviel: Der Großteil des Wassers bei Regenfahrten reißt ja genau in der Mitte des Reifens ab, spannend ist daher eher die Breite der Lauffläche...

Eule
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Re: Kaufberatung

Beitrag von Eule » Mo 9. Jan 2012, 21:09

CaliCamper hat geschrieben:Ein paar Fragen an die Experten hier im Forum.
Die Kaufentscheidung ist gefallen, es werden Ende des Monats direkt in Detmold zwei bernds-Räder bestellt - schon aus Gewichtsgründen, ich bin netto 100kg leicht.
Wir besitzen noch zwei Utopia-Rohloff-Räder für die größeren Ausfahrten und wollen die Falter nun als "Beiboote" in unserem VW-Camper für die üblichen Ausfahrten vor Ort nutzen. Dazu noch ein paar Fragen:

-Schaltung, wir sind Rohloff-verwöhnt. Ich denke aber, dass für das o.g. Einsatzprofil eine Shimano-8-Gg oder 11-Gg.-Nabe ausreichen müsste. Liege ich da falsch, zumal der Aufpreis für die Rohloffnabe bei bernds schlappe 1400,-€ beträgt? Hat vielleicht sogar schon jemand Erfahrung mit der neuen 11-Gg-Shimano?

-Beleuchtung. Nachts werden wir kaum unterwegs sein, uns somit für eine preisgünstige Ausstattung mit Seitenläuferdynamo entscheiden. Oder sollte es doch ein Nabendynamo sein, weil der Seitenläufer hinten ggfs. unpraktisch in der Handhabung ist? Kann man sogar ganz auf Beleuchtung verzichten und mit hochwertigen Akkulampen klarkommen, wie ist in diesem Fall die Rechtslage/StVo?

-Bremsen. An den "großen" Rädern haben wir die HS33 - ein "muss" auch bei den Faltern?

-Pedale: Klapp- oder Steckpedal?

- Reifen, Big Apple 50 oder 60mm? Die angebotenen Schutzbleche sind nur 53 mm breit, geht das überhaupt mit den breiten 60igern?

Für den einen oder anderen Tipp bin ich dankbar, Gruß Geert
Hallo,

vorab, ich habe all das mitbestellt, auf das Du verzichten willst! (Rohloff, Nady, HS33 und außerdem Steckpedale.
Der Aufpreis auf die Rohloff ist schon ein Hammer. Vielleicht ist ein Ausrüsten möglich, da solltest du nach der Drehmomentstütze fragen.
Ich finde alles gut. Am ehesten würde ich auf die HS 33 verzichten, weil es auch gute V-Brakes gibt!
Ein Nady ist für mich die beste Erfindung, seit dem Fahrrad als solchem :) -und ich mag den SON!

Am besten kann ich daher wohl was zur Bereifung sagen.
Ich bin im Jahr 2011 vier verschiede Bereifungen gefahren
Marthon Winter (42er), Marthon Racer (40er) und 2xBig Apples (50er und z. Z. 60er)
Die Schutzbleche sind, zumindest bei mir 56er und die 60er BA'S passen einigermaßen drunter. Dafür habe ich vorne das Schutzblech soweit wie möglich nach oben geschoben. Hinten ist das Rad ca. 2mm weiter hinten.
Ich bin begeistert von den 60ern vom Fahren und auch optisch. Sie bieten mir sogar noch weitere Vorteile, weil der Umfang und auch der Radius ist deutlich größer ist.
D h. die Entfaltung erhöht sich, sonst hätte ich mir andere Ritzel gesucht so passt es prima.
Das Tretlager ist bei "meinem" Bernds deutlich niedriger als bei "normalen" Rädern. Durch den Einsatz der "gößeren" BA's Räder erhöht sich das Tretlager um fast 2 cm. Das erlaubt noch Trampeln in Schräglagen wie bei klassischen Rädern.
Viel einfacher mit dem Platz wird es bei dem Kompromiss mit 55er Big Apples. Wenn es die noch als Faltreifen gäbe hätte ich die. Jetzt habe ich für den Notfall auf Tour Racer Faltreifen.

Falt oder Steckpedale: Die Faltpedale sind immer am Rad, man kann sie nicht vergessen.

Wenn ich das Bernds abstelle mache ich die Steckpedale ab, welcher Gelegenheitsdieb klaut schon ein Rad ohne Pedale.
Ich habe auch schon die Pedale vergessen und mich im Keller dann für ein anderes Rad entscheiden müssen :( !

Ach ja, von mir noch ein herzliches willkommen hier!

Eule

Bei mir ist das Bernds mein haupt und Lieblingsrad geworden, aber auch das einzige mit Rohloff und HS33!
Also mehr als nur ein "Beiboot".

CaliCamper
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Re: Kaufberatung

Beitrag von CaliCamper » Mo 9. Jan 2012, 22:58

Eule hat geschrieben: Falt oder Steckpedale: Die Faltpedale sind immer am Rad, man kann sie nicht vergessen.
Wenn ich das Bernds abstelle mache ich die Steckpedale ab, welcher Gelegenheitsdieb klaut schon ein Rad ohne Pedale.
Danke(!!) schon mal für die Meinungen.
Steckpedale als Diebstahlschutz - genial, aber nie dran gedacht. Hab' sie eben verbindlich angekreuzt!
Über die anderen Dinge kann ich noch 14 Tage schlafen, schau'n mer mal, was noch an Argumenten kommt.
Fotos werden natürlich beizeiten nachgeliefert.
Gruß Geert

Revonnah
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Re: Kaufberatung

Beitrag von Revonnah » Fr 13. Jan 2012, 20:05

Hallo Geert,

als Rohloff-Fahrer (Patria Terra) stand ich vor der ähnlichen Frage beim Kauf meines Bernds-Faltrad. Da ich mit dem Faltrad doch weniger fahre und auch kein Geld drucken kann, habe ich mich als vergleichbare und dabei wesentlich günstigere Alternative für die DualDrive-Schaltung von SRAM entschieden. Der Entfaltungsbereich ist sehr ähnlich wie bei meinem Terra und die Abstufung der Gänge ist auch akzeptabel. Sogar der Drehgriff erinnert an die Rohloff. Bei den Bremsen sind für mich die V-Brakes akzeptabel, am Terra bremse ich mit der HS33.

Bei der Beleuchtung habe ich mich für den Shimano-Nabendynamo entschieden, dazu als Scheinwerfer B+M Lumotec IQ Cyo R senso plus 40 Lux. Auf dunklen Campingplätzen ist eine gut funktionierende Beleuchtung eine Wohltat, ich möchte nicht mehr zurück in die Seitenläufer-Steinzeit.

Als Reifen fahre ich die zweite Generation des Marathon Supreme, der hervorragende Leichtlaufeigenschaften hat, dafür aber nicht ganz so komfortabel wie der Big Apple ist aber beim Fahren richtig Spaß macht.

Bei den Pedalen habe ich inzwischen zu den VP-F80 Flip Pedals gewechselt, die sich sehr bedienungsfreundlich nach dem Butterfly-Prinzip öffnen und auch bei Bernds erhältlich sind. Sie bieten eine schöne breite Auflagefläche für meine großen Füße und sind nicht rutschig.

Ansonsten habe ich noch den Lenker gewechselt, wie am Terra fahre ich mit einem breiten Downhill-Lenker mit Hörnchen. Ich konnte die gesamte Sitz-Geometrie so einstellen, dass ich kaum einen Unterschied zu meinem Haupt-Fahrrad verspüre.

Sehr empfehlen kann ich den Brompton-Trägerblock, ich habe mir dazu aus England (http://www.brilliantbikes.co.uk) die neue Version T-Bag von Brompton bestellt, die sehr praktisch und geräumig ist. Sie war dort incl. Versand erheblich billiger als in Deutschland und die Zustellung hat schnell und gut funktioniert.

Allzeit gute Faltrad-Fahrt wünscht

Christian

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Re: Kaufberatung

Beitrag von Rone » Fr 13. Jan 2012, 23:01

Revonnah hat geschrieben:Bei den Pedalen habe ich inzwischen zu den VP-F80 Flip Pedals gewechselt, die sich sehr bedienungsfreundlich nach dem Butterfly-Prinzip öffnen
Ich rate dringend von einer Neuanschaffung der VP-F80 ab! Die sind bauartbedingt sehr schwachbrüstig und wenn eine Seite abbricht, tritt man ins Leere. Da möchte ich kein Ei sein ;)

Wobei ein zertrümmerter Hoden noch das geringste Übel bei einem solchen Unfall sein kann...

Dir lieber Christian rate ich zumindest dazu, Deine Pedale verdammt gut im Auge zu behalten! Sollten sich Risse zeigen, nicht weiterfahren! Die Pedale werden sehr schnell weich und brechen auseinander!

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Re: Kaufberatung

Beitrag von Revonnah » Sa 14. Jan 2012, 18:30

Rone hat geschrieben: Wobei ein zertrümmerter Hoden noch das geringste Übel bei einem solchen Unfall sein kann...
Vielen Dank für diesen wertvollen Hinweis, ich werde die Pedalen im Auge behalten, eigentlich sollte Bernds so etwas wissen. Welche Faltpedale sind den wirklich empfehlenswert? Dann könnte ich umrüsten, so dass den wertvollsten Teilen des Mannes keine Gefahr droht.
Mit Grüßen aus Niedersachsen,
Christian

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Re: Kaufberatung

Beitrag von Rone » Sa 14. Jan 2012, 22:20

Das Risiko, dass man Pedale zertritt, besteht natürlich immer. Ein gelegentlicher Blick schadet also nie. Ich persönlich fahre gerne reine SPD- oder Kombi-Pedale, da scheiden derzeit Faltpedale noch aus. Daher kann ich Dir da keine wirkliche Empfehlung geben.

Im Anhang mal meine inzwischen ganz verstorbenen Pedale. Die Risse sehen harmlos aus, aber nach ca. 2h weiterer Fahrt habe ich mit einem herzhaften "Klack" ins Leere getreten. Was passiert, wenn man nicht damit rechnet, vermag ich mir gar nicht auszudenken.

Die Pedale sind auch nicht griffig, Regenfahrten mit nassen Sneakern (glatte Sohle) sind auch keine Freude mit den Pedalen.

EmilEmil
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Re: Kaufberatung

Beitrag von EmilEmil » Mo 16. Jan 2012, 13:54

CaliCamper hat geschrieben:Ein paar Fragen an die Experten hier im Forum.
Die Kaufentscheidung ist gefallen, .....
...
Für den einen oder anderen Tipp bin ich dankbar, Gruß Geert
Hallo Geert,
ich fange mal von unten an :
Es gibt auch Big Apple mit 55 mm. Wenn die Felgenweite zwischen den Hornhaken 19 mm ist, so sind die Reifen mit 60 mm Breite von Schwalbe mittlerweile dafür abgesegnet. Ich selbst würde für 60 mm Reifenbreite auch breitere Felgen verwenden (23,25 mm ?). Der Reifen hat dann eine bessere Seitenführung.
Schutzbleche mit 53 mm sind für 60 mm Reifenbreite zu wenig. Faustregel ist Schutzbleche sollten an jeder Seite Reifenbreite + 5 mm haben. Da wird viel gesündigt. Die Hersteller-Grattler sprechen seit einiger Zeit auch von "Radschützern". obwohl der Radler eigentlich seine Kleidung schützen möchte (ein neuer Scheitel aus Straßenkot ist auch nicht jedermanns Sache).

Klapp- oder Steckpedal. Da ich beides ausprobiert habe : Für einfachereres Händling stehen Klapppedale. Das Stecken (oder wenn es durchdacht gemacht wurde, umstecken) ist etwas Zeit-raubender. Die Steckpedale sind im Prinzip leichter. Ich habe diese mal ausprobiert, weil ich gern Kunstoff-Haken an die Pedale (Zefal,gibt es in zwei Schuhgrößen !) schraube. Da können sich Vorteile beim Faltmaß ergeben. Kunstoff-Haken geben dem Fuß einen guten Halt ( bei ca 270° Kurbekdrehung), sorgen für eine richtige Position (Fußballen über der Pedalachse) und sind praktisch beim Ampelstart. In der Effizienz liegen sie zwischen den "Normal-Pedalen" und den Klickpedalen, brauchen aber keine Spezialschuhe (Man kann alle Schuhe verwenden !).

Wenn Du kannst, nimm Scheibenbremsen. Felgen-Bbremsen zerstören auf Dauer die Felge. Bei kleinen Rädern gibt es noch das Hitzeproblem. Die kleinen Felgen haben weniger Volumen (Hitze-Aufnahme !) und weniger Fläche (Hitzeabgabe). Das ist nur relevant, wenn viel und lange Bergstrecken auf dem Speiseplan stehen. Fürs Flache und sanfte Hügel ist eine Vau-Bremse völlig ausreichend. Gegen Hydraulik-Leitungen bin deswegen, weil ich diese nicht gern falte und ich den Wartungsbedarf gering haben möchte. Bei mechanischen Scheiben gibt es dann nur die BB7 mit reibungsarmen (fast reibungsfreien) Zügen von Jagwire. Alle anderen gehören in die Kategorie Bau-Markt-Schrott.

Beleuchtung: Hier kann man mit einem Seitenläufer durchaus leben, falls man das Licht nur sporadisch benötigt. Für diesen Fall ist eigentlich eine Akku-Beleuchtung nicht angebracht. (Der Akku braucht ständige Pflege und hat, wenn er die gleiche Leistuzng wie eine Dynamo-Anlage bringen soll, nur eine begrenzte Leuchtdauer. Bei vollem Akkupack ca 5 std, aber ein volles Akkupack gibt es nur im Labor. 80% sind da eine Hausnummer. Berücksicht man einen Ladezustand zwischen 80 % und 20 % (Keine Tiefentladung !) so hat man im Schnitt eine Brenndauer von 2 1/2 Std (50 %).Von den Seitenläufern habe ich am 24" Falter einen Basta Dynamo Quattro, der ein bißchen laut ist und im Wirkungsgrad bei 33 % liegen dürfte.Der bum Dymotec S6 ist teuerer und soll einen höheren Wirkungsgrad haben. Ein LED-Scheinwerfer kann am Seitenläufer betrieben werden. Standlicht vorn und hinten ist angesagt.

Bei der Schaltung sollte bei dem Einsatzprofil eine 8,9 oder 11 Gang Nabe ausreichend sein. Ich selber fahre 3x i-Motion 9 seit 2008 mit insgesamt 10 000 km, bin zufrieden und hatte bisher keine Probleme oder Schäden. Die am 20" Folding*Star eingesetzte, kann auch mit Doppel-Kettenblatt ausgerüstet werden. Im Moment teste ich allerdings einen Chainglider, daher nur einfach. Die Entfaltung läuft von 2,20 m bis 7,48 m, was nach meiner Ansicht das Optimum für den begrenzten Übersetzungsumfang darstellt. Mit Doppel-KB habe ich 1,65 m bis 8,44 m, also fast den Umfang der Rolex-Nabe (510 % : 526 %). Von allen Nabenschaltungen ist der Ausbau des Hintrrades bei der i-Motion 9 am einfachsten. Das ist bei der Alfine 8 schwieriger und hier ist die Gangabstufung weniger gelungen. Die Alfine 11 hat gkeichmäßige Sprünge (~14 %] bis auf den zwischen 1 und 2 :. Hier stehen 29 % zu Buche. Qasi der Senioren-Teller in der Dose. Handling ist auch nicht besser als bei der Alfine 8. Zu bedenken bei der Alfine 11 ist noch, daß es sie nur mit Trigger gibt. Der könnte u.U. beim Falten ein bißchen im Wege sein. Zur Halbarkeit kann ich zur Alfine 11 nichts sagen, bei Bedarf gibt es einen ganzen Fred püber die Alfine 11 im MtB-News Forum. Bei zwei kleinen Test s auf der Messe und in einem Verkaufsraum machte sie einen ordentlichen Eindruzck.
MfG EmilEmil

CaliCamper
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Re: Kaufberatung

Beitrag von CaliCamper » Di 17. Jan 2012, 17:54

Tolle Tipps hier, danke.
Die Bremsanlage steht fest - Hydraulik! Die Einstellerei bei einer V-Brake ist mir zu fummelig. Ob's auch Scheiben werden, das Argument mit den kleinen Rädern bringt mich zum Nachdenken, werde ich in Detmold entscheiden. Auch die Faltbarkeit der Leitungen werde ich ansprechen.
Reifen BigApple 50, es sei denn es gibt inzwischen ordentliche Schutzbleche für die 60er.
Steckpedale hatte ich eigentlich fest konfiguriert, die Diskussion über Brüche der Faltpedale hier im Forum haben mich verunsichert - gibt's die Risse auch bei den Steckern?
Schaltung 8-Gg-Shimano, Rohloff habe ich am "richtigen" Rad. Einen Anreiz muss man ja haben, dieses Rad auch weiterhin zu benutzen.
Beleuchtung: Seitenläufer nur zur Beruhigung der Rennleitung, werde ich wohl nie benutzen, da nur tagsüber unterwegs.
Lenker NSU wie am anderen Rad mit Ergon-Griffen.
Farbe schwarz, weil alle anderen Lacke unverständliche 100,-€ Aufpreis kosten.
Bestellt wird am 31.1.12.

Gruß Geert

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