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Zukunft Elektromobilität

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Pibach
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Zukunft Elektromobilität

Beitrag von Pibach » Do 10. Aug 2017, 22:34

Ich hab mir die neuen Zahlen dazu mal angesehen. Bemerkenswert ist vor allem die Entwicklung bei Li-Ion-Akkus, die das alles antreibt. Ist man bisher von 25% Preisverfall p.a. ausgegangen (siehe Grafik), fielen die Preise in der Praxis deutlich schneller! Tatsächlich war der Preisverfall bei Akkus 70% in 18 Monaten (Quelle). Im Mai 2017 wurde der Preis mit $139/kWh angegeben (Quelle). Es scheint in dem Tempo weiter zu gehen mit dem Preisverfall.
Bild

Das liegt offenbar an stark wachsenden Produktionskapazitäten. Die sollen bis 2020, also in nur 4 Jahren, um Faktor 6 (!) steigen. Überall sprießen die "Megafactories" nach dem Tesla Vorbild (Nevada) (Quelle).

Kommt hinzu, dass auch der Preis für Solarpanels stark sinkt mit ca 9% pro Jahr. 2030 soll Photovoltaik-Strom schließlich günstiger sein als fossiler Strom (Quelle). Bis 2050 wird wohl nicht nur die gesamte Automobilflotte elektrisch fahren, sondern das gesamte Stromsystem auf erneuerbare Energien umgestellt sein, was lt. dieser Studie nicht nur nach Umweltgesichtspunkten sondern dann auch nach Kostengesichtspunkten effizienter ist.

Karsten
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Re: Zukunft Elektromobilität

Beitrag von Karsten » Fr 11. Aug 2017, 00:35

Danke für die Hintergrundzahlen.
Ich beobachte die Sache von meiner Perspektive als Endverbraucher und kann den dargestellten Trend auf dem Markt als solcher voll bestätigen.
Der selbtgeerntete Solarstom meiner kleinen Inselanlage ist aktuell schon preiswerter, als jener von unserem, (ich wohne in in einem Gemeinschaftswohnprojekt) Öko-Versorger für Netzstrom. (Energiewerke Schönau).
Die Kombination meiner geldsparenden Inselanlage für meinen "Grundverbrauch" mit dem "glücklichem" Netzstrom zur Abdeckung von z.b. großen Leistungen für Maschinen mit Drehstrom, oder oder ähnliches, ist für mich ideal.

Vor einigen Wochen hat die Indische Regierung angekündigt, dass sie das geplante Programm zum Bau von mehreren Kohle-Kraftwerken faktisch gestoppt hat, weil abzusehen ist, dass diese niemals mehr wirtschafliich produzieren könnten.
Diese Entwickluing ist übrigens eindeutig auf den weltweiten Markt-impuls durch die deutsche Energiewende zurückzuführen.

Gerade habe ich einer Mitbewohnerin den Betriebsakku ihres Elektro-Rollers von "Bleiklötzen" auf zeitgemäße Lithium-Ionen Akkus umgerüstet.
Der Vergleich läßt mich immer noch staunen:
Die aktuellen"18650-35e"-Zellen von Samsung für den Erstzakku, waren für weniger Geld zu haben, als der Roller-Hersteller für seine veralteten "Bleiklötze" fordert.
Inkl. passendem BMS, und 4A- Ladegerät mit Regelung für Li-Io und ohne Arbeitslohn war der 0,75kwh-Akku
für ca 400€ zu realisieren.
Im Vergleich zu dem vorherigen, durchaus hochwertigem, zyklenfesten Blei-Gel-Akku wiegt dieser selbstkonfektionierte Lithium-Ionen-Akku nur etwa 1/4 so viel, hat nur ca das halbe Volumen, faktisch die doppelte nutzbare Kapazität und die zwei-bis fünfache zu erwartende "Lebensdauer". Dazu kommt noch die wesentlich bessere Schnelllademöglichkeit und, weil der Lithium-Akku auch bei Entnahme hoher Ströme eine deutlich stabilere Spannungslage hat, geht der kleine Roller jetzt mit deutlicherem Leistungszuwachs zur Sache.

Gruß Karsten

Motte
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Re: Zukunft Elektromobilität

Beitrag von Motte » Fr 11. Aug 2017, 07:10

Für Endkunden entscheidend ist meiner Meinung nach, dass es heute durchdachte, leistungsfähige Lösungen gibt, weil die Großen der Branche aufgesprungen sind. Mein Vater hatte vor ca. 15 Jahren ein fertiges Rad von KTM (City Blitz) - das war im Grunde ein (Billig) Rad der 4- 500 Euro Klasse mit einem Motor aufgemotzt. Für das gleiche Geld bekommt man heute einen Flyer XY mit dreimal so großer Reichweite, Anfahrhilfe und durchdachten Komponenten.

Die Räder haben das Bastel Image abgelegt. Was noch fehlt sind die Impulse im Alltag - also eine für E- Fahrräder ergänzte Infrastruktur. Da sind wir Deutschen ungeheuer träge. (die Bayern vielleicht im Tourismus Sektor etwas pfiffiger als der Rest der BRD).

Über einen günstigen Preis freut sich natürlich Jeder - ich kann mir aber nur schwer vorstellen, dass der Kaufimpuls fehlt, weil das Rad 2400 statt 2200 kostet.

Pibach
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Re: Zukunft Elektromobilität

Beitrag von Pibach » Fr 11. Aug 2017, 12:21

Karsten hat geschrieben:
Fr 11. Aug 2017, 00:35
Der selbtgeerntete Solarstom meiner kleinen Inselanlage ist aktuell schon preiswerter, als jener von unserem, (ich wohne in in einem Gemeinschaftswohnprojekt) Öko-Versorger für Netzstrom.
Ganz genau.
Elektroautos/Elektrofahrräder als dezentraler Speichern/Verbraucher entlasten auch das ganze Stromnetz da sie angebotsabhängig reagieren können. Das gibt starken Schub für regenerative Stromquellen.

Insbesondere wird es viel attraktiver, sein Auto (bzw. das seiner Nachbarn) mit privatem Solarstrom zu befüllen und damit Netzkosten und Abgaben zu umgehen, als den Strom für derzeitig 28ct/kWh zu beziehen bzw. mit derzeitigen 12ct/kWh ins Netz einzuspeisen. Das macht die Kombination von Elektroautos mit privater Solaranlagen unschlagbar.

Wenn 2050 die gesamte Energieversorgung regenerativ ist und alle Fahrzeuge elektrisch fahren, ist das eine ganz neue Zukunfstperspektive. Bisher war mir das noch nicht so klar.

Dumm ist nur, dass die deutsche Autoindustrie diese Entwicklung komplett zu verschlafen scheint.

Pibach
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Re: Zukunft Elektromobilität

Beitrag von Pibach » Fr 11. Aug 2017, 22:58

Für mich neu ist auch folgender Zusammenhang:
Bisher hab ich immer mit Stromkosten von ca 28ct/kWh gerechnet, also dem derzeitigen Endkundenpreis.
Berücksichtigt man, dass ein Liter Benzin grob 10kWh Energie enthält bei einem derzeitigen Verbraucherpreis von ca 1,30 EUR an der Tanksäule, sieht die Kostenbilanz nicht unbedingt so gut aus. Ok, Elektromotoren haben etwa doppelt so guten Wirkungsgrad wie Verbrenner, also ca 60% versus 30% in der Praxis als nutzbare Bewegungsenergie. Ein Elektroantrieb ist dann insgesamt trotzdem nicht wirklich günstiger aus als ein Verbrenner.

Ganz anders sieht die Rechnung aber aus, wenn man sich die Großhandelspreise an der Börse anschaut. Da liegt die Gallone (3,785 Liter) Benzin aktuell bei 1,61EUR, also ca 43ct/l Benzin. Die kWh Strom liegt allerdings bei nur 3ct, Und die Tendenz ist stark fallend! Nach diesen Preisen führe der Elektromotor also schon jetzt deutlich preiswerter als der Verbrenner.
Warum die Endkundenstrompreise dabei trotz der fallenden Strom-Einkaufspreise steigen scheint ein verworrenes Rätsel der Politik/Industrie zu sein.

Spannende Frage bleibt jedenfalls, zu welchem Preis Verkehrsmittel denn nun tatsächlich bestromt werden in der elektromobilen Zukunft.

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Re: Zukunft Elektromobilität

Beitrag von Pibach » Di 15. Aug 2017, 06:42



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Re: Zukunft Elektromobilität

Beitrag von Karsten » Di 15. Aug 2017, 15:28

zeigt bei mir nur ein leeres Posting

Gruß Karsten

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Re: Zukunft Elektromobilität

Beitrag von Pibach » Di 15. Aug 2017, 15:30

Karsten hat geschrieben:
Di 15. Aug 2017, 15:28
zeigt bei mir nur ein leeres Posting
?

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Re: Zukunft Elektromobilität

Beitrag von Karsten » Di 15. Aug 2017, 15:37

Ja weiß auch nich' warum.
N ur wenn ich auf die "zitier-Funktion" Gehe, kann ich sehen, dass Du auf ein Youtube hingewiesen hast.
Liiegt möglicherweise an meinem Linux-Browser.

Gruß Karsten

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Re: Zukunft Elektromobilität

Beitrag von Motte » Di 15. Aug 2017, 16:13

Bei Windoof funktioniert das. Wer mit Pinguinen kuschelt sieht halt nur Eiswüste ;)

In der Rheinischen Post gab es dazu ein Interview, dass die deutsche Mentalität recht gut wiederspiegelt:
http://www.rp-online.de/leben/auto/news ... -1.6984627

Ich würde mal grob sagen, dass wir gegenüber dem Amis eher fortschrittsfeindlich sind. Diese Behäbigkeit ist manchmal recht wohltuend - aber in Punkto Mobilitätsverhalten geht sie mir häufig nur noch auf den Keks. Weil man hier immer nur Menschen begegnet, die gegen irgendwas sind. Die Greyhound Busse hatten in den 60ern schon (Not) Treppen für Gehbehinderte und unsere Busse nehmen heute noch keine Elektromobile mit.

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