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Wer wohnt in einer Großstadt und nutzt ein Auto ?

Alles zum Thema Faltrad/Rad.

Hast du noch ein eigenes Auto in aktiver Nutzung ?

Ja
7
44%
Nein
5
31%
fast nicht mehr
1
6%
schon verkauft
3
19%
 
Abstimmungen insgesamt: 16

bergauf
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Re: Wer wohnt in einer Großstadt und nutzt ein Auto ?

Beitrag von bergauf » So 7. Jan 2018, 19:54

Was heißt hier "noch ein eigenes Auto in aktiver Nuzung"? Ich müßte schreiben "wieder"...

Seitdem das Ding seit 2011 defekt war und steht, habe ich es im Herbst wieder herrichten lassen, wie ich hier schon berichtet hatte :-)
Hier in der Stadt brauche ich es allerdings nicht. Ich will es bei längeren Fahrten mit viel Gepäck anstelle der Bahn benutzen. Es ist eine Frage der Bequemlichkeit, und ein wenig auch der unglaublich schlechten Bahnverbindungen von und nach Chemnitz.
Carsharing habe ich immer mal wieder beäugt, aber das schien mit für mich nicht so richtig brauchbar zu sein.

Immerhin habe ich den verzicht auf's Auto ein paar Jahre lang ausprobiert und weiß, wovon ich spreche.

bergauf

Motte
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Re: Wer wohnt in einer Großstadt und nutzt ein Auto ?

Beitrag von Motte » So 7. Jan 2018, 20:23

Ach ja – die Bahn

Stell dir vor, Du verabredest dich mit Onkel Willy zum Essen. Freitag 13 Uhr. Er sagt, er holt dich mit dem Auto ab.
13:00 nix passiert.
13:10 passiert immer noch nix – kein Anruf - nix.
13:15 kommt Onkel Willy vorgefahren und nuschelt was von „Betriebsbedingten Verzögerungen“
Dann fährt er los.
Nach 500 Metern, betätigt er die Türverriegelung und bleibt kommentarlos stehen.
Erst 8 Minuten später fährt er wortlos weiter und deutet später an nicht mehr zum Lokal zu fahren, sondern vorher umzukehren – weil es ja schon so spät ist.
Du würdest Onkel Willy für völlig bescheuert halten. ;)

Für die Bahn ist das ganz normaler Alltag. Zumindest hier im VRR. :lol:

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Re: Wer wohnt in einer Großstadt und nutzt ein Auto ?

Beitrag von Zauberfaltrad » So 7. Jan 2018, 22:55

@Motte
Klasse Beitrag! Und Respekt dafür, so lange auf ein Auto zu verzichten und dann auch trotz des Widerstands bzw der Umgebung. Danke für die so gute Einsicht in deinen Alltag. Einiges kommt mir irgendwie bekannt vor und anderes macht mir nicht nur Mut sondern bestätigt auch, dass meine Entscheidung durchaus über längere Zeit standhaft sein kann. :)

Ich meide ebenfalls stark befahren Straße und auch sonst Orte, wo viel los ist. Mit der Zeit lernt man die Umgebung auch gut kennen und weiß, wo man eventuell alternativ entlang fahren kann, besonders auf Ausblicke und Natur bezogen.

Liebe Grüße, Zauberfaltrad

bergauf
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Re: Wer wohnt in einer Großstadt und nutzt ein Auto ?

Beitrag von bergauf » Mo 8. Jan 2018, 00:01

Motte hat geschrieben:
So 7. Jan 2018, 20:23
Onkel Willy
Ach Motte, wenn es nur das wäre!

Wikipedia formuliert es kurz und nüchtern: "Seit 2006 wird Chemnitz von DB-Fernzügen nicht mehr angefahren, es halten ausschließlich Regionalzüge. Der Ballungsraum Chemnitz-Zwickau (1,2 Mio Einwohner) ist damit die einwohnerstärkste Region Deutschlands ohne Eisenbahnfernverkehr."

In C halten nur Regionalzüge, die (derzeit) von sog. "EIsenbahnverkehrsunternehmen" ungleich der DB betrieben werden. Für meine Relationen ist das jeweils die MRB (Eisenbahnverwaltungsmäßig sind wir mittlerweile wieder im Klein-Klein des 19. JHd...).
Meine Hauptrelation war nach Nordostbayern (Amberg). Dauert i.d.R. vier bis viereinhalb Stunden, außer man hat beim Umsteigen in Schwandorf Glück und erwischt noch den früheren Anschluß. Der Anschlußzug verläßt den Bahnhof quasi zeitgleich mit dem Einfahren des Zuges, mit dem man kommt. Regulär wartet man dann eine Stunde auf den nächsten Zug.
Wohlgemerkt, vier bis viereinhalb Stunden von Bahnhof zu Bahnhof. Ich muß aber vom Bahnhof noch ein paar Kilometer aufs platte Land. - Genau dafür hatte ich damals das Dahon angeschafft, um den Bezug zu Falträdern nicht ganz zu verlieren.

Mit dem Auto fährt man von Haustür zu Haustür in zweieinhalb Stunden, wenn man gemütlich fährt. Mit dem Rad sind es übrigens 12 - 13 Stunden (ca 220km).


Richtig schlecht ist aber die Bahnanbindung nach Leipzig. Auch MRB, seit ein paar Jahren. Man hat der MRB damals gesagt, das wäre alles nur kurzzeitig, quasi provisorisch. Folgerichtig hat die MRB nur eine Billiglösung gebastelt, d.h. Loks mit Wagen aus ex-DDR-Beständen, ein bischen aufgehübscht (aber nur ein bischen!).
Ohne Klimaanlage, und mit Klos, wo unten so eine Klappe drin ist, und wenn die Klappe offen ist, sieht man auf's Gleisbett.

Der Zug nach Leipzig ist alle paar Monate in der Zeitung, weil irgendwas nicht hinhaut. Zugausfälle, Verspätungen, neulich ging mal im ganzen Zug kein einziges Klo, und diese Woche hat der Zug knapp eineinhalb Stunden gehalten, weil zwei Schwarzfahrer drin saßen, die komplett unkooperativ gewesen sein sollen.
Wobei, Zugausfälle hat auch die DB hinbekommen, als sie die Strecke noch selber bedient hat. Wirklich viel besser war die DB da auch nicht.

Wenn ich von Chemnitz Richtung Westen (z.B. Rhein/Main) fahre, warte ich regelmäßig in Leipzig eine Stunde auf den Anschluß.
Neulich nach Berlin habe ich noch eine Dreiviertelstunde gewartet... Irgendjemand hat mal nachgerechnet, dass die DDR-Reichsbahn in den 80ern für C - Berlin auch nicht länger gebraucht hat als die EVUs heute.

So, jetzt bin ich aber ganz schön abgeschweift, und ich könnte noch weiter abschweifen. Aber so ungefähr muß man sich "unglaublich schlechte Bahnverbindungen" in der Praxis vorstellen.

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Re: Wer wohnt in einer Großstadt und nutzt ein Auto ?

Beitrag von superfalter » Mo 8. Jan 2018, 00:51

In Berlin herrschen dann echt noch Paradiesumstände. Oh man schade ...

Jonny
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Re: Wer wohnt in einer Großstadt und nutzt ein Auto ?

Beitrag von Jonny » Do 11. Jan 2018, 19:54

Die Umfrage ist für mich nicht repräsentativ und aussagekräftig. Es werden u.U. Äpfel mit Birnen verglichen. International ist Großstadt als mit ab 100.000 definiert. Und da kann ich Ballungszentren, Millionenstädte etc. nicht pauschal vergleichen, da die Grundvoraussetzungen zu unterschiedlich sind.

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Re: Wer wohnt in einer Großstadt und nutzt ein Auto ?

Beitrag von berlinonaut » Fr 12. Jan 2018, 16:40

superfalter hat geschrieben:
Sa 6. Jan 2018, 23:50
Das hat mich selbst beeindruckt das alles in Echtzeit easy funktioniert. Daher verstehe ich bei 31 !! Alternativen nicht den Satz "Aufs Auto könnte ich aber nie verzichten" @janito_
Hm, dann erklär doch mal warum Du offenbar selbst ein Auto hast - und offenbar sogar gerade ein Neues anschaffen möchtest ;) :

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 1-216-3492
Wir verkaufen schweren Herzens unseren Bus das wir doch ohne Küche den California Beach bevorzugen.

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Re: Wer wohnt in einer Großstadt und nutzt ein Auto ?

Beitrag von IsarRadler » Fr 12. Jan 2018, 17:04

Ich hab kein eigenes Auto und hab mich letzes Jahr beim Mieten von Autos auf E-Autos verlegt. Um die auszuprobieren hab ich ca. 10 mal welche gemietet. Doppelt so viele wie sonst.
Dabei bin ich 3 mal zur Primetime nach München rein gefahren. Gestanden vielmehr. Seitdem radel ich mit einem noch fetteren Grinsen an den Staus vorbei.
E-Autos zur Ladestation zu bringen war der fehlende Auslöser für mein Faltrad.

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Re: Wer wohnt in einer Großstadt und nutzt ein Auto ?

Beitrag von ladiaar » Fr 12. Jan 2018, 22:37

Ich habe kein Auto. Mit Großstadt oder nicht hat das aber wenig zu tun. Fahrradfahren in Berlin ist alles andere als angenehm. Auto, U-Bahn oder Bus sind aber auch kein Spaß. Wichtig ist immer die richtige Wahl des Wohnorts damit man viel zu Fuß erledigen kann. Das wäre auf dem Land nicht anders.

(Das Argument von "31 Alternativen" zieht für mich auch nicht. Will ich jeden Morgen 31 Webseiten absuchen um herauszufinden was ich heute benutze? Und dann noch die ganzen AGBs lesen...)

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Re: Wer wohnt in einer Großstadt und nutzt ein Auto ?

Beitrag von Eule » Sa 13. Jan 2018, 04:25

Ich habe noch ein Auto, und fahre manchmal (aber wirklich nur manchmal) damit.
Ich arbeite im Schichtdienst, habe ein Arbeitsweg von knapp 30km und 3 Kinder. Es kann eben sein, dass ich kurzfristig Nachts zur Arbeit muss!
In gefühlt 90% der Fälle nutze ich das Rad oder die Kombination Bahn und Rad um zur Arbeit zu kommen.
Wenn ich Dienst an Heiligabend, Silvester oder Neujahr habe, nehme ich auf jeden Fall das Auto. Das liegt am Angebot der Bahn, der familiären Situation und vor allem an Glasscherben und anderem zum Jahreswechsel.

Jetzt wo meine eigentliche Bahnstrecke vor Ort seit Oktober und mindestens bis April nicht fährt, radle ich ggf. zu einem anderen Bahnhof in der Nachbarstadt, mit noch mal 25 min Fahrzeitverlängerung. Im letzten Dezember bin ich, wetterbedingt, öfter mit dem Auto zur Arbeit gefahren als in den 11 Monaten zuvor.
Für mich ist deshalb die Frage interessanter wie das Auto genutzt wird. Da ich, das Auto sowieso stehen habe nutze ich das dann auch für z. B. Besuche mit der Familie, dennoch liegt meine jährliche Fahrleistung bei ca. 3000 km und damit unter meiner Fahrleitung mit meinen Fahrrädern.

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