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NYCeWheels schließt. US-Fatradmarkt tot?

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
EmilEmil
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Re: NYCeWheels schließt. US-Fatradmarkt tot?

Beitrag von EmilEmil » Fr 1. Feb 2019, 01:51

Pibach hat geschrieben:
Mi 30. Jan 2019, 12:29
………….
US Markt hat sich durch das Sharing extrem verändert. Situation in New York:
……….
"Mieträder" seh ich immer ausgesprochen kritisch. Jemand, der seine Räder speziell auf seine Anforderungen (Z B. die Übersetzung) angepasst hat, muß bei der Fahrt auf 0815-Rädern Einschränkungen in Kauf nehmen. Diese Einschränkungen können marginal (Akzeptabel) sein oder viel zu groß (Inakzeptabel) sein.
Das macht auch vor den "citibike" nicht halt. Diese haben die Anmutung eines Panzers (Ich denke da an den Deutschen WWII-Panzer Maus). Fahrräder, nicht nur Falträder, sollten zu angemessenen Kosten möglichst leicht sein (Im Rahmen einer Vollausstattung) . Bei den Typen der Fa. citibike tippe ich auf eine überflüssige Schwerlast-Version (Vergleichbar einer Moped-Version meiner frühen Jugend, aber ohne Motor). Einziger Trost: Es sind keine Falträder.
"Falträder" könnten gerade im Verleihgeschäft eine Werbung für Räder mit kleinen Laufrädern (Falträder und Minibikes) sein. Bei realistischer Einschätzung müßte man den Faltmechanismus nicht unbedingt anbieten, da eine Vielzahl von Zeitgenossen mit dem Faltmechanismus auf die "Schnelle" keine Freundschaft schließen würde (Direkt und drastisch ausgedrückt, die sind einfach zu doof für eine halbwegs anspruchsvolle Technik in kurzer Zeit). Nun könnte man den Mechanismus temporär einfach inoperabel stellen. Die Chance, die Phobie der Kunden (potentiellen Käufern solcher Räder ?) gegen kleine Laufräder zu nehmen, sollte man sich nicht entgehen lassen. Nur, wenn ich an die Verleihräder in München der 1990-er Jahre denke (Gewicht ca. 22 [kg] ?), Einrohr-Rahmen Strang-gepresst mit H-Profil :roll: ), sagte ich damals und sage ich heute: So nicht !
Diese Räder wurden später von der Bahn übernommen...….Nun sind die Entscheider von der Bahn sicher keine Leute, die etwas von Fahrrad-Technik verstehen, von Leichtbau schon mal gar nicht.
Was für die Bahn gilt, scheint auch innerhalb der Fahrrad-Hersteller üblich zu sein.
Aufbruch und Fortschritt sind wohl unglaublich schwierig, dabei sind die Hemmnisse nur organisatorischer Art. Es fehlen weder die Kenntnisse noch die Technologie, es fehlt nur der Wille, etwas anders (richtiger) zu gestalten. Am Ende siegt die menschliche Trägheit und Räder ohne Motor-Stützung werden eine Ausnahme, eine Kosten-pflichtige ? Dazu werden sie, wie ich befürchte, das Aussehen eines Fahrrades in einem Maße verändern, wie es vergleichbar dramatisch nur bei der Ablösung des Hochrades durch das Niederrad geschehen ist. Damals blieb das Fahrrad aber ein Fahrrad. Heute geht der Trend voll zu einer Moped-Version. Meine Befürchtung da ist die Ausdünnung wesentlicher Fahrrad-Technologie (@Motte sprach schon darüber !). Z B. ist der Markt bei den Getriebenaben inzwischen schon ziemlich eng, so daß es kaum noch Wettbewerb gibt.
Weitere Anzeichen sind schon im Angebot spezieller Pedelec-Schaltungen mit eingeschränktem Übersetzungs-Umfang zu erkennen. Obwohl ich kein Anhänger "vieler Gänge" bei Fahrrad-Schaltungen bin (Die Zahl der Gänge wird vom Übersetzungs-Umfang (Berggang zu Schnellgang und den sinnvollen Schaltstufen dazwischen bestimmt), halte ich bei zu großen Schaltstufen die These "das bügelt die Motorkraft schon aus" für bedenklich. Auch Pedelecs sollten in erster Linie schon mal gut konzipierte Fahrräder sein.
Aber wie sagte doch @EmilEmil kürzlich: Noch dümmer geht immer !

MfG EmilEmil

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Re: NYCeWheels schließt. US-Fatradmarkt tot?

Beitrag von superfalter » Sa 2. Feb 2019, 21:04

@emilemil - also die Verleiher kann ich schon verstehen warum sie Panzer bauen. Nicht aus Trägheit der Entscheider sondern die Räder sollen eine Weile überleben statt flink und leicht zu sein. Also wenn ich in Berlin sehe wie die Verleihräder genutzt werden, dann müssen die "bombenfest" sein.

Anderes Thema - kanibalisiert das Bike Sharing Markt Falträder ?
ich habe es live in meinem Laden erst einmal erlebt, das jemand das so ausgesprochen hat. Ob er ein Faltrad kauft oder doch Bikesharing nutzt. In gewisser Weise kann ich es mir neben anderen Faktoren schon vorstellen.

EmilEmil
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Re: NYCeWheels schließt. US-Fatradmarkt tot?

Beitrag von EmilEmil » Sa 2. Feb 2019, 22:19

Es mag verständlich sein, daß die Verleiher im Hinblick auf die mißbräuchliche Kundennutzung "schwere" Räder bevorzugen. Aber schwere Räder bieten keineswegs die Gewähr, daß diese Räder länger "halten", wie eng oder weit man diese Haltbarkeit auch definiert. Nur ein Beispiel: Neuere Falträder haben in der Mehrzahl Alu-Legierung als Rahmen-Material (3,0 [kg] mit Gabel) und sind im Vergleich mit einem Klapprad-Rahmen der 1970-er Jahre aus Stahl-Legierung (4,6 [kg] mit Gabel) nicht Schadens-anfälliger. Über Sein oder Nichtsein entscheidet da die Konstruktion. Beispiele dafür habe ich schon öfter angeführt. Aber auch die neueren Räder sind nicht so gut (haltbar ?) , wie sie sein könnten.
Damit ist Nichts dagegen gesagt, daß man nicht auf häufig wiederkehrende Mißbrauchs-Schemata Vorkehrungen treffen kann oder sogar sollte. Wie man z B. im Automobilbau auch speziell für häufige Crash-Situationen Vorsorge trifft, einschließlich Konstruktion, Test und Zertifizierung.
Die Lastenräder der Post sind auch ein gutes Beispiel: Alle mir bekannten Posträder "enstammen" der Sprengung einer Villa mit Gartenzaun aus Stahl, dessen Ruinen nach der Sprengung neu komponiert und wieder zusammen geschweißt werden. Heraus kommt dann ein Postfahrrad...…
Leichtbau ist eben etwas Anderes und wird trotzdem meist mit der Diktatur der Waage verwechselt.

MfG EmilEmil

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Re: NYCeWheels schließt. US-Fatradmarkt tot?

Beitrag von Motte » So 3. Feb 2019, 00:13

Wenn man sich mit dem vorhandenen Leihmaterial anfreunden kann, dann erspart man sich in der Tat das Faltrad. Das hat im Alltag ja den Vorzug am Start- und Zielort zur Verfügung zu stehen. Wenn das durch die Leihsysteme ebenfalls gegeben ist wäre der Zweck erfüllt. Mit dem Nebeneffekt, dass ich mich um das Rad selbst nicht groß kümmern muss.

Das einzige Leihrad, das mir gefallen hat, war ein voll gefedertes hochwertiges MTB im Bayerischen Wald. Das hatte aber auch eine ziemlich hohe Tagesmiete. Ich würde nie in ein Touri Nest fahren in der Hoffnung dort ein Leihrad nehmen zu können. Oder in Essen statt mit meinen geliebten Falträdern mit sonner ollen Leihgurke zu fahren. ;)

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Re: NYCeWheels schließt. US-Fatradmarkt tot?

Beitrag von flock » Mo 4. Feb 2019, 11:08

Laut Bikeforums ist wenigstens Videomacher Peter inzwischen bei Brompton gelandet. Schade: Wenn er weiterhin Videos dreht, dann sind das voraussichtlich eher keine über die Konkurrenz.

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