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Longboard im Mobilitätskonzept

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Pibach
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Re: Longboard im Mobilitätskonzept

Beitrag von Pibach » Di 4. Jul 2017, 10:11

Am Samstag/Sonntag war der Ultraskate 24 Stunden Lauf in Le Mans. Erstmals bei diesem Inline Skate Rennen auch dabei die Kategorie Longboard. 1. Platz mit dem Longboard errang François Milde, mit 418.5 Kilometern (rechts in Gelb):
Bild

Respektable Leistung, allerdings die Inline Skater fuhren wesentlich schneller.
Besonderheit war sein Board. Es wiegt nur 1950g und ist ausgestattet mit 125mm Skateboard Wheels:
Bild

Ist also das leichteste Fortbewegungsmittel in dieser Performcanceklasse. Und knackt erstmals die 2kg Marke.

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Re: Longboard im Mobilitätskonzept

Beitrag von cgfaltrad » Di 4. Jul 2017, 17:55

vor den falträdern habe ich auch strecken bis 10 km mit dem longboard zurückgelegt, aber aufgrund der kleinen räder hat man je nach straßenbelag natürlich erhebliche nachteile. sobald es mal etwas rau oder schlecht wird, dann lässt die begeisterung nach und gerade hier in frankfurt sind die straßen nicht ultra glatt.

ich habe ein "complete" was sehr carving kurvig (auch ldp geht) ist, sowie ein custom build was trotz "nur 33 zoll" eher auf längere strecken mit etwas größeren reifen (75mm) als dropdown etwas smoother auf längeren strecken zu fahren ist.

da werde ich weiterhin strecken oder just for fun hinlegen, aber mit einem rad ist es natürlich etwas bequemer...

für längere strecken, bauen sich viele sogenannte ldp (long distance pumping) boards, wo sie durch gewichtsverlagerung der achsen. je nach strecke und board muss man da gar nicht mehr den fuss vom board nehmen, und erreicht geschwindigkeiten von ca 30 kmh.

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Re: Longboard im Mobilitätskonzept

Beitrag von Pibach » Di 4. Jul 2017, 23:31

cgfaltrad hat geschrieben:
Di 4. Jul 2017, 17:55
sobald es mal etwas rau oder schlecht wird, dann lässt die begeisterung nach und gerade hier in frankfurt sind die straßen nicht ultra glatt.
Stimmt schon. Wobei die Longboards ja durch den Flex die Abrolleigenschaften deultich verbessern. Die Räder weichen durch die Achse auch unabhängig aus und auch die Breite der Rollen bringt was - zumindest bei Löchern (bei Schwellen 90° zur Fahrtrichtung dagegen nicht). Ich bin eigentlich beeindruckt, wie gut die kleinen Rollen (ich hab 78mm drauf) über schlechte Straßen hinwegrollen, die sind den 205mm Rollen am Kickscooter durchaus ebenbürtig.

Ich hab hauptsächlich andere Probleme:

a) ich werd zu schnell, um das in dichtem Verkehr zu kontrollieren. Bremsen ist halt schlecht.
b) das Abstoppen macht mir Knieprobleme (hab Minuskusschaden im linken Knie)
c) Bürgersteige rauf/runter gelingt mir bisher nicht. Und mein Board (Pantheon Trip) hat keinen Kicker. D.h. ständiges Bücken nach dem Board.
d) Transport. Schon geringes Gepäck im Rucksack beeinträchtigt das Fahren
e) passt nicht ins Handgepäck beim Fliegen

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Re: Longboard im Mobilitätskonzept

Beitrag von cgfaltrad » Mi 5. Jul 2017, 00:31

Pibach hat geschrieben:
Di 4. Jul 2017, 23:31

a) ich werd zu schnell, um das in dichtem Verkehr zu kontrollieren. Bremsen ist halt schlecht.
b) das Abstoppen macht mir Knieprobleme (hab Minuskusschaden im linken Knie)
c) Bürgersteige rauf/runter gelingt mir bisher nicht. Und mein Board (Pantheon Trip) hat keinen Kicker. D.h. ständiges Bücken nach dem Board.
d) Transport. Schon geringes Gepäck im Rucksack beeinträchtigt das Fahren
e) passt nicht ins Handgepäck beim Fliegen

a: longboards sind sport/freizeit/spielzeuge - die haben im verkehr eigendlich gar nichts zu suchen
b: vielleicht stoppst du nicht richtig? hinteren fuss absenken und auf dem boden schleifen lassen, im vergleich zum bremsen finde ich andere sachen belastender
c: 1 von 2 boards hat einen kicktail bei mir, aber noch nie genutzt - ergo aufheben oder drumrum fahren
e: großes board stimme ich dir zu, anderfalls gibt es ja noch 22" und 27" boards die für flugreisen evtl eher in frage kommen, (ich habe 22, 27, 32, 33) - das 22er hatte ich schonmal mit dabei, aber nicht im handgepäck, sollte aber ohne weiteres möglich sein, damit fahren diverse leute immer auf den flughäfen nach der sicherheitskontrolle rum

ich füge mal hinzu:

f: risiko / unfall

bin mal relativ normal den gehweg langgefahren, ein stein lag relativ blöd im weg, 2-3 cm groß, beim drüber fahren, hat er sich zwischen rolle und straße geklemmt, "vollbremsung" ohne vorahnung => blaues becken

beschleunigung auf nichtbefahrener straße, gleichgewicht verloren, doof gefallem => überdehnung handgelenk, 3 wochen ohne belastung

Ich habe schützer und co, aber beim "normalen" commute würde man wohl wenn nur einen helm tragen...

g: licht

bei meinem board hatte ich zwar LED+Powerbank montiert, aber ansonsten sind boards bei nacht nicht beleuchtet

h: "schieben"/tragen

board mal eben irgendwo abschließen - fehlanzeige, d.h. die 2-3 kg müssen immer getragen werden, das wird gerade beim einkaufen ärgerlich

i: schlechtwetter

sobald wasser im spiel, ist es vorbei. zwar fährt das board auch bei regen, aber da sind echt die kugellager schnell hin, das board ist dann komplett verranzt und beim mir spritzen die rollen immer das wasser nach oben...



(hier mal meine:)

http://loadedboards.com/poke-longboard-skateboard
complete
70er 80a
32" kick + nosetail
carver (super kurvige trucks)
für pumpen und kurvige surfige cruisen

http://www.bustinboards.com/sportster-33-artist-series
custom
75er 80a
33" dropdown
paris v2
chillige fahren auch mal bisschen schneller

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Re: Longboard im Mobilitätskonzept

Beitrag von Pibach » Mi 5. Jul 2017, 15:04

cgfaltrad hat geschrieben:
Mi 5. Jul 2017, 00:31
a: longboards sind sport/freizeit/spielzeuge - die haben im verkehr eigendlich gar nichts zu suchen
Das ist ja die aktuelle Diskussion. "Last Mile Vehikel" bzw. auch PLEVs "Personal Light Electric Vehicles" sollen ja unterstützt werden, vor allem auch um unabhängiger vom Auto zu werden. Aus Brüssel gibt es Vorschläge, solche Fahrgeräte in die Verkehrsordnung aufzunehmen. In Deutschland wird das Longboard vrstl. für Radwege legalisiert. In einigen Ländern/Staaten sind Longboards und e-Longboards bereits legal. Vorreiter ist Kalifornien, die e-Longsboards seit Januar 2016 im Straßenverkehr erlauben, analog zu Fahrrädern. Longboards ohne Motor durften dort schon immer im Verkehr genutzt werden (für Jugendliche unter 18 Jahren besteht allerdings Helmpflicht).

In Berlin wird das (unmotorisierte) Longboarden meist von den Ordnungshütern toleriert. Zumindest im Sommer. Ich habe da sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die Zahl der Longboards, die als Fortbewegungsmittel genutzt werden, scheint nach meinem persönlichen Eindruck gestiegen zu sein, Statistiken gibt es dazu aber wohl nicht. Wirklich gut funktioniert das aufgrund der dafür ungeeigneten Infrastruktur aber nicht. Die Verkaufszahlen für EMEA sind ab 2013 wohl explosiv gestiegen, stagnieren derzeit, in Deutschland wird allerdings bereits wieder ein Rückgang verzeichnet.

Es gibt da ganz unterschiedliche Standpunkte. In Deutschland ist eine autozentriert Denkweise immer noch verbreitet, siehe z.B. diesen Artikel in der Süddeutschen zum Thema Longboards.

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Re: Longboard im Mobilitätskonzept

Beitrag von Pibach » Mi 5. Jul 2017, 23:38

cgfaltrad hat geschrieben:
Mi 5. Jul 2017, 00:31
e: das 22er hatte ich schonmal mit dabei, aber nicht im handgepäck, sollte aber ohne weiteres möglich sein, damit fahren diverse leute immer auf den flughäfen nach der sicherheitskontrolle rum
Ich hatte mein kleines Board (Globe Blazer, Mini Cruiser, 63cm lang).
in Budapest mit dabei. Im Handgepäck. Das war kein Problem. Fahrtechnisch für die Stadt war es eher semi geeignet, hatte dann doch diverse Strecken mit Baustelle und Offroad, und Budapest ist auch z.T. sehr steil. Aber hab es durchaus auch gut benutzen können. Fährt sich aber sehr viel anstrengender und nervöser als mein Pantheon Trip. Nehme sonst idR meine Inline Skates mit bei sowas, hatte hier mal bisschen vergleichend dazu geschrieben..

Die Bracket Lösungen, wie an dem oben gepostetet sub 2kg Rekordboard, wären für Reisen am besten, da man die recht flott abschrauben kann. Die Brackets von G-Bomb haben sich da offenbar auch für die Strecken-Events durchgesetzt, fast alle ambitionierten Fahrer sind einheitlich damit unterwegs. Das G-Bomb Torsion Tail kostet allerdings $199,- , dazu noch $79,- die Deep Drop Frontgabel. Bin noch unschlüssig, ob sich das lohnt. Insgesamt scheint mir das auch noch nicht so voll ausgereift zu sein, dass muss doch auch besser integriert gehen. Und ohne Kicktail ist das auch unpraktisch in der Stadt. Ich überlege, ob ich mir am Patheon einen Stummel-Tail selber dranbaue, denke aus einem Ikea Schneidbrett. Brauche ich, um das Board nicht immer per Bücken aufheben zu müssen. Ausserdem steht es dann hoffentlich stabil senkrecht, das geht derzeit schlecht und verkratzt ausserdem die Paris Achsen.

Hab auch noch Bennett Trucks + ACE Trucks, Seismic Blastwave Rollen, um mir einen Pumper aufzubauen. Erstmal Testweise an einem meiner 2 alten Decks, die ich noch rumliegen habe.

Dummer Weise ist das Airwheel so unverschämt praktisch, so dass ich diese Projekte auf Eis gelegt habe.

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Re: Longboard im Mobilitätskonzept

Beitrag von Pibach » Do 6. Jul 2017, 02:37

Dein Sporster Mini und mein Panthon Trip sind ja sehr ähnlich, auch nahezu gleiche Länge. Das Pantheon ist nen Tick schmaler, für 150mm Achsen gedacht. Ich wollte schmal, weil ich mir mal selber auf die Rolle getreten bin - das wird bei schmaleren Achsen etwas unwahscheinlicher. Soll auch fürs Pumpen wendiger sein, ich kriege es bisher aber nicht wirklich gepumpt. Hab 150mm Paris V2 verbaut. Hab leider erst später gemerkt, dass die sehr hoch bauen. Für 78mm Rollen ist das aber noch ok.

Ich will es aber auch mal mit den ACE Trucks konfigurieren, kommt dann einiges flacher, die bauen 10mm tiefer und je 25mm mehr Radstand, es gehen dann auch größere Rollen. Da will ich dann 100 oder 110mm Matter Juice Skate Rollen ausprobieren (davon hab ich viele), angeregt durch das Setup von Francois Milde, das machen auch einige Land Padler so (hier an einem Bustin Sportster):

Bild

Hier ein schönes Video zu dem Pantheon Trip. Läuft ganz ordentlich über ruppeliges Terrain:




Dieses längliche Video geht umfassend auf die technischen Details des Boards ein:



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Re: Longboard im Mobilitätskonzept

Beitrag von cgfaltrad » Do 6. Jul 2017, 17:20

yep.
das board würde mir auch gefallen, das bustin ist etwas breiter, weswegen ich bei mir die 180mm trucks dran habe, ... ich hatte in dem fall noch keine probleme, mal mit dem fuss an die rolle zu stoßen, anderfalls ist es mit breiterem deck und trucks im vergleich wieder ein ticken schwerer.

damals gab es nicht ganz so viel vergleichbares

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Re: Longboard im Mobilitätskonzept

Beitrag von Pibach » Do 6. Jul 2017, 23:09

cgfaltrad hat geschrieben:
Do 6. Jul 2017, 17:20
damals gab es nicht ganz so viel vergleichbares
Ja, genau. Die Nachfrage nach Longbaord-Commuterlösungen ist offenbar noch neu. Zumindest diese Art der Lösung mit möglichst kurzem und schmalen Double Drop Deck und den ganz nach Außen gezogenen Foot Pockets hat Phantheon erstmalig im Trip umgesetzt. Auch die Bracket Lösungen von G-Bomb sind noch recht jung.

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Re: Longboard im Mobilitätskonzept

Beitrag von cgfaltrad » Do 6. Jul 2017, 23:40

Pibach hat geschrieben:
Do 6. Jul 2017, 23:09
cgfaltrad hat geschrieben:
Do 6. Jul 2017, 17:20
damals gab es nicht ganz so viel vergleichbares
Ja, genau. Die Nachfrage nach Longbaord-Commuterlösungen ist offenbar noch neu. Zumindest diese Art der Lösung mit möglichst kurzem und schmalen Double Drop Deck und den ganz nach Außen gezogenen Foot Pockets hat Phantheon erstmalig im Trip umgesetzt. Auch die Bracket Lösungen von G-Bomb sind noch recht jung.
ich bin begeistert, in deinem jahrgang ;)

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