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Faltrad Verbreitungspotential

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
CycoRacer
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Re: Faltrad Verbreitungspotential

Beitrag von CycoRacer » So 22. Nov 2015, 23:28

superfalter hat geschrieben:Also wer von Euch Radlern wohnt nicht in einer Grossstadt und hat dennoch ein Faltrad ? Was sind die Gründe ?
Wohne auch auf dem Lande. In den Vorjahren war ich viel im Ruhrgebiet und in Düsseldorf unterwegs und das war die Kombination Faltrad und PKW für mich aus Gründen, die ich hier schon öfter erläutert habe, optimal. Mittlerweile brauche ich in der Woche nicht mehr über den Rhein und halte mich komplett im ländlichen Raum auf. Nachvollziehbare Gründe, ein Faltrad zu benutzen, gibt es auch für mich seit einigen Monaten nicht mehr. Trotz Alternativen mit großen Rädern benutze ich weiterhin das Faltrad, macht einfach mehr Freude. Es ermöglicht einfach ein entspannteres Fahrradfahren.

Gruß
Reimund
Zuletzt geändert von CycoRacer am So 22. Nov 2015, 23:56, insgesamt 1-mal geändert.

superfalter
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Re: Faltrad Verbreitungspotential

Beitrag von superfalter » So 22. Nov 2015, 23:37

@kai Okay eher Spass wieder...
@Cyco also Nutzwert

Pibach
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Re: Faltrad Verbreitungspotential

Beitrag von Pibach » Mo 23. Nov 2015, 00:21

Wir hatten ja hier die ganzen Einsatzfälle mal diskutiert.

Ich würde da mich als Prototypen für Faltradbedarf sehen:

a) kein Auto
b) tägliche Pendelstrecke, die intermodale Verkehrsnutzung erfordert, da keine ordentliche Busnabindung besteht
c) regelmäßige Städtereise sowie Famileinheimfahrten
b) gleichzeitig wohne ich zwar zentral in Berlin, aber in einem "ÖPNV-Loch", mittig zwischen 3 Stationen, aber alle sind mindesten 800m entfernt.
c) trage das Rad immer in den 3. Stock, da draußen angeschlossen zu unsicher (2 Räder wurden mit bereits aus dem Hinterhof gestohlen)
d) enthusiastischer Faltradfaherer, der dazu steht und Spaß daran hat

Trotzdem ist Faltradfahren in meiner persönlichen Bilanz nur knapp nützlich, wenn man das mit Alternativen vergleicht.
Noch mal vor der Wahl würde ich mich vielleicht für ein Rennrad plus Tretroller oder Inlineskates entscheiden.

Das hängt aber auch stark von den verfügbaren Falträdern ab.

Da hätte ich gewisse Idealvorstellungen, die bisher kein Faltrad so richtig befriedigt:

Einerseits möchte ich Fahrfreude. Obere Qualität. Zuverlässigkeit. Hohe Effizienz.
Andererseits sollte es so leicht, klein und kompakt faltbar sein, dass man es immer dabei haben kann.

Ok, da wäre noch Geländetauglichkeit, aber das hab ich mir erstmal abgeschminkt bei Falträdern.

Allerdings ist die Klaugefahr ein großes Problem, da es zu viele Situationen gibt, wo ich das Rad nicht mit reinnehmen kann. Draußen anschließen wäre mir aber z.B. bei einem Brompton zu unsicher.

Imho steht sich die Faltradindustrie für die weitere Verbreitung selbst im Weg: Das Brompton ist zu teuer und rückwärts gewand. Die anderen Räder falten nicht klein und sind zu unausgereift. Insbesondere sind Falträder oft zu schwer.
Wenn man das gelöst bekommt, sähe ich deutlich mehr Absatzchancen.

Da gibt es sicher einige unterschiedliche Stoßrichtungen.
Als urbaner Flitzer hat sich für mich als bester Kompromiss ein ganz simples Singlespeed Faltrad herauskristalisiert. Wenn man sowas um 8kg und etwa 400,- EUR anbieten könnte hätte das gewissen Markt. Also in den fahradfreundlichen Ballungszentren ab ca 2 Mio Einwohnern, wo die Einzelstrecken Intermodalität erfordern.

Einige der neuen Kickstarter Falträder, wie Hummingbird oder Helix, gehen ja in sinnvolle Richtungen. Bis sowas ordentlich ausgereift ist, im Commodisierungsprozess kostengünstiger wird und schließlich Marktrelevanz erreicht, vergehen aber noch locker einige Jahre.
Auch für elektro Falträder oder geländegängigere Falträder für Urlaubsreisen sähe ich gute Chancen.

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Re: Faltrad Verbreitungspotential

Beitrag von Herakles » Mo 23. Nov 2015, 08:18

CycoRacer hat geschrieben: Trotz Alternativen mit großen Rädern benutze ich weiterhin das Faltrad, macht einfach mehr Freude. Es ermöglicht einfach ein entspannteres Fahrradfahren.
*unterschreib*
Das ist ein nicht zu unterschätzender Punkt. Gibt es schnellere Räder? Klar. Bequemere? Ja. Welche, die besser mit schlechten Straßen oder offroad klarkommen? Natürlich.
Trotzdem wird mit dem langsameren Faltrad gefahren - kürzlich schrieb jemand, mit dem MTB (oder Rennrad?) sei immer der Drang zum Schnellfahren verbunden, das empfinde ich genauso. Mit dem Klappi bin ich zwar viel langsamer, noch dazu mit nur einem Gang, gleichzeitig aber auch deutlich relaxter.

Und es spielt in der Praxis keine Rolle, ob ich für meine Pendelstrecke 15 oder 18 Minuten benötige. Oder die Tour x in 5 Stunden abspule oder eine Stunde mehr brauche.

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Re: Faltrad Verbreitungspotential

Beitrag von ladiaar » Mo 23. Nov 2015, 09:37

Mein erstes Faltrad hatte ich mir ursprünglich gekauft nachdem ich in die Kleinstadt gezogen bin. Macht aus meiner Sicht dort (und in Metropolen) auch wesentlich mehr Sinn als in mittelgroßen europäischen Großstädten (100.000 - 500.000 Einwohner). Dort ist ja oft alles in überschaubarer Zeit mit dem "normalen" Rad erreichbar. Ebenfalls ist man in größeren Städten öfters gezwungen sein Rad draußen anzuschließen was einem teuren Faltrad etwas engegenläuft.

Generell ist ein Faltrad immer ein Kompromiss der Problemen in der Infrastruktur entgegenwirkt. Unzureichende Fahrradmitnahme im ÖPNV, schlechte Bikesharingsysteme, schlechte Straßen, keine Abstellmöglichkeiten, teure Diebstahlversicherung... Es gibt zwar im Moment einen gewissen Trend zu Falträdern, aber eine wirkliche Massenbewegung wird es vermtlich nicht geben. Die meisten der obigen Probleme lassen sich nämlich bei entsprechendem politischen Willen lösen. Wenn in 5 Jahren 50% der Arbeitnehmer im Betrieb mit Rädern zur Arbeit kommen wird es auch gute Abstellanlagen geben.

Und die nicht lösbaren Probleme würden sich durch steigendes Faltradaufkommen nur noch verschlimmern. Oder könnt Ihr Euch vorstellen dass in der Rush Hour in der U-Bahn Platz für viele Falträder ist? Dass man in einem engen 4 Personen Büro Platz für 3 Falträder hat?


PS: Einen Dauerhafte Notwendigkeit / Markt für Falträder sehe ich bei Radtouren. Dort ist der Wunsch für individuelles Equipment und die Bereitschaft größere Summen einzusetzen vorhanden. Auch wird zunehmende Urbanisierung und Klimawandel sicher dazu führen dass die Mitnahme größerer Gepäckstücke (Fahrräder) noch schwieriger und teurer wird.

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Re: Faltrad Verbreitungspotential

Beitrag von Beatrice » Mo 23. Nov 2015, 10:09

.........
Zuletzt geändert von Beatrice am Do 9. Mär 2017, 10:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Faltrad Verbreitungspotential

Beitrag von superfalter » Mo 23. Nov 2015, 10:19

Also Faltrad auf Rezept ....das wärs doch. Oder Förderung durch Krankenkassen. Vielleicht kein schlechter Gedanke. Wenn mittlerweile sogar Smartwatches wie die Apple Watch und Fitnessarmbänder subventioniert werden, warum nicht auch Falträder.

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Re: Faltrad Verbreitungspotential

Beitrag von Motte » Mo 23. Nov 2015, 14:00

Ich wohne in einer Großstadt. Bin aber oft zu Besuch auf dem (gar nicht so platten Land) in Nordhessen, wo meine Verwandtschaft (und meine Vorfahren) zu Hause sind.
Ohne Faltrad wäre die Anreise ungleich mühseliger. Hin und wieder ist der IC von Marburg nach Kassel wichtig - da muss man für´s Rad reservieren. Größere Rundfahrten machen mehr Laune, wenn man Teilstrecken mit dem Bus zurück legen kann. Das geht überhaupt nur mit dem Faltrad. Es macht auch mehr Mut etwas zu probieren, wenn man das als Option hat (die man dann hoffentlich nicht braucht). Gleiches gilt für jede Form von Tourabbruch und Rückfahrt mit Auto/Taxi

O.K. dort wo ich dann bin, das ist ein ehemaliger Bauernhof - dort gibt es genug (unsichere) Abstellmöglichkeiten. Mein Falter steht aber meist im Haus, abgeschlossen in einem Raum neben der Werkstadt.
Dort hätte ein großes Rad keinen Platz und wäre immer im Weg.

Zu Hause steht mein Rad in der Wohnung - auch dort würde ich kein großes Rad hinstellen. Die ursprünglichen Argumente im Alltag haben sich durch eigene Fitness und Änderungen bei der Bahn meist erledigt. Unser Nahverkehr hat mittlerweile überwiegend eigene Radabteile und damit keine Ausschlusszeiten mehr. Trotzdem finde ich es ganz entspannend, dass mir nicht bange sein muss, wenn es mal keinen Platz im Radabteil gibt. Was bei Regionalbahn und Regionalexpress schnell passiert.

Wenn ich schwere Lasten im Korb auf dem Gepäckträger habe, dann wird mir immer der Vorteil des kleinen Rades mit seinem niedrigen Gepäckträger bewusst. Das fährt sich wesentlich angenehmer (gut das ginge auch mit einem Kompaktrad)

Mein Rad parkt im Büro - dort dürfte ein großes Rad nicht parken. Das stünde dann klaugefährdet auf dem Uni Gelände und wird dort von achtlosen Mitradlern (für die ein Rad ein Haufen Blech ist, der sie von A nach B bringt) ramponiert. (ich würde dort kein hochwertiges Rad parken wollen)

Anfangs nicht - aber im laufe der Jahre, hab ich die knuffigen kleinen Dinger lieben gelernt. Ich möchte kein Großes mehr haben. Könnte mir aber auch gut ein Kompaktrad vorstellen. Wobei ich keinen Grund wüsste, warum ich auf die Faltbarkeit (auch als selten genutzte Option) dann verzichten sollte. So lange das Rad steif genug ist - was zumindest beim Tern Verge zutrifft.

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Re: Faltrad Verbreitungspotential

Beitrag von Pibach » Di 24. Nov 2015, 00:10

superfalter hat geschrieben:Also Faltrad auf Rezept .....
Bei mir war das auch der Auslöser. Hatte mir u.a. beide Beine und beide Arme gebrochen, viele Monate ging nur "Draisine", aber das war trotzdem deutlich schneller als der Rollstuhl. Meine Ärztin hat mir das seinerzeit allerdings verboten, ich musste sogar entsprechende Risikoübernahme unterschreiben.

Trotzdem wäre in die Richtung sicher ein Markt, z.B. für "medizinische" Faltdreiräder; bestimmt auch gefragt mit Elektrounterstützung.

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Re: Faltrad Verbreitungspotential

Beitrag von C2M » Di 24. Nov 2015, 11:15

Wer hat im Freundes- oder Bekanntenkreis jemanden für Falträder interessieren können? Und mit welchem Erfolg?
Die meisten - selbst die, die behaupten gern Rad zu fahren - kaufen fast nie oder eher zufällig passende mittelprächtige Räder und behandeln diese bestenfalls stiefmütterlich. Sie haben gar keine Ahnung davon,
wie viel besser und leichter sie unterwegs sein könnten, und wollen es nicht mal wissen.
Falträder werden als exotisch bestaunt oder ob ihrer meist kleinen Räder belächelt, wozu braucht man denn so etwas, hat man doch den Heckträger am Van oder SUV und die großen Räder sind doch viel bequemer und schneller, und wann fahren wir schon mal Bahn/Bus? Kompliziert scheint´s auch zu sein, diese vielen komischen Gelenke und Verschlüsse, viel zu filigran, hält doch nicht lange, ist wahrscheinlich auch noch wartungsaufwändig - nein, danke!

Man braucht wohl eine emotionale Einstellung zum Faltrad.

Gruß
Christian

(Ich hab mich im letzten Urlaub über die Gesichter der Ferienhausnachbarn amüsiert, als ich aus dem Auto zwei Falträder und ein (nicht faltbares) Jugendrad auslud, die neben dem sonstigen Urlaubsgepäck Platz darin hatten...)

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