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Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Pibach
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Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von Pibach » Mi 10. Okt 2018, 05:08

Neueste Welle sind ja die Elektro-Kickscooter. Lime, Bird (jeweils mit einer Marktkapitalisierung von rund 1 Milliarde EUR) und andere haben unglaubliche Erfolge in USA mit ihrem E-Scooter-Sharing und sind auch schon in etlichen europäischen Städten vertreten. Vorzeigestadt ist Paris. Paris gilt ja schon lange als Europas Metropole der Elektro-Kleinstfahrgeräte, dank der liberalen rechtlichen Handhabung. Finnland und Belgien haben auch schon länger gesetzliche Regelungen nach EU Vorgaben. Langsam ziehen offenbar alle EU Länder nach. In Kopenhagen legen die E-Scooter Sharing-Anbieter los, seit zum 1.1.2018 Elektro-Kleinstfahrgeräte in Dänemark legalisert wurden. Ähnlich in Prag, Wien, usw.

In Deutschland soll ein entsprechendes Gesetz ja noch 2018 kommen. Brandfrisch liegt nun auch ein Zwischenstand des Bundesverkehrsministeriums vor. Demnach soll eine Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) die bisherige Mobilitätshilfenverordnung (MobHV) ersetzen. Die Regelung beschränkt sich im bisherigen Entwurf allerdings auf E-Scooter (offensichtlich der Lobbyarbeit geschuldet, bei der diese E-Scooter-Sharing Anbieter mitmischen). Ist restriktiver als die EU Verordnung es vorsieht und alle anderen Länder es bisher umgesetzt haben. Aber immerhin.

Zwar ist der obige Entwurf ein nationaler Alleingang, widersprüchlich und unausgegoren, und wird möglicherweise noch mal einkassiert und dann ganz anders umgesetzt. Dennoch sieht es danach aus, auch Aufgrund der Entwicklung in anderen EU-Ländern und des Druck der Startups wie Lime und Bird, dass eine Regelung nun endlich kommt. In 2019 düften sich E-Scooter in allen deutschen Städten ausbreiten. Für E-Skateboards und Monowheels ist die rechtliche Umsetzung noch unklar. Die Intergration selbstbalancierender Fahrgeräte ist aber zumindest als Zielsetzung ausdrücklich formuliert und wird auch kommen.

Ich rechne mit einem sehr starken Wachstum dieses Segmentes der Elektro-Kleinstfahrgeräte das in wenigen Jahren unser Stadtbild und unser Mobilitätsverhalten stark prägen wird. In den USA kann man das ja schon beobachten:




Für Falträder sehe ich diese Entwicklung zwiespältig. E-Kleinstfahrgeräte sind in vielen Punkten viel praktischer als Falträder, einerseit im Mietmodell als auch, wenn man eins besitzt (wie ich aus meinen Erfahrungen mit Elektro-Einrad berichten kann). Den sportlichen Charakter des Radfahrens und das Körperliche Fitnesstraining bieten die Elektrogefährte so aber nicht, sind idR etwas langsamer und schwerer, haben geringe Reichweite und man muss immer den Ladestand im Blick haben. Leider gibt es zu wenig Innovation im Faltradmarkt und der Status ist faktisch auf dem Stand der 80er Jahre stecken geblieben. So dass man sich hier den Schneid unnötig hat abkaufen lassen. Sehr schade. Insgesamt wird es aber zu einer viel stärkeren Verbreitung intermodaler Konzepte kommen von denen auch Faltradfahrer profitieren werden.

Links:
https://orange.handelsblatt.com/artikel/50011
https://www.mobiflip.de/elektrokleinstf ... ernschild/
https://aiomag.de/elektroroller-strasse ... -hin-11175
https://www.derstandard.de/story/200008 ... -e-scooter

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von superfalter » Mi 10. Okt 2018, 15:01

Ich denke die E-Falträder werden den Falträdern etwas Wind geben. Da muss dann das Konzept passen. Weder das eBrompton noch das Gocycle wird einen Durchbruch erreichen. Eher Konzepte die gleich als E gedacht sind werden dann punkten. Jivr, Hummingbird oder sowas sind schon mutige Schritte in die Richtung. Ich weiss nicht ob sowas wie die Stark Mobile https://www.n-tv.de/auto/Falt-Pedelec-f ... 00290.html der richtige Weg sind.

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von alterfalter2 » Mi 10. Okt 2018, 17:21

@ superfalter
"Weder das eBrompton noch das Gocycle wird einen Durchbruch erreichen"

Da bin ich auch gespannt - wenn der Preis stimmt - (eBrompton / Gocycle) bei etwas mehr als € 2000 - könnten höhere Verkaufszahlen schon möglich sein, wobei ich das Gocycle für eine clevere Lösung für die Innenstadt halte mit häufigem "stop and go". In diesem Falle hat man keine Problem mit der Überhitzung des kleinen Motors und ist sehr flott unterwegs. Ich hatte mal eines und war davon begeistert. Es ist leider nicht langstreckentauglich und ich wohnte damals schon außerhalb der City, deshalb habe ich es wieder abgegeben.

An eKleinstfahrzeuge mit Gebrauch im Alltag glaube ich nicht, es sei denn als Spielzeug - lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
Ich gebe eher dem ELF https://organictransit.com oder ähnlich cleveren Fahrzeugen eine Chance, so die in Europa zugelassen werden.
..oder vlt so etwas:
https://www.ebay.de/itm/Brox-Recumbent- ... 3922107293
..ist inzwischen ein "Oldtimer", aber mit eMotor versehen durchaus als zukunftweisendes Lieferfahrzeug denkbar.

Gruß TIL

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von Pibach » Mi 10. Okt 2018, 22:41

alterfalter2 hat geschrieben:
Mi 10. Okt 2018, 17:21
An eKleinstfahrzeuge mit Gebrauch im Alltag glaube ich nicht, es sei denn als Spielzeug - lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
Ich bin die Tage mal einen der im obigen Video gezeigten Scooter von Bird gefahren. Das sind ja baugleiche zu Xiaomi M365, den haben 2 Freunde. Gibt es auch unter diversen anderen Labeln. Das sind recht robuste Teile. Ziemlich unkaputtbar. 12,5kg schwer, gut 20km/h schnell und beschleunigen auch ordentlich. Für die letzte Meile und in Kombination mit Öffis taugen die. Die sollen ja dann an praktisch allen Bushaltestellen stehen. Und man kann die auch mit in den Bus nehmen wenn nötig. Vorteil zu Fahrrad sehe ich im günstigen Preis, in der Einfachheit und Robustheit, kompakter, erfordert weniger Stellfläche, macht Spaß und ist auch auf dem Trottoir unter Menschen nur wenig invasiv. Das ist schon prima Fahrgerät, nicht nur Spielzeug.
Ich selber halte allerdings Elektro-Einräder für besser. Viel fahrstabiler, reaktiver, kompakter usw. Muss man aber erstmal üben, um sowas zu beherrschen.
Die Zukunft wird zeigen, was sich durchsetzt.
Eigentlich wären Falträder die beste Lösung. Finden aber keinen breiten Markt.
Sowas wie Hummingbird finde ich im urbanen Raum die beste Lösung. Also leicht, halbwegs kompakt, schnell zu falten, keine Komplexität. Motor braucht man imho bei einem Faltrad nicht. Leider ist das Hummingbird aber viel zu teuer.

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von superfalter » Do 11. Okt 2018, 09:10

Ich habe mit dem Gründer von Jivr, Kruschhausen Cycles, Hummingbird, Steereon, Kwiggle, Dandy.Bike oder auch crosshead oder whippet bicycle gesprochen bzw. kontaktiert. Meist fallen Argumente wie "Lokale Fertigung" (Hummingbird, Kruschhausen) oder hohe Produktionsstandards (Jivr) oder sehr klein faltbar. Sie denken dabei nicht an den Anwender, sondern verlieben sich zu sehr in ihre eigene Idee statt, sinnvoll zu entwickeln.

JIVR - relativ schwer - keine Schutzbleche und Gepäckmöglichkeiten - keine gesicherten Faltverschlüsse - fail
Hummingbird - tolle lokale Fertigung aber wenn 4000 € als Singlespeed engt sich der Markt auf Microgrösse ein - fail
Dandy.Bike - viel zu kleines Ding obwohl leicht weil Carbon - wieder ohne Schutzbleche und Transportmöglichkeiten - Fail
Kwiggle - viel zu lange Eingewöhnungszeit - zu sehr von sich aus gedacht statt auf Usability - fail
Crosshead - einfach nur anders falten ? Nicht leichter oder günstiger als andere - fail
whippet - soll schön gefaltet aussehen (naja) - teuer weil komplizierte Teile - kein Vorteil zu bekannten Produkten - fail
Steereon - tolle Allradlenkung gebaut - dadurch auch wieder agiler und damit weniger für ältere Menschen - Grund der Allradlenkung = weil es geht (????). Mit 22 Kg zu schwer und 3000€ nicht massentauglich fail

einzig Kruschhausen ist von lokaler Fertigung weg und wird in Taiwan produzieren lassen - mit dem daraus resultierenden besseren Preis, werden neuere Zielgruppen angesprochen - win aber die Revolution wird das auch nicht

Die Bevölkerung wird älter. Die grosse Masse an Menschen haben kein Bock auf Monowheels und 2 Tage trainieren. Auch ein Fail. eScooter sind auch nichts für ältere, ungefedert zu kleine Räder. Nur weil Bird und Lime das pushen heisst es nicht das die auch massentauglich sind.

Positiv wenn viele probieren wird schon irgendwann die Glühlampe der Mobilität gefunden werden.
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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von Zauberfaltrad » Do 11. Okt 2018, 09:19

Moin zusammen!

Ich sehe diese Entwicklung nicht so kritisch und freue mich eigentlich gar darüber, denn wenn dafür das Auto stehen bleibt, ist es ein ökologischer Gewinn für die Umwelt und für die Mobilität insgesamt.

Ich bin gewiss kein öffentlicher Ökotyp der hier andere Menschen belehren möchte. Dennoch, bis vor einem Jahr habe ich selber ein Auto gehabt (fast 7 Jahre lang) und habe es aus Gründen, wie eben der Umwelt und weil ich es kaum gefahren habe, verkauft.
Ich habe es bis heute nicht bereut und ich stelle mir auch weiterhin eine Zukunft ohne Auto vor und werde alles dafür tun, diese Unabhängigkeit beizubehalten.
Wäre ich demnach nicht so ein leidenschaftlicher Radfahrer, der seit Jahren wirklich bei so gut wie jedem Winter unterwegs ist (auch im Winter bis -20°C), würde ich solche elektrischen Hilfsmittel auch in Anspruch nehmen wollen. Warum nicht?

Selbst in der Herstellung dieser mobilen Geräte und Fahrräder ist der ökologische Abdruck viel geringer als beim Auto, LKW und Co.

Nein, alles richtig kann man (und ich) nicht machen aber ich bemühe mich und versuche die Luft nicht unnötig mit Abgasen vom PKW zu verschmutzen, denn die Luft atmen wir und brauchen wir sowie die zukünftigen Generationen.

Viele Grüße,
Zauberfaltrad
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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von Pibach » Do 11. Okt 2018, 22:23


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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von Motte » Fr 12. Okt 2018, 00:47

Erinnert Ihr euch noch an den "Wetzer" ? (Stickboard)

Der war nicht "billig" - aber er war (eine Zeitlang jedenfalls) "cool".
Hier im Ruhrgebiet war er häufig zu sehen. Heute so gut wie gar nicht mehr. Studierende an unserer Uni, die mit einem "Tretroller" oder einem Skateboard kommen sind an einer Hand abzuzählen.
Für die Segways gilt eigentlich das Gleiche. Sie sind im Alltag kaum zu finden.

Warum das so ist, weiß ich nicht. (Beim Segway ist es mit Sicherheit der Preis). Ich wüsste jetzt aber auch nicht, warum das nun anders werden soll, wenn die Dinger elektrisch angetrieben werden.

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von alterfalter2 » Fr 12. Okt 2018, 11:14

@ Motte

An den Start des Wetzer erinnere ich mich gut,
war kult damals und einigermaßen teuer.
Ich fahre ab und an damit, habe Spaß an dem Stickboard. Im Alltag kommt er selten zum Einsatz.

Gruß TIL

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von Pibach » Fr 12. Okt 2018, 13:15

Motte hat geschrieben:
Fr 12. Okt 2018, 00:47
Für die Segways gilt eigentlich das Gleiche. Sie sind im Alltag kaum zu finden.
Die sind nicht nur zu teuer, sondern auch zu schwer, zu langsam, zu fahrinstabil, zu breit, zu wenig wendig, auf dem Bürgersteig zu invasiv, mit Lenker ist auch weniger intuitiv und gefährlich und noch sperriger. Vorteile sehe ich in den 2-rädrigen Balancieren darin, dass sie einfach anhalten können und man darauf stehen bleiben kann ohne abzusteigen. Das ist natürlich ideal für Sideseeing-Citytouren. Monowheels mit nur einem Rad sind dem ansonsten in allen Punkten haushoch überlegen. Das denkt man zunächst nicht, merkt man dann aber schnell, ich benutze meine elektrischen Einräder ja viel. Wobei ich Patrick Recht gebe, dass sie gewisse Lernkurve erfordern und daher nicht für die "ältere Generation" taugen. Ich sehe die Beherrschung von Monowheels eher als gesellschafliche Kompetenz, die sich ähnlich wie Fahrradfahren oder Autofahren entwickeln muss, über die jüngere Generation, bis sie zum allgemeinen Repertoir gehört.
Ich wüsste jetzt aber auch nicht, warum das nun anders werden soll, wenn die Dinger elektrisch angetrieben werden.
Ich denke der entscheidende Unterschied für den neuen Trend ist das Mietmodell. Wenn die Lime oder Bird Scooter bald an jeder ÖPNV Haltestelle und anderen üblichen Zielpunkten stehen werden, ist das einfach praktisch für die letzte Meile.

Für die breite Durchsetzung ist dann aber imho entscheidend, welche Modelle man nun genau zulässt. 20kmh ist ja derzeit der angedachte Grenzwert. In den USA fahren die 25km/h (15,5 mph). Mit einem normalen Tretroller, ohne Elektrounterstützung kann ein einigermaßen sportlicher Mensch recht locker 15km/h fahren. Und hat zudem noch alle Vorteile des geringeren Gewichtes usw. Erst ab 25km/h wird der Elektroantrieb zu einem signifikanten Vorteil. Auch weil man dann nicht immer ein Hindernis auf der Radspur ist.

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